Siegesserie endet in Ulm
(11.4.) Nach zwölf Siegen in Folge mussten die Albatrosse in der Beko BBL am Mittwoch wieder eine Niederlage hinnehmen. Im Schlüsselspiel um Platz zwei verloren die Berliner bei ratiopharm Ulm deutlich 72:91. Ein Aufbäumen im Schlussviertel kam zu spät.
Statistik - Pressekonferenz
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In der ausverkauften ratiopharm Arena herrschte von Beginn an eine intensive Atmosphäre. Es ging schließlich im direkten Duell um den zweiten Tabellenplatz. Ulm kam ab Mitte des ersten Viertels in seiner typischen Art des Tempobasketballs mit schnellen Abschlüssen und vielen Distanzwürfen richtig in Fahrt. ALBA bekam den Offensivwirbel nicht in den Griff und lag schon zur Halbzeit 35:48 hinten. Es war gar nicht der große Auftritt des 130-Kilo-Hünen John Bryant, der von den ALBA-Centern gut unter Druck gesetzt wurde. Vielmehr sorgten vor allem die Ulmer Distanzschützen (13/24 Dreier), gegen die an diesem Abend kein Kraut gewachsen war, mit ihren furiosen Trefferserien für einen vorentscheidenden 25-Punkte-Vorsprung der Gastgeber nach dem dritten Viertel. Ein letztes Aufbäumen, mit dem die Albatrosse noch bis 11 Punkte verkürzten, kam im Schlussviertel zu spät.
Damit haben sich die Ulmer den zweiten Platz zurück erobert, den sie nun mit einem Sieg Vorsprung belegen. Auch wenn die Berliner den direkten Vergleich für sich entschieden haben (89:58), ist Rang zwei für ALBA aus eigener Kraft nicht mehr erreichbar. Für das Team von Gordon Herbert stehen nun vor dem Playoff-Start am 6.5. in der o2 World noch drei Partien aus: Samstag geht es nach Tübingen, eine Woche später am Sonntag nach Bamberg und am Samstag, 28.4. kommt Braunschweig zum Hauptrundenabschluss in die o2 World.
ALBAs bester Werfer war Dashaun Wood mit 18 Punkten, 5 Assists und 2 Rebounds. Neben ihm scorten nur noch Derrick Allen (14 + 6 Rebounds) und Bryce Taylor (10 + 3 Rebounds) zweistellig. Kyle Weaver und Torin Francis legten beide je 8 Zähler und 6 Rebounds auf, Weaver dazu noch 3 Vorlagen. Bester Ulmer war Dane Watts mit 21 Punkten und 5 Rebounds. John Bryant kam auf 12 Zähler und 5 Rebounds.
Thorsten Leibenath (Coach Ulm):
"Ich bin extrem glücklich, dass wir dieses Spiel einmal wieder als Team gewonnen haben. Davon zeugen die 22 Assists – aber auch die wenigen Fehler (8 Turnover), die uns gegen einen starken Gegner wie Berlin unterlaufen sind. Das Team hat den Gameplan in beeindruckender Weise umgesetzt und enormes Selbstvertrauen durch die tolle Verteidigung getankt. So kommt es dann auch zustande, dass wir 54 Prozent von der Dreierlinie treffen. Unser Erfolgsrezept hieß heute: attackieren. Wir wollten vor der Partie eine Playoff-Leistung bringen, das ist uns, denke ich, gelungen. Im Kampf um Platz zwei war das – drei Spieltage vor Ende der Hauptrunde – vielleicht eine kleine Vorentscheidung, mehr nicht."
Gordon Herbert (Coach ALBA):
"Wir haben heute die ersten drei, vier Minuten und den ersten Teil des vierten Viertels ordentlich gespielt. Die restliche Zeit über hat Ulm dominiert. In allen Aspekten. Sie haben uns ausgespielt, mehr Intensität gezeigt und besser verteidigt. Sie waren einfach besser. Ulm ist die Überraschungsgeschichte dieser Saison, das haben sie heute einmal wieder bewiesen. Mit unserer Leistung und Einstellung kann ich natürlich nicht zufrieden sein."
Spielverlauf: Statt Torin Francis startete dieses Mal Yassin Idbihi in die Partie, der sich gleich mit John Bryant beschäftigen durfte. ALBA startete zunächst gut. Vor allem dank Offensivrebounds und Punkten von Derrick Allen gingen die Albatrosse 8:4 in Führung. John Bryant musste schon früh mit zwei Fouls auf die Bank, aber die Ulmer störten sich nicht daran und hielten einfach fleißig von der Dreierlinie drauf. Und das mit großem Erfolg. Fast jeder Spieler markierte einmal einen Treffer, so dass Ulm binnen kürzester Zeit die Führung drehte und begann, sich abzusetzen. ALBA war noch nicht sicher im Abschluss und Watts markierte Punkte um Punkt. Nach einem Dreier von Betz nahmen die Hausherren schon einen 25:18-Vorsprung mit in den nächsten Abschnitt.
