Niederlage nach zweifacher Verlängerung gegen Turow
(6.12.) ALBA hat am Dienstag mit 87:91 nach zwei dramatischen Verlängerungen bei PGE Turow die erste Niederlage im Eurocup kassiert. Nach 18 Punkten Vorsprung gerieten die Albatrosse noch in zwei Overtimes und verpassten den vorzeitigen TOP16-Einzug.
Statistik
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Die Niederlage bei den Polen war unnötig, denn über lange Zeit hatten die Berliner das Spiel unter Kontrolle gehabt. Mitte des dritten Abschnitts hatten sie noch mit 18 Zählern vorne gelegen. Doch mit fortschreitender Zeit fiel dem Team von Gordon Herbert gegen die Zonenverteidigung von Zgorzelec, die die vorher klaren Vorteile der Berliner am Brett zunichte machte, immer weniger ein. ALBA suchte nicht mehr den Weg zum Korb und versteifte sich auf Distanzwürfe. Das Ergebnis war ein 11:22 verlorenes Schlussviertel, das in die erste Verlängerung führte. Dort rettete Derrick Allen sein Team in letzter Sekunde zwar noch in die zweite Extrazeit von fünf Minuten, aber dann versagten den Hauptstädtern die Nerven bei den Freiwürfen. Nach neun Erfolgen in Serie endete damit auch die Siegesserie der letzten Wochen.
Turows Kickert (16 Punkte), der schon im Hinspiel ganz am Schluss aufgedreht hatte, zeigte nach drei blassen Viertel die gleiche Leistungs-Explosion und war mit seinen Dreiern der Matchwinner. ALBA ließ zu viele Freiwürfe (insg. 21/35), davon in entscheidende in der zweiten Verlängerung liegen. Zgorzelec machte es von dort auch nicht viel besser (19/30) traf aber wenigstens solide 38% von der Dreipunktelinie, während die Berliner dort mit nur sechs Treffern bei 34 Versuchen einen schwarzen Tag hatten. ALBAs Topscorer war Derrick Allen mit 21 Punkten und 9 Rebounds. Heiko Schaffartzik markierte 17 Zäher, Torin Francis 16 und ebenfalls 9 Rebounds. Dashaun Wood kam auf 12 Punkte und 9 Assists. Im vierten Viertel verletzte sich Kyle Weaver am Fuß und konnte nicht mehr eingreifen.
Mit 3:1 Siegen liegen die Albatrosse immer noch auf Platz 1 der Gruppe H, haben aber den vorzeitigen Einzug ins TOP16 verpasst. Am nächsten Dienstag hat ALBA jedoch in eigener Halle gegen Dexia-Mons erneut die Chance, sich für die Runde der besten 16 zu qualifizieren.
Gruppe H
1. ALBA 3:1
2. Buducnost 2:2
3. Turow 2:2
4. Mons 1:3
Spielverlauf: Beide Teams starteten holprig in die Partie. Viel gelang nicht in den ersten Minuten. Die Albatrosse trafen von außen nichts, arbeiteten aber in Person von Torin Francis und Derrick Allen gut unter dem Korb. Die beiden setzten ALBA bis zur sechsten Minute hauptverantwortlich auf 14:6 ab. Auch wenn Turow zum Viertelende begann, etwas besser abzuschließen, ging das 18:12 nach 10 Minuten dank der guten Berliner Defense vollkommen in Ordnung.
Die Albatrosse setzten im zweiten Abschnitt ihr Erfolgskonzept fort und attackierten weiter hart das Brett. Turow war dort in der Defense überfordert und konnten, da ALBA aus der Rotation immer den freien Mann unter dem Korb fand, oft nur durch Fouls stoppen. Zwar hätten die Berliner ihre Freiwürfe durchaus noch besser treffen können, aber aus einer weiter stabilen Verteidigung zog das Team von Gordon Herbert immer weiter davon. Bis auf 17 Zähler setzte Derrick Allen seine Farben ab, woran sich auch bis zur Halbzeit nicht mehr viel änderte: mit 41:26 gingen die Hauptstädter in die Kabine.
