In Oldenburg 9. Sieg in Serie und Playoff-Qualifikation
(17.3.) ALBA hat sich mit 9. Liga-Sieg in Folge vorzeitig für die Playoffs qualfiziert. Am Samstag Abend feierten die Albatrosse einen 80:69-Erfolg in Oldenburg. Im Schlussviertel schon 7 Zähler im Rückstand, drehten sie die Partie noch mit einem fulminanten 17:0-Lauf.
Statistik - Highlights - rbb Sportplatz
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KISS FM Bericht
Für beide Teams war die Begegnung in Oldenburg von großer Bedeutung. Die Gastgeber, die sich unlängst von ihrem Trainer Predrag Krunic trennten, brauchen derzeit jeden Punkt, um sich noch für die Playoffs zu qualifizieren und ALBA setzt alles dran, Ulm auf dem zweiten Tabellenplatz noch einzuholen. Entsprechend eng ging es auf dem Parkett zu. Nach drei Vierteln war die Partie immer noch ausgeglichen, die EWE Baskets führten knapp 56:55. Dann zogen die Niedersachen um Ex-Albatros Bobby Brown sechs Minuten vor dem Ende schon auf sieben Zähler davon, doch die Albatrosse kamen noch mal eindrucksvoll zurück. Dank eines unermüdlich Offensivrebound um Offensivrebound erkämpfenden Derrick Allen und dank der eiskalten Händchen von Bryce Taylor und Kyle Weaver an der Dreierlinie bogen sie die Partie mit einem 17:0-Run noch um.
Mit dem neunten Liga-Erfolg in Serie bleibt ALBA Ulm auf dem zweiten Tabellenplatz weiter auf den Fersen, doch auch die Ulmer gewannen parallel. Gleichzeitg haben sich die Albatrosse an diesem Spieltag schon für die Playoffs qualifziert. Bis zum nächsten Spiel am Mittwoch, den 28. März in der o2 World bleiben den Hauptstädtern aufgrund des Beko BBL-TOP4s nun elf Tage Zeit für Training und Regeneration.
ALBAs Topscorer in Oldenburg war Bryce Taylor, der trotz schmerzhafter Rippenverletzung 17 Punkte und 4 Rebounds auflegte. Auf je 12 Zähler kamen Dashaun Wood (+ 5 Assists und 3 Rebounds) und Derrick Allen (+ 11 Rebounds – Double Double). Kyle We¬aver markierte 10 Punkte, 6 Rebounds und 2 Steals. Erfolgreichster Oldenburger war Bobby Brown mit 19 Zählern. ALBA gewann das Reboundduell deutlich mit 47:34, davon 18 Offensivrebounds.
Stimmen zum Spiel
"Auch wenn es verrückt klingt: Ich bin stolz auf meine Mannschaft. Sie hat von der ersten bis zur letzten Minute alles gegeben und nie aufgehört, an den Sieg zu glauben und für ihn zu kämpfen. Ich denke, heute hat mein Team vieles richtig gemacht, aber am Ende ist es so, dass wir fünf Minuten vor Schluss mit sieben Punkten in Führung gelegen haben und dieses Spiel trotzdem verloren haben. Das tut mir unendlich Leid für die Mannschaft, weil sie es versäumt hat, sich für die tolle Arbeit der ersten 35 Minuten selber zu belohnen. Wir sind in dieser Phase schlicht von dem Weg abgekommen, den wir zuvor so erfolgreich beschritten haben und haben einige schlechte Entscheidungen getroffen. Nichtsdestotrotz haben meine Spieler heute einen unbändigen Siegeswillen gezeigt und dafür verdienen sie Respekt."