Zu Beginn des zweiten Viertels schickte Nankivil gleich den nächsten Dreier durchs Netz und Bryant erhöhte kurz drauf auf 18:30. Ulms Offensive hatte richtig Fahrt aufgenommen. ALBA setzte nun alles dran, den Lauf zu bremsen. Gordon Herbert wechselte bis auf Heiko Schaffartzik sein komplettes Personal aus, was dazu führte, dass die Berliner langsam wieder besser ins Spiel kamen. Erst verkürzte Derrick Allen auf 25:38, dann hielt Heiko Schaffartzik per Dreier den Anschluss zum 31:39. Mit neun Zählern Rückstand und Ballbesitz gingen die Hauptstädter in die letzte Minute der Halbzeit, doch anstatt zur Pause noch weiter heranzukommen, kassierten sie nach Ballverlust von Allen erst einen Korbleger durch Watts und dann noch einen ganz bitteren Buzzerdreier von Esterkamp. Mit 35:48 ging es also in die Kabine.
Statt einer Aufholjagd begann die zweite Hälfte mit einem ALBA-Fehlstart. Ulm schien sich in der Pause noch mehr berauscht zu haben und ließ in Person von Esterkamp und Swann gleich die nächsten schnellen Dreier fliegen. Herbert musste wieder früh eine Auszeit nehmen, denn Ulm war inklusive Publikum wie entfesselt und traf nun auch wirklich schwierige Würfe. Zusätzlich lief bei den Albatrossen nun alles schief. Schultze und Francis beginnen Offensivfouls und der Ball fand immer seltener den Weg in Ulmer Korb. Die Gastgeber wirbelten weiter und nahmen einen 73:48-Vorsprung mit in die letzten zehn Minuten.
Sollte nun etwa noch der direkte Vergleich (+31 im Hinspiel) ins Wanken geraten? Diese Frage erübrigte sich sehr schnell, denn im Schlussviertel zeigten die Berliner mit Wut im Bauch noch mal, dass sie sich so nicht geschlagen geben würden. Mit bissiger Defense und unbeantworteten Dreiern durch Wood, Simonovic und Weaver kamen die Hauptstädter innerhalb kürzester Zeit auf 16 Punkte heran. Ulm wirkte leicht verunsichert und verlor die vorherige Sicherheit in seinen Abschlüssen. Vier Minuten vor dem Ende verkürzten die Albatrosse mit einer Serie von Freiwürfen sogar noch auf 67:78, doch um dieses Spiel noch zu drehen, hätte schon alles perfekt laufen müssen. Als Watts bei weniger als drei Minuten Restzeit ein Dreipunktspiel zum 81:67 markierte war auch die letzte Hoffnung begraben.
Damit haben sich die Ulmer den zweiten Platz zurück erobert, den sie nun mit einem Sieg Vorsprung belegen. Auch wenn die Berliner den direkten Vergleich für sich entschieden haben (89:58), ist Rang zwei für ALBA aus eigener Kraft nicht mehr erreichbar. Für das Team von Gordon Herbert stehen nun vor dem Playoff-Start am 6.5. in der o2 World noch drei Partien aus: Samstag geht es nach Tübingen, eine Woche später am Sonntag nach Bamberg und am Samstag, 28.4. kommt Braunschweig zum Hauptrundenabschluss in die o2 World.
ALBAs bester Werfer war Dashaun Wood mit 18 Punkten, 5 Assists und 2 Rebounds. Neben ihm scorten nur noch Derrick Allen (14 + 6 Rebounds) und Bryce Taylor (10 + 3 Rebounds) zweistellig. Kyle Weaver und Torin Francis legten beide je 8 Zähler und 6 Rebounds auf, Weaver dazu noch 3 Vorlagen. Bester Ulmer war Dane Watts mit 21 Punkten und 5 Rebounds. John Bryant kam auf 12 Zähler und 5 Rebounds.
