Albatrosse ringen Würzburg nieder
(14.3.) Die Albatrosse haben sich am Mittwoch Abend gelungen für ihre Niederlage in Würzburg revanchiert und die s.Oliver Baskets in der o2 World mit 81:73 besiegt. Bis zum Ende lieferten sich beide Teams einen extrem harten Fight.
Statistik - Highlights - ARD Morgenmagazin - Pressekonferenz - BM Fantalk
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Dass ALBA gegen die beste Defensiv-Mannschaft der Liga bis zum Ende hart kämpften musste, überraschte eigentlich niemanden. In einer bis zum Ende hitzigen und emotionalen Partie gaben die Würzburger, die mit ihrer Spielweise stets an der Grenze zur Regelüberschreitung agieren, niemals auf und forderten ALBA bis in die letzten Sekunden. Auch wenn sich die Berliner immer wieder auf 8 bis 10 Zähler absetzten, kamen die Franken stets zurück, bis kurz vor Schluss Bryce Taylor und Marko Simonovic endlich die entscheidenden Körbe für den 8. ALBA-Sieg in der Liga in Folge markierten.
Berliner Co-Topscorer waren die beiden von der Bank kommenden Yassin Idbihi (20 Punkte, 7 Rebounds) und Bryce Taylor (20 Punkte, 4 Rebounds). Dashaun Wood erzielte 11 Zähler, 6 Assists und 4 Rebounds und auch Marko Simonovic punktete zweistellig (11). Kyle Weaver zeigte einmal mehr eine Allround-Leistung aus 9 Punkten, 5 Rebounds, 4 Assists und 3 Steals. Topscorer der Gäste war John Little mit 19 Zählern. Das Reboundduell gewann ALBA 39:37 leistete sich gegen den Würzburger Ganzfelddruck aber auch 15 Ballverluste.
Stimmen zum Spiel
„Der große Unterschied zum Hinspiel war heute Yassin Idbihi. Er mit seiner Präsenz und Bryce Taylor im Eins-gegen-Eins haben uns sehr weh getan. Wir haben gute Defense gespielt, aber wenn Yassin dann auch noch so von außen trifft, wird es schwer. ALBA hat verdient gewonnen, aber ich bin trotzdem stolz auf meine Mannschaft, die alles gegeben hat.”
Gordon Herbert (Coach ALBA):
„Wir hatten einen sehr schwierigen Gegner heute. Sie spielen hart, physisch und geben immer 100%. Sie attackieren 40 Minuten und haben uns vor allem mit ihren Offensivrebounds wehgetan. Wir hatten einen schlechten Start, aber Yassin Idbihi und Bryce Taylor haben uns einen großen Schub von der Bank gegeben. Es war ein sehr emotionales Spiel.“
Spielverlauf: Würzburg erwischte den besseren Start und schloss zu Beginn fast alle Angriffe erfolgreich ab, während ALBA vor allem unter dem Korb noch die letzte Konsequenz fehlte. Gleich war viel Intensität im Spiel und innerhalb von fünf Minuten hatten beide Teams schon fünf Teamfouls gesammelt. Beim Stand von 4:12 rief Gordon Herbert seine Mannschaft zur ersten Timeout, die ihre Wirkung zeigte. Die Berliner sicherten sich nun konsequenter den Rebound und spielten sich vorne geduldig ihre Chancen heraus. Langsam arbeiteten sich die Hauptstädter heran, aber die Gäste trafen weiter hochprozentig und nahmen so einen knappen 22:19-Vorsprung mit in den zweiten Abschnitt.
ALBA bekam die Gäste nun in der Defensive immer besser in den Griff. Folgerichtig erzielte der an dem Abend auch aus der Mitteldistanz extrem gut aufgelegte Idbihi in der 13. Minute den Ausgleich und Bryce Taylor wenig später per Dreier die erste Führung (28:27). Die Berliner hatten ihre Ballverluste gegen die Druckverteidigung in dieser Phase im Griff und setzten sich langsam ab. Würzburg punktete nur noch über schwierige Würfe von Little und brachte bis zum Ende des Viertels lediglich 10 Punkte zustande. Trotzdem spielten die Gäste in der Verteidigung immer noch mit allem, was sie hatten, und machten ALBA das Leben sehr schwer. Dank eines 9:0-Runs mit Punkten von Simonovic und Taylor setzte sich das Team von Gordon Herbert aber bis zur Halbzeit auf 40:32 ab.
Würzburg kam sehr motiviert aus der Kabine und machte gleich wieder Druck. ALBA verlor einige Bälle und schon waren die Franken wieder auf vier Zähler dran. Nachdem Würzburgs Harris allerdings ein technisches Foul für Flopping (unerlaubtes Foulschinden) bekam, nutzen Bryce Taylor und Torin Francis die Gunst der Stunde, um schnell wieder auf 53:43 davon zu ziehen. Doch in den letzten zwei Minuten des Viertels kamen die s.Oliver Baskets mit ihren Ballgewinnen abermals zurück und verkürzten mit einem 10:0-Lauf auf 55:57.
Der überragende Yassin Idbihi und Kyle Weaver setzten ALBA im Schlussviertel schnell wieder ab, doch dank ihres Kraftpakets Jason Boone, der irgendwie im Offensivrebound immer einen Finger an den Ball bekam, ließen sich die Gäste abermals nicht abschütteln. Die Stimmung heizte sich immer weiter auf und in der o2 World hielt es keinen mehr auf seinen Sitzen. Würzburg kam über Kramer in der hitzigen Atomsphäre noch mal auf zwei Zähler ran. Nur noch zwei Minuten waren zu spielen, aber dann sorgten Bryce Taylor (Dreipunktspiel) und Marko Simonovic (Dreier) mit sechs unbeantworteten Punkten endlich für die Entscheidung. In der Schlussminute ließ sich ALBA den Sieg nicht mehr nehmen.



