14.500 Fans feiern gegen Bayern den 11. Sieg in Folge
(31.3.) ALBA BERLIN hat das Spitzenspiel gegen den FC Bayern München am Samstag in der ausverkauften o2 World 73:52 gewonnen und ist auf den 2. Tabellenplatz geklettert. Drei Viertel lang war die Partie umkämpft, bis Yassin Idbihi auf den Plan trat.
Statistik - Highlights - o2 World TV - BM Fantalk - rbb Bericht - Sport1: Schaffartzik
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Von Beginn an herrschte echte Playoff-Atomsphäre in der ausverkauften Arena und auch das Spiel stand dem in nichts nach. Mit beinharter Verteidigung auf beiden Seiten war die Intensität von Beginn an greifbar.
Drei Viertel lange schenkten sich beide Teams keinen Zentimeter und die Führung wechselte immer wieder zwischen den beiden Kontrahenten. In den letzten zehn Minuten setzten die Albatrosse aber angeführt von Yassin Idbihi (15 Punkte im Schlussviertel) zu einem phänomenalen Schlussspurt an. Die Bayern fanden nun keinen Weg mehr, ALBA zu stoppen, das das letzte Viertel mit 26:9 für sich entschied und am Ende unter Standing Ovations noch sehr deutlich gewann.
Die Siegesserie der Bayern von fünf Spielen fand somit in der o2 World ihr Ende, während die der Berliner nun auf stolze elf Siege angewachsen ist. Da Ulm am Sonntag bei den Fraport Skyliners verloren hat, ist ALBA in der Tabelle nun auf den zweiten Platz vorgerückt.
Yassin Idbihi wurde mit 17 Punkten und 4 Rebounds Topscorer seines Teams. Marko Simonovic war mit 13 Zählern und 7 Rebounds ebenfalls eine der entscheidenden Figuren. Bryce Taylor kam auf 12 Punkte und 3 Rebounds, Heiko Schaffartzik markierte 10 Zähler, 3 Rebounds und 3 Assists. Dass Topscorer Dashaun Wood nur vier Punkte erzielte, steckte das Team exzellent weg. Auch wenn Ioannis Kalampokis nicht groß in der Statistik auftauchte (3 Punkte, 3 Assists), gab er dem Team mit seinen klugen Entscheidungen und bissiger Defense viel Stabilität. Bayerns Bester war Center Jared Homan, der mit 18 Punkten und 11 Rebounds nicht zu kontrollieren war. ALBA gewann das Reboundduell 42:35 und leistete sich über das gesamte Spiel nur drei Ballverluste.
Stimmen zum Spiel
„Wir haben sehr gut begonnen und drei sehr gute Viertel gespielt. Zum Ende des dritten Viertels waren wir noch einen Punkte vorne, aber dann haben wir einen 0:16-Run kassiert. Das darf einer Mannschaft wie uns nicht passieren. Es war wohl unser schlechtestes Schlussviertel seit Langem. Trotzdem werden wir nicht mit komplett hängenden Köpfen nach Hause fahren, sondern auf die ersten drei Viertel aufbauen, die wirklich sehr gut waren. Glückwunsch an ALBA, sie haben hervorragend gespielt.”
Gordon Herbert (Coach ALBA):
„Als erstes möchte ich mich bei unserem Publikum bedanken, das für eine großartige Atmosphäre gesorgt hat. Ansonsten waren unser Bankspieler heute sehr wichtig für uns. Sie haben Ende des ersten und dritten Viertels das Spiel verändert. Ich war sehr zufrieden mit unserer Intensität und Aggressivität. Auch wenn man so wie wir heute nicht gut trifft, kann man über Defense und Rebounds ein Spiel gewinnen.“
Spielverlauf: Von der ersten Minute an ging es hart zur Sache und ALBA fand sich zunächst nicht zurecht. Über fünf Minuten und zehn Fehlwürfe dauerte es, bis Derrick Allen von der Freiwurflinie die ersten Punkte für sein Team markierte. Die Bayern hatten derweil aber auch nur auf 8:0 vorgelegt. Heiko Schaffartzik kam mit viel Schwung von der Bank und hatte großen Anteil daran, dass seine Mannschaft endlich ins Spiel fand. Mit einer 7:0-Serie verkürzten die Albatrosse auf 9:12. ALBA attackierte nun besser das Brett, fand dort aber immer ein bayrisches Bollwerk vor, was jeden Punkt extrem schwer machte. Es ging auf Augenhöhe weiter und München nahm einen 16:12-Vorsprung mit ins nächste Viertel.
Die Albatrosse starteten richtig gut in den zweiten Abschnitt. Mittlerweile stimmte die Intensität in der Defense und vorne drehten Schaffartzik und Simonovic weiter auf. Erst erzielte Schaffartzik den viel umjubelten Ausgleich und wenig später setzte Simonovic per Dreier den Schlusspunkt auf einen 16:2-Run der Hauptstädter zum 25:18. Doch die Bayern kämpften sich zurück in die Partie. Ihr Center Jared Homan war unter dem Korb nicht zu stoppen, machte in den letzten Minuten des Viertels 8 Punkte (12 insgesamt in Hälfte 1) und brachte die Gäste zur Halbzeitpause wieder auf 33:32 ran.
ALBA kam mit Schwung aus der Kabine. Vor allem einer hatte in der Kabine ordentlich Energie getankt: Bryce Taylor netzte drei Mal in Folge aus der Distanz ein (2x3, 1x2) und brachte seine Farben 42:37 in Front. Bayerns Troutman kassierte sein viertes Foul, aber seine Innenspieler-Kollege Homan machte weiter große Probleme. Über ihn eroberte München die Führung zurück. Weiterhin wurde um jeden Ball gekämpft, so dass Korberfolge echte Mangelware blieben. Dann waren aber wieder die Berliner am Zug, die ihren Korb in den letzten Minuten das Viertels sauber hielten und sich bis zum Ende des Abschnitts über Idbihi und Kalampokis eine 47:43-Führung erspielten.
Zum Anbruch der letzten zehn Minuten schalteten die Albatrosse noch mal einen Gang hoch. Immer wieder war es Yassin Idbihi, der aus schönen Passstafetten abschloss. Er markierte sieben Punkte, Simonovic schoss für Drei ein und ALBA hatte sich viertelübergreifend mit einem 15:0-Lauf auf 57:43 abgesetzt. Troutman scorte noch einmal für die Gäste, aber die Albatrosse waren angepeitscht vom Publikum nun nicht mehr zu bremsen. Immer wieder Idbihi (am Ende 15 Punkte im Schlussviertel) und hinten weiter sehr sattelfeste Verteidigung führten vorzeitig die Entscheidung herbei. Während die Laola durchs Rund der o2 World schwappte, spielten die Albatrosse die letzten Minuten ungefährdet herunter.