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"Ich bin extrem glücklich, dass wir dieses Spiel einmal wieder als Team gewonnen haben. Davon zeugen die 22 Assists – aber auch die wenigen Fehler (8 Turnover), die uns gegen einen starken Gegner wie Berlin unterlaufen sind. Das Team hat den Gameplan in beeindruckender Weise umgesetzt und enormes Selbstvertrauen durch die tolle Verteidigung getankt. So kommt es dann auch zustande, dass wir 54 Prozent von der Dreierlinie treffen. Unser Erfolgsrezept hieß heute: attackieren. Wir wollten vor der Partie eine Playoff-Leistung bringen, das ist uns, denke ich, gelungen. Im Kampf um Platz zwei war das – drei Spieltage vor Ende der Hauptrunde – vielleicht eine kleine Vorentscheidung, mehr nicht."
Gordon Herbert (Coach ALBA):
"Wir haben heute die ersten drei, vier Minuten und den ersten Teil des vierten Viertels ordentlich gespielt. Die restliche Zeit über hat Ulm dominiert. In allen Aspekten. Sie haben uns ausgespielt, mehr Intensität gezeigt und besser verteidigt. Sie waren einfach besser. Ulm ist die Überraschungsgeschichte dieser Saison, das haben sie heute einmal wieder bewiesen. Mit unserer Leistung und Einstellung kann ich natürlich nicht zufrieden sein."
Spielverlauf: Statt Torin Francis startete dieses Mal Yassin Idbihi in die Partie, der sich gleich mit John Bryant beschäftigen durfte. ALBA startete zunächst gut. Vor allem dank Offensivrebounds und Punkten von Derrick Allen gingen die Albatrosse 8:4 in Führung. John Bryant musste schon früh mit zwei Fouls auf die Bank, aber die Ulmer störten sich nicht daran und hielten einfach fleißig von der Dreierlinie drauf. Und das mit großem Erfolg. Fast jeder Spieler markierte einmal einen Treffer, so dass Ulm binnen kürzester Zeit die Führung drehte und begann, sich abzusetzen. ALBA war noch nicht sicher im Abschluss und Watts markierte Punkte um Punkt. Nach einem Dreier von Betz nahmen die Hausherren schon einen 25:18-Vorsprung mit in den nächsten Abschnitt.
Zu Beginn des zweiten Viertels schickte Nankivil gleich den nächsten Dreier durchs Netz und Bryant erhöhte kurz drauf auf 18:30. Ulms Offensive hatte richtig Fahrt aufgenommen. ALBA setzte nun alles dran, den Lauf zu bremsen. Gordon Herbert wechselte bis auf Heiko Schaffartzik sein komplettes Personal aus, was dazu führte, dass die Berliner langsam wieder besser ins Spiel kamen. Erst verkürzte Derrick Allen auf 25:38, dann hielt Heiko Schaffartzik per Dreier den Anschluss zum 31:39. Mit neun Zählern Rückstand und Ballbesitz gingen die Hauptstädter in die letzte Minute der Halbzeit, doch anstatt zur Pause noch weiter heranzukommen, kassierten sie nach Ballverlust von Allen erst einen Korbleger durch Watts und dann noch einen ganz bitteren Buzzerdreier von Esterkamp. Mit 35:48 ging es also in die Kabine.
Statt einer Aufholjagd begann die zweite Hälfte mit einem ALBA-Fehlstart. Ulm schien sich in der Pause noch mehr berauscht zu haben und ließ in Person von Esterkamp und Swann gleich die nächsten schnellen Dreier fliegen. Herbert musste wieder früh eine Auszeit nehmen, denn Ulm war inklusive Publikum wie entfesselt und traf nun auch wirklich schwierige Würfe. Zusätzlich lief bei den Albatrossen nun alles schief. Schultze und Francis beginnen Offensivfouls und der Ball fand immer seltener den Weg in Ulmer Korb. Die Gastgeber wirbelten weiter und nahmen einen 73:48-Vorsprung mit in die letzten zehn Minuten.
Sollte nun etwa noch der direkte Vergleich (+31 im Hinspiel) ins Wanken geraten? Diese Frage erübrigte sich sehr schnell, denn im Schlussviertel zeigten die Berliner mit Wut im Bauch noch mal, dass sie sich so nicht geschlagen geben würden. Mit bissiger Defense und unbeantworteten Dreiern durch Wood, Simonovic und Weaver kamen die Hauptstädter innerhalb kürzester Zeit auf 16 Punkte heran. Ulm wirkte leicht verunsichert und verlor die vorherige Sicherheit in seinen Abschlüssen. Vier Minuten vor dem Ende verkürzten die Albatrosse mit einer Serie von Freiwürfen sogar noch auf 67:78, doch um dieses Spiel noch zu drehen, hätte schon alles perfekt laufen müssen. Als Watts bei weniger als drei Minuten Restzeit ein Dreipunktspiel zum 81:67 markierte war auch die letzte Hoffnung begraben.