Turow startete mit einer Zonenverteidigung in die zweite Hälfte und brach damit erst einmal den Rhythmus der Albatrosse. Vorne gingen die Polen jetzt aggressiver zum Ring und legten so einen 11:4-Lauf aufs Parkett. Eine schnelle Auszeit von Gordon Herbert zeigte Wirkung: Sein Team steigerte sich wieder in der Defense und ging vorne nach Dreiern von Schultze und Schaffartzik wieder 56:39 in Front. ALBA schien das Spiel wieder zu kontrollieren, doch in den letzten beiden Minuten des Viertels verkürzte Turow mit zwei Dreiern von Wysocki und einem Layup von Moore noch auf 50:61.
Die Polen nahmen den Schwung mit in den Schlussabschnitt und kamen, während ALBA zu nachlässig agierte, bis auf fünf Zähler ran. Derrick Allen hielte nun dagegen und setzte sein Team mit wichtigen Rebounds und Punkten wieder ein Stück ab. Aber die Polen blieben dran, während die Albatrosse gegen die Zone immer mehr Fehlwürfe produzierten. Der drei Viertel unsichtbare Daniel Kickert netzte nun einen Wurf nach dem anderen ein, so dass ALBAs Vorsprung in der Schlussminute auf nur noch zwei Zähler zusammengeschrumpft war. In den letzten Sekunden ging es mit vielen Freiwürfen hin und her – den letzten versenkte Turows Jackson 1,6 Sekunden vor dem Ende zum 72:72. Es ging in die erste Verlängerung.
Dort schoss Kickert gleich noch zwei Dreier ein, doch Heiko Schaffartzik hielt mit fünf Punkten dagegen. Vor allem seinen zahlreichen Offensivrebounds hatte es ALBA zu verdanken, dass es wenige Sekunden vor dem Ende der Overtime nur zwei Zähler hinten lag. In fast letzter Sekunde angelte sich der unermüdlich kämpfende Derrick Allen noch einen Offensivrebound und legte ihn zum 80:80 ein - Verlängerung Nummer zwei.
Als Wood die Albatrosse mit einem Dreier 85:81 in Führung schoss, sah es wieder besser aus. Aber Kickert war schon wieder von der Dreierlinie zur Stelle und machte die Partie wieder offen. Den Berlinern versagten nun die Nerven an der Freiwurflinie. Allen traf nur einen von vier Versuchen und auch Schultze markierte nur einen Treffer, während Turows Polen Jackson zwei Korbleger, einen davon mit Foul und verwandeltem Bonusfreiwurf, versenkte. Also Heiko Schaffartzik beim Stand von 87:90 20 Sekunden vor Ablauf der Zeit nach einem Fehlwurf ein unsportliches Foul beging, war die Partie gelaufen.
Turows Kickert (16 Punkte), der schon im Hinspiel ganz am Schluss aufgedreht hatte, zeigte nach drei blassen Viertel die gleiche Leistungs-Explosion und war mit seinen Dreiern der Matchwinner. ALBA ließ zu viele Freiwürfe (insg. 21/35), davon in entscheidende in der zweiten Verlängerung liegen. Zgorzelec machte es von dort auch nicht viel besser (19/30) traf aber wenigstens solide 38% von der Dreipunktelinie, während die Berliner dort mit nur sechs Treffern bei 34 Versuchen einen schwarzen Tag hatten. ALBAs Topscorer war Derrick Allen mit 21 Punkten und 9 Rebounds. Heiko Schaffartzik markierte 17 Zäher, Torin Francis 16 und ebenfalls 9 Rebounds. Dashaun Wood kam auf 12 Punkte und 9 Assists. Im vierten Viertel verletzte sich Kyle Weaver am Fuß und konnte nicht mehr eingreifen.
Mit 3:1 Siegen liegen die Albatrosse immer noch auf Platz 1 der Gruppe H, haben aber den vorzeitigen Einzug ins TOP16 verpasst. Am nächsten Dienstag hat ALBA jedoch in eigener Halle gegen Dexia-Mons erneut die Chance, sich für die Runde der besten 16 zu qualifizieren.
