Zweites Eurocupspiel, zweiter Sieg
(22.11.) Nach dem Auftaktsieg in Mons hat ALBA BERLIN am Dienstag auch sein erstes Eurocup-Heimspiel gewonnen. Mit 86:68 besiegten die Albatrosse in der o2 World den montenegrinischen Meister und Pokalsieger Buducnost Podgorica.
Statistik - Highlights - Tabelle - o2 World TV - Pressekonferenz
Statistik - Highlights - Tabelle - o2 World TV - Pressekonferenz
Wenn man im Eurocup weiterkommen will, sollte man tunlichst seine Heimspiele gewinnen. In der ersten von drei Heimpartien der Vierergruppe H ist dies den Albatrossen nur 49 Stunden nach dem Sieg gegen Bamberg schon einmal gelungen. ALBA hat damit in Bundesliga und Eurocup zum siebten Mal in Folge gewonnen und bleibt auch in der o2 World ungeschlagen in dieser Saison.
In einem Spiel, was lange enger war, als das Ergebnis vermuten lässt, hatten die Albatrosse zu Beginn mühelos dominiert. Um mit der ab dem zweiten Viertel deutlich steigenden Härte der Gäste zurecht zu kommen, brauchten die Berliner allerdings einige Zeit. Bis auf drei Zähler verkürzte Buducnost, bis ALBA die Intensität annahm und am Ende wieder bis auf 86:68 davonzog.
Beste Werfer auf Berliner Seite war Dashaun Wood mit 23 Punkten, 4 Assists und 2 Rebounds. Nach ihm überzeugten vor allem Torin Francis (15 Punkte, 6 Rebounds) und Marko Simonovic (14 Punkte, Rebounds, 3 Assists), der gegen seine ehemaligen Teamkameraden besonders motiviert war. ALBA dominierte im Rebound (37:24) und traf über 50% seiner Dreier (9/17). Der von den Philadelphia 76ers gedraftete Vucevic kam für Buducnonst nur auf neun Punkte. Topscorer der Gäste war Cedomir Vitkovac mit 20 Zählern.
Im zweiten Spiel der Gruppe H besiegte Turow Mons zuhause knapp mit 67:66. ALBA steht nun auf dem ersten Tabellenplatz der Vierergruppe.
Spielverlauf: ALBA kam schwungvoll in die Partie, schien in der nur zwei Tage zurück liegenden Partie gegen Bamberg kaum Kräfte gelassen zu haben. Zwar führten die Gäste nach einem Dreier von Kristovic zunächst 5:4, aber die Albatrosse kamen gegen die etwas zurückhaltende Defense der Montenegriner schnell ins Laufen. Torin Francis war unter dem Korb nicht zu stoppen und von außen trafen Wood, Weaver und Taylor sicher, so dass ALBA in der siebten Minuten schon 18:9 vorne lag. Eine Auszeit von Buducnost half nicht, Francis und Wood bauten die Serie auf 8:0 und die Führung auf 22:9 aus. Ein überlegenes erstes Viertel der Berliner endete 24:13 und vom in die NBA gedrafteten Vucevic war bislang noch gar nichts zu sehen.
Vucevics Backup Dubljevic machte aber ein besseres Spiel und war bisher einziger Aktivposten der Gäste. Er traf von der Dreierlinie oder unter dem Korb. In der Defense probierte es Gordon Herbert mit einigen Varianten, vorne lief es jedoch nicht mehr so rund. Über vier Minuten lang gelang ALBA kein Punkt mehr, während sich Podgorica übersteigende Intensität langsam heran arbeitete. Die Sicherheit der ersten Minuten war wie weggeblasen beim Hauptstadtteamund nach einem 0:12-Lauf stand es nur noch 31:30. Zwei Minuten vor der Halbzeit markierte Torin Francis von der Freiwurflinie endlich wieder Punkte für sein Team. Das hatte es vor allem Dashaun Wood, der noch zwei Dreier (einer davon ein irrer Buzzerbeater) markierte, zu verdanken, dass es zur Halbzeit wieder 39:32 führte.
Francis eröffnete die zweite Hälfte zwar erfolgreich zum 41:32, aber die Montenegriner brachten nun mehr Härte ins Spiel. Der quirlige Vitkovac setzte sich weiter am Korb durch und nun wurde auch Vucevic zum Faktor. Mit seinen „Rainbow-Shots“ brachte er sein Team auf drei Zähler heran. Bei ALBA war es in dieser Phase vor allem Marko Simonovic, der es gegen sein Ex-Team wissen wollte und beherzt zur Sache ging. Gemeinsam mit Torin Francis war er hauptverantwortlich dafür, dass sich die Berliner bis zum Viertelende wieder auf 60:51 absetzten.
Im Schlussviertel fanden die Albatrosse ihre Sicherheit im Abschluss endlich wieder. Sie hatten sich nun besser auf die harte Gangart von Buducnost eingestellt und setzten sich mit einer Punkteserie von Idbihi und Schaffartzik wieder etwas ab. Aber die Montenegrinier waren nicht komplett abzuschütteln. Auch wenn ALBA defensiv ackerte, fanden sie immer wieder Wege – zumeist unter dem Korb – zu punkten. Doch das Team von Gordon Herbert war nun angetrieben vom Publikum im Fluss und schraubte die Führung immer höher. Der Sieg war lange nicht mehr in Gefahr und so kam noch ein deutliches, für einen direkten Vergleich vielleicht sogar in der Höhe noch nützliches, 86:68 heraus.