Gordon Herbert (Headcoach ALBA):
"Ich bin mit der Art und Weise, wie wir hier gespielt haben, nicht zufrieden. Ich denke, wir haben heute ein hart umkämpftes Spiel gesehen, in dem Derrick Allen in den letzten fünf Minuten spielentscheidende Aktionen in Form von schwierigen Würfen und wichtigen Rebounds hatte. Hinzu kam, dass wir in dieser Phase dann auch unsere offenen Würfe getroffen haben. Ich denke, die Oldenburger haben über weite Strecken des Spiels exzellent verteidigt, aber ihr Spiel hat heute auch darunter gelitten, dass Ronnie Burell nach wie vor gesperrt ist. Alles in allem war dies ein schwerer, aber wichtiger Auswärtssieg."
Spielverlauf: Während ALBA in der Anfangsphase wenig Wurfglück hatte, machten es die Gastgeber besser und gingen durch Brown und Paulding schon 11:6 in Front. Die Albatrosse trafen zwar nicht von außen, fand aber mit Penetrationen und Yassin Idbihi unter dem Korb gute Optionen, die die Baskets nur mit Fouls stoppen konnten. Davon begingen sie zahlreiche, so dass die Berliner fast ausschließlich an der Freiwurflinie standen. Die Hauptstädter kontrollierten den Rebound, ließen aber im Angriff zu viele Chancen liegen. So endete das Viertel mit einem knappen 19:20. ALBA hatte 13 seiner 19 Punkte an der Freiwurflinie erzielt.
Der Beginn des zweiten Abschnitts schmeckt Coach Herbert gar nicht, so dass er sein Team beim Stand von 20:23 in einer Timeout wieder besser einstellte. Die Berliner fingen sich daraufhin und trafen auch endlich von außen: Dreier von Simonovic und Taylor brachten ihr Team wieder 26:25 in Führung. Torin Francis, der aufgrund von Foulproblemen von Idibhi im zweiten Viertel fast durchspielte, steigerte sich nun und setzte sich endlich am Korb durch. Trotzdem stand es nach einem Dunk von Paulding wieder 34:34. Als Baskets-Coach Held kurz vor der Halbzeit ein technisches Foul kassierte, nutzten die Albatrosse die Gunst der Stunde und setzten sich mit Freiwürfen von Wood und einem Dreier von Schaffartzik bis auf sieben Punkte ab. Kurz vor der Pausensirene gelang Oldenburgs Brown aber noch der 36:41-Anschluss.
Die Baskets kamen deutlich aggressiver aus der Kabine. ALBA fand sich nicht gut zurecht und schon hatte Hasbrouck die Hausherren per Dreier wieder in Führung gebracht. Die Albatrosse erzielten jetzt minutenlang keinen Korb, schafften es aber immerhin, auch Oldenburg defensiv nicht viel zu gestatten. Trotzdem erzielte der nun viel stärker werdende Paulding in der 26. Minute das 51:46 für die Niedersachsen. Derrick Allen beendete schließlich die offensive Durststrecke seines Teams, das den Baskets nun wieder auf den Fersen war. Mit der Viertelsirene markierte Simonovic sogar noch einen Dreier zum 55:56 – ein Ergebnis dass nach dem Verlauf des Abschnitts durchaus zufriedenstellend aus Berliner Sicht war.
Oldenburg zog im Schlussviertel mit dem nächsten Pauldingdreier gleich wieder ein Stück davon und ALBA kam nicht hinterher. Als Bobby Brown in der 34. Minute das 65:58 für die Niedersachsen erzielte, wurde es langsam bedrohlich. Doch die Albatrosse schalteten für die Schlussphase noch mal einen Gang hoch. Vor allem durch Derrick Allen, der am Brett kämpfte wie ein Löwe und Offensivrebound um Offensivrebound holte, kamen die Berliner wieder ran. Die Hausherren verloren plötzlich ihre Linie und mit einer eiskalten Dreierserie von Weaver und Taylor drehten die Albatrosse den Spieß blitzschnell herum. Oldenburg fiel förmlich auseinander, während ALBA nun jeden Angriff erfolgreich abschloss. Bis auf 17:0 baute Dashaun Wood die Serie aus. Als er zwei Minuten vor dem Ende das 75:65 markierte hatte, war die Messe gelesen. Oldenburg war geschlagen und geschockt.




