ALBA nach Sieg gegen Mons vorzeitig im TOP16
(13.12.) ALBA BERLIN hat am Dienstag mit einem 83:63-Heimsieg über Dexia Mons-Hainaut vorzeitig die Runde der besten Sechzehn des Eurocups erreicht. Auch der Gruppensieg ist für ALBA nun einen Spieltag vor dem Ende der Regular Season greifbar nah.
Statistik - Highlights - Pressekonferenz - o2 World TV: Francis & Idbihi
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Das deutliche Ergebnis wurde dem Spielverlauf gegen die Belgier eigentlich nicht gerecht. Die boten ALBA nämlich 25 Minuten lang einen ganz harten Fight. 40:47 lag das Team von Gordon Herbert, das ohne den wegen eines Trauerfalls in die USA gereisten Kyle Weaver auskommen musste, im dritten Viertel schon zurück, bis es die harte Gangart der Gäste annahm und eindrucksvoll das Kommando übernahm. Die letzten 15 Minuten dominierten die Albatrosse die Partie und feierten so am Ende einen sehr deutlich Erfolg, der ihnen vorzeitig als einziger deutscher Club das Ticket in die TOP16-Runde bescherte. Und die Chancen, das von Platz eins der Gruppe H aus zu erreichen, stehen gut. Denn gegen den Gegner am letzten Spieltag, Buducnost Podgorica, hat ALBA im Hinspiel ein 18-Punkte-Polster vorgelegt und nur über den direkten Vergleich könnten die Montenegrinier noch an den Hauptstädtern vorbeiziehen.
ALBAs Co-Topscorer vor 8.190 Zuschauern waren Dashaun Wood (16 Pt, 9 As, 5 Rb) und Torin Francis (16 Pt ohne Fehlwurf aus dem Feld, 6 Rb). Ebenfalls zweistellig scorten Derrick Allen (15 Pt, 8 Rb), Bryce Taylor (11 Pt, 4 Rb) und Yassin Idbihi (10 Pt, 4 Rb). Heiko Schaffartzik kam auf 9 Zähler und 5 Assists. Nicht in den Griff bekamen die Albatrosse Mons athletischen Bigman Ahmad Nivins, der 19 Punkte und 9 Rebounds markierte.
Stimmen zum Spiel
Das bessere Team hat heute gewonnen. ALBA hat in der gesamten Regular Season gezeigt, dass sie das beste Team der Gruppe sind - insbesondere zuhause. Wir haben heute 25 Minuten lang sehr guten Basketball gezeigt und unseren Gameplan umgesetzt. Aber ALBA ist ein konstantes und tief besetztes Team. Wir waren im dritten Viertel mit sieben vorne, aber sie kamen zurück. Ich muss ihrer Defense wirklich Respekt zollen. Sie haben die Führung zurück erobert und dann hatten wir keine Antworten mehr.
Gordon Herbert (ALBA):
Ich bin sehr zufrieden mit der Art und Weise, wie wir in den letzten 15 Minuten gespielt haben. Davor hatten wir Probleme, vor allem defensiv. Aber im dritten Viertel haben uns Heiko Schaffartzik und Dashaun Wood einen wichtigen Schub gegeben. Wir haben Bälle erobert, die uns einfache Punkte ermöglich haben. Dadurch haben wir endlich Spielrhythmus bekommen. Nach der Niederlage in Polen war das ein sehr wichtiger Sieg für uns und ich bin sehr froh, dass wir unser Ziel, ins TOP16 einzuziehen, erreicht haben.
Spielverlauf: ALBA kam über Torin Francis unterm Brett gut ins Spiel. Der ALBA-Center markierte vorne fast alle ersten Punkte seines Teams und sorgte hinten mit Rebounds und Blocks für Präsenz. Die Albatrosse gingen schnell in Führung, doch Mons ließ sich nicht beeindrucken und hielt dagegen. Dashaun Wood unterliefen ungewöhnliche fünf Ballverluste, so dass die Belgier mit einfachen Punkten kurz vor der Viertelpause erstmals mit 18:17 in Führung gingen. Ein Buzzer-Floater von Heiko Schaffartzik bedeutete das 19:18 nach zehn Minuten.
Die Berliner erspielten sich im zweiten Viertel viele gute Wurfpositionen, leider wollte aber nicht viel fallen. Besser machten es die Gäste, die nach einem Dreier von Carter in der 15. Minute 27:24 in Front gingen. Auch wenn Lucca Staiger jetzt endlich auch von außen traf, wollte der Knoten nicht so recht platzen. Die immer wieder in Zonenverteidigung wechselnden Belgier behielten ihren kleinen Vorsprung. Die Albatrosse kämpften, aber auch Mons ging mit aller Entschlossenheit zu Werke. Auch wenn Wood am Ende endlich wieder von außen traf, nahmen die Gäste ein 38:36 mit in die o2 World-Kabine.
Zurück auf dem Parkett ging es mit unverminderter Intensität weiter. Mons spielte unter dem Brett knallhart und kaufte den Albatrossen damit lange den Schneid ab. Bis auf 47:40 zogen die Belgier davon, bis ALBA aufwachte und die Härte endlich vollends annahm. Die Hauptstädter kam zwar weiter kaum in den Fastbreak, aber in der Defense legten sie nun eine Schippe drauf. Drei Minuten vor dem Ende des Abschnitts läutete Torin Francis mit einem krachenden Dunk einen 13:0-Lauf seines Teams ein, der einen 59:51-Vorsprung nach 30 Minuten bedeutete.
Die Albatrosse machten im Schlussviertel da weiter, wo sie aufgehört hatten. Mit harter Defense zwangen sie Mons weiter zu schweren Würfen und spielten vorne nun mit viel Selbstvertrauen. Auch die Distanzwürfe fielen nun besser und da tat es auch nicht weh, dass Sven Schultze einen freien Dunk auf den Ring setzte. Idbihi macht es wenig darauf effektiver und stellte per Dunking die höchste Führung von 70:56 her. Bei fünf Minuten Restzeit war die Entscheidung nun endgültig gefallen. Die Gäste gaben sich auf und die Albatrosse nutzten die letzten Minuten zum Schaulaufen und feiern mit ihren Anhängern.


