Albatrosse knacken Trier in der Schlussphase
(5.2.) ALBA BERLIN hat TBB Trier am Sonntag Abend in der o2 World mit 73:61 geschlagen. In einer lange offenen Begegnung fiel die Entscheidung vor 9.783 Zuschauern erst in den Schlussminuten. Dabei stellten die Albatrosse einen Dreier-Saisonrekord auf.
Statistik - Highlights - o2 World TV: Dashaun Wood - BM-Fantalk - Pressekonferenz
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Die von ALBA-Legende Henrik Rödl trainierten Trierer erwiesen sich als der erwartet hartnäckige Gegner. 35 Minuten lang kontrollierten die Gäste das Tempo und zwangen den Albatrossen ihr geduldiges, langsames Spiel auf. Vor allem unter dem Korb hatte ALBA trotz des Comebacks von Torin Francis große Probleme sich durchzusetzen (12/35 2er), traf aber dafür umso besser von der Dreierlinie (48%), wo mit 12 Treffern ein eigener Saisonrekord aufstellt wurde. Erst in den letzten fünf Minuten kamen die Albatrosse aus Ballgewinnen ins Laufen und auf ein neues Energieniveau. Vor allem Bryce Taylor trumpfte in dieser Phase auf und brachte den Sieg mit seinen „Big Points“ unter Dach und Fach.
Topscorer der Berliner war Dashaun Wood mit 19 Punkten, 5 Rebounds und 4 Assists. Ebenfalls zweistellig trafen Bryce Taylor (18 + 6 Rebounds), Heiko Schaffartzik (14) und Marko Simonovic (13). Torin Francis war nach seiner Verletzungspause noch nicht ganz der Alte, gab seinem Team aber gleich wieder mehr Präsenz unter dem Korb. Er kam auf 2 Punkte und 4 Rebounds. Triers Topscorer war Ex-Berliner Philip Zwiener mit 18 Zählern, gefolgt von Nate Linhart mit 17 Punkten und 12 Rebounds.
Stimmen zum Spiel
"Wir haben hier heute sehr lange mitgehalten, aber am Ende hat ALBA doch verdient gewonnen. 35 Minuten lang ist es uns gelungen, das, was wir uns vorgenommen hatten, gut durchzusetzen. In den letzten fünf Minuten haben wir uns aber von einigen Fehlern zu sehr frustrieren lassen und man muss die Qualität der Berliner anerkennen, die das konsequent ausgenutzt haben. Sie haben dann die Big Points gemacht."
Gordon Herbert (ALBA):
"Es war ein schwieriges Spiel für uns, aber das war uns vorher bewusst. Trier hat das Tempo sehr gut kontrolliert, wie sie es schon in vielen Spielen getan haben, wo sie gegen gute Teams immer nur ganz knapp verloren haben. In den letzten fünf Minuten haben unser Big Plays und die zusätzliche Energie den Unterschied gemacht. Davor war das Spiel wie ein reines Halbfeld-Schach-Match."
Spielverlauf: ALBA kam nicht gut in die Partie. In den ersten Angriffen wollte überhaupt nichts gelingen. Trier hingegen fand über Zwiener und Zirbes gute Angriffsoptionen und ging gleich leicht in Führung. Die Defense der TBB gestattet ALBA viele freie Dreipunktewürfe, die die Albatrosse konsequent nahmen und trafen. Nach sechs Minuten kehrte Torin Francis zurück aufs Parkett, aber auch ihm fehlte wie dem ausgewechselten Derrick Allen die Durchsetzungskraft am Brett. Auch in der eigenen Defensive fehlte es den Berlinern noch an Biss, so dass sich die Gäste zur Viertelpause einen leichten 19:16-Vorsprung bewahrten.
Der Trend der ersten Abschnitts setzte sich im zweiten fort: Wenn die Albatrosse erfolgreich waren, dann aus der Distanz. Unter den Brettern klappte nach wie vor gar nichts. Zwar stimmte zumindest die Verteidigung – auch Trier kam kaum zu Punkten -, aber die Ausbeute im Angriff war einfach zu gering. Nach 16 Minuten gelangen Simonovic endlich die ersten Brettpunkte für sein Team, das aber weiter einem kleinen Rückstand hinterherlief. Dank eines Korblegers mit dem Buzzer von Wood konnten die Albatrosse aber immerhin einen 33:32-Vorsprung mit in die Kabine nehmen. Zur Halbzeit lag die Dreierquote der Berliner bei 54%, die Quote bei den Zweiern jedoch nur bei 25%.
Nachdem Seitenwechsel startete ALBA gleich mit der nächste Dreierserie. Treffer von Schaffartzik, Wood und Simonovic bescherten Gordon Herbert den bis dahin höchsten Vorsprung von 42:37. Aber die Gäste blieben dran. Mit ihrem sehr strukturierten, langsamen Spiel fanden sie immer wieder Wege, zu Punkten. Vor allem Ex-Albatros Philip Zwiener tat sich dabei mit hochprozentigen Abschlüssen aus allen Distanzen hervor. Es blieb weiter eng. Kurz vor der letzten Viertelpause hatte Bryce Taylor sein Team 48:45 in Front gebracht, aber ein unglaublicher Buzzer aus der eigenen Hälfte durch Bynum sorgte noch für den erneuten Ausgleich. Neben einem Treffer von Philip Zwiener war dies der einzige erfolgreiche Dreipunktwurf der Gäste.
Im letzten Viertel blieb es zunächst weiter knapp. Taylor, Simonovic und Wood legten mehrmals vor für ALBA, doch Trier fand stets eine Antwort. Fünf Minuten vor Schluss markierte Philip Zwiener das 56:56. Doch dann kippte die Partie schließlich: Mit einigen Ballgewinnen und „Hustle-Plays“ kamen die Albatrosse auf Touren und setzten sich angeführt vom nun mit viel Intensität zu Werke gehenden Bryce Taylor mit einem 11:2-Lauf vorentscheidend ab. In den letzten beiden Minuten konnten die Gäste die Niederlage auch mit Stop-the-Clock nicht mehr abwenden.




