114 Punkte! Offensiv-Spektakel gegen Hagen
(28.3.) Mit einem 114:86-Kantersieg über Phoenix Hagen haben sich die Albatrosse drei Tage vor dem Spitzenspiel gegen den FC Bayern nach 10-tägiger Spielpause in der Liga zurückgemeldet. Schon zur Halbzeit hatte ALBA rekordverdächtige 69 Punkte erzielt.
Statistik - Highlights - Pressekonferenz
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Als echte Härteprobe für das bevorstehende Spitzenspiel gegen Bayern München am Samstag konnte diese Begegnung nicht herhalten. Zu schnell war die Partie entschieden (17:2 nach fünf Minuten, 69:35 zur Halbzeit) und zu schwach war die Gegenwehr der Gäste in der Verteidigung. In jedem Fall bekamen die knapp 9.000 Zuschauer in der o2 World aber reichlich Spektakel geboten. Der erste „Hunderter“ der Saison (durch einen Dreier von Bryce Taylor) und 10. Liga-Sieg in Serie war für ALBA schnell nur noch Formsache.
Berliner Topscorer war Dashaun Wood mit 27 Punkten (14/15 Freiwürfe) und 5 Assists, der aber in der zweiten Halbzeit kaum noch spielte (22 Minuten Spielzeit insgesamt). Neben ihm scorten Derrick Allen (17 + 7 Rebounds), Yassin Idbihi (15 + 5 Rebounds), Sven Schultze (13) und Bryce Taylor (11) ebenfalls zweistellig. Alle Albatrosse kamen zum Einsatz und alle trugen sich in die Punkteliste ein. ALBA legte dabei traumhafte Wurfquoten auf: 71% aus der Nahdistanz, 60% aus der Mitteldistanz und 61% von der Dreierlinie stand am Ende in der Statistik. Stärkster Hagener war Davin White mit 25 Zählern. Leistungsträger T.J. Carter fehlten den Gästen mit einer Fußverletzung.
Stimmen zum Spiel
„ALBA hat natürlich zu Recht gewonnen heute. Wir haben das Spiel im ersten Viertel verschlafen. Wir haben einen 17:0-Run kassiert und sind dann nur noch hinterher gelaufen. Wir haben schwach verteidigt und zur Halbzeit schon 69 Punkte kassiert. Die zweite Hälfte hat mir besser gefallen. Ich bin froh, dass wir uns nicht haben abschlachten lassen und weiter an uns geglaubt haben. 200 Punkte bekommt man als Zuschauer nicht allzu oft geboten. Ich denke, es war ein attraktives Spiel.”
Gordon Herbert (Coach ALBA):
„Nach der langen Pause bin ich zufrieden mit der Intensität, die wir von Anfang an gezeigt haben. Größtenteils hat mir unser Spiel gefallen. Wir haben den Ball sehr gut bewegt und immer den freien Mann gefunden. Allerdings haben wir in der zweiten Halbzeit nicht mehr gut genug verteidigt. Hagen hat dort aber auch viel besser gespielt.“
Spielverlauf: Hagens Constantine eröffnete die Partie mit Brettpunkten, aber dann spielte erst Mal nur noch ALBA. Die Gäste warfen reihenweise Fahrkarten und die Albatrosse drückten mächtig aufs Tempo und liefen einen Fastbreak nach dem anderen. 17 unbeantwortete Punkte erzielte das Team von Gordon Herbert bis nach vier Minuten Jonusas wieder für Hagen scorte. ALBA ließ mit dem plötzlich schon großen Punktepolster nun selbst etwas in der Defense nach, traf aber vorne gegen kaum vorhandenen Widerstand weiter traumwandlerisch. Nur zwei Mal warfen die Berliner im gesamten Viertel daneben und führten zu dessen Ende sage und schreibe 35:20.
Und auch im zweiten Abschnitt ging das Berliner Offensiv-Feuerwerk munter weiter. Nun brach die Phase von Yassin Idbihi an, der unter dem Hagener Korb Foul um Foul zog. ALBA packte nun immer wieder eine Pressverteidigung aus, die den ein oder anderen Ballgewinn einbrachte. Aber auch auf Hagener Seite gab es Unterhaltsames: Edward Seward stopfte gleich mehrmals spektakulär den Ball durch den Ring. Eine Sekunde vor der Halbzeitpause lagen die Berliner „nur“ 28 Punkte vorne, aber ein unsportliches Foul von Jonusas, das aufgrund Hagener Proteste noch zwei technisches Fouls nach sich zog, nutzte Dashaun Wood (23 Punkte in Hälfte eins) eiskalt mit sechs Freiwürfen zur 69:35-Halbzeitführung.
Die Anfangsphase nach der Pause gehörte Derrick Allen, der sich immer wieder unnachahmlich unter dem Korb durchwühlte. Auch wenn Hagen in der Defense weiter nachlässig agierte, hatten sie offensiv durchaus einiges zu bieten. Brooks und Hasquet warfen nun teils spektakulär aus der Distanz ein. An der klaren ALBA-Führung änderte das allerdings nichts. Mit Punkten von Schultze und Idbihi am Ende des Viertels nahmen die Berliner ein 89:61 mit in den Schlussabschnitt.
Die „Feuervögel“ spielten mittlerweile sehr selbstbewusst auf und trafen vor allem in Person Davin White sehr hochprozentig. Defensiv fanden sie trotzdem kein Mittel, die schnelle und gute Ballbewegung der Albatrosse zu stoppen. Fünf Minuten vor dem Ende war es dann schon soweit: Bryce Taylor markierte von der Dreierlinie den ersten Hunderter seines Teams in dieser Saison. In den letzten Minuten bauten die Berliner das Punktekonto unter dem Jubel der Zuschauer schließlich noch bis auf 114 aus.