Gruppe H
1. ALBA 3:1
2. Buducnost 2:2
3. Turow 2:2
4. Mons 1:3
Spielverlauf: Beide Teams starteten holprig in die Partie. Viel gelang nicht in den ersten Minuten. Die Albatrosse trafen von außen nichts, arbeiteten aber in Person von Torin Francis und Derrick Allen gut unter dem Korb. Die beiden setzten ALBA bis zur sechsten Minute hauptverantwortlich auf 14:6 ab. Auch wenn Turow zum Viertelende begann, etwas besser abzuschließen, ging das 18:12 nach 10 Minuten dank der guten Berliner Defense vollkommen in Ordnung.
Die Albatrosse setzten im zweiten Abschnitt ihr Erfolgskonzept fort und attackierten weiter hart das Brett. Turow war dort in der Defense überfordert und konnten, da ALBA aus der Rotation immer den freien Mann unter dem Korb fand, oft nur durch Fouls stoppen. Zwar hätten die Berliner ihre Freiwürfe durchaus noch besser treffen können, aber aus einer weiter stabilen Verteidigung zog das Team von Gordon Herbert immer weiter davon. Bis auf 17 Zähler setzte Derrick Allen seine Farben ab, woran sich auch bis zur Halbzeit nicht mehr viel änderte: mit 41:26 gingen die Hauptstädter in die Kabine.
Turow startete mit einer Zonenverteidigung in die zweite Hälfte und brach damit erst einmal den Rhythmus der Albatrosse. Vorne gingen die Polen jetzt aggressiver zum Ring und legten so einen 11:4-Lauf aufs Parkett. Eine schnelle Auszeit von Gordon Herbert zeigte Wirkung: Sein Team steigerte sich wieder in der Defense und ging vorne nach Dreiern von Schultze und Schaffartzik wieder 56:39 in Front. ALBA schien das Spiel wieder zu kontrollieren, doch in den letzten beiden Minuten des Viertels verkürzte Turow mit zwei Dreiern von Wysocki und einem Layup von Moore noch auf 50:61.
Die Polen nahmen den Schwung mit in den Schlussabschnitt und kamen, während ALBA zu nachlässig agierte, bis auf fünf Zähler ran. Derrick Allen hielte nun dagegen und setzte sein Team mit wichtigen Rebounds und Punkten wieder ein Stück ab. Aber die Polen blieben dran, während die Albatrosse gegen die Zone immer mehr Fehlwürfe produzierten. Der drei Viertel unsichtbare Daniel Kickert netzte nun einen Wurf nach dem anderen ein, so dass ALBAs Vorsprung in der Schlussminute auf nur noch zwei Zähler zusammengeschrumpft war. In den letzten Sekunden ging es mit vielen Freiwürfen hin und her – den letzten versenkte Turows Jackson 1,6 Sekunden vor dem Ende zum 72:72. Es ging in die erste Verlängerung.
Dort schoss Kickert gleich noch zwei Dreier ein, doch Heiko Schaffartzik hielt mit fünf Punkten dagegen. Vor allem seinen zahlreichen Offensivrebounds hatte es ALBA zu verdanken, dass es wenige Sekunden vor dem Ende der Overtime nur zwei Zähler hinten lag. In fast letzter Sekunde angelte sich der unermüdlich kämpfende Derrick Allen noch einen Offensivrebound und legte ihn zum 80:80 ein - Verlängerung Nummer zwei.
Als Wood die Albatrosse mit einem Dreier 85:81 in Führung schoss, sah es wieder besser aus. Aber Kickert war schon wieder von der Dreierlinie zur Stelle und machte die Partie wieder offen. Den Berlinern versagten nun die Nerven an der Freiwurflinie. Allen traf nur einen von vier Versuchen und auch Schultze markierte nur einen Treffer, während Turows Polen Jackson zwei Korbleger, einen davon mit Foul und verwandeltem Bonusfreiwurf, versenkte. Also Heiko Schaffartzik beim Stand von 87:90 20 Sekunden vor Ablauf der Zeit nach einem Fehlwurf ein unsportliches Foul beging, war die Partie gelaufen.


