Kantersieg - Oldenburg ohne Chance in der o2 World
(6.11.) ALBA BERLIN hat die Spitzenbegegnung des 7. Spieltags der Beko BBL gegen Oldenburg am Sonntag in eigener Halle mit großer Deutlichkeit für sich entschieden. Mit 97:67 (höchster Saisonsieg) schossen die Albatrosse ihren Gegner förmlich aus der o2 World.
Bericht - Statistik - Highlights - o2 World TV - rbb Sportplatz - Pressekonferenz
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Schon im ersten Viertel legten die Berliner mit intensiver Verteidigungsarbeit, die die Oldenburger Protagonisten kaum zum Zug kommen ließ, und einem wahren Offensivfeuerwerk den Grundstein für ihren Erfolg. Dashaun Wood und Kyle Weaver, die beide mit Erkältungen fraglich gewesen waren, steuerten zusammen 25 Punkte zum 31:15-Vorsprung nach den ersten zehn Minuten bei. Bis zur Halbzeit baute das Team von Gordon Herbert die Führung auf 55:35 aus, so dass die Partie schon fast entschieden war. Da die Hauptstädter ihre Intensität weiter hochhielten, wurde am Ende auch noch der bisher höchste Saisonsieg daraus. 10.712 Zuschauer verbrachten die letzten Minuten stehend und gerieten spätestens als es Youngster Joey Ney in den letzten Sekunden per Dunking krachen ließ, richtig aus dem Häuschen.
In einem ausgeglichenen ALBA-Team war Kyle Weaver mit 17 Punkten, 4 Rebounds und 3 Assists Topscorer. Ebenfalls zweistellig scorten Dashaun Wood (16), Torin Francis (15), Heiko Schaffartzik (11) und Bryce Taylor (10). ALBA zwang die Gäste zu 21 Ballverlusten und gewann das Reboundduell 37:34. Bester Werfer der Oldenburger war Ex-Berliner Bobby Brown mit 15 Zählern.
Spielverlauf: ALBA legte gut los und ging gleich 5:0 in Führung. Konsequent attackierten die Albatrosse das Brett und zogen dort viele Fouls. Aber auch Oldenburg kam offensiv in die Gänge und hatte nach Punkten der Ex-Albatrosse Chubb und Brown in der vierten Minute erstmalig eine 12:9 Führung inne. Doch die Berliner steigerten sich in der Folge defensiv und legten über Fastbreaks aus Ballgewinnen und mit zwei Dreiern von Wood einen 14:0-Run zum 25:12 aufs Parkett. Die Albatrosse spielten wie entfesselt auf, verteidigten hart und bauten den Vorsprung bis zum Ende des Viertels auf 31:15 aus. Wood (15) und Weaver (11) hatten zusammen 25 der 31 Punkte erzielt.
Oldenburg kam gut ins zweite Viertel und zwang Gordon Herbert mit zwei schnellen Dreier unmittelbar zur Auszeit. Danach gewann sein Team die Kontrolle zurück und hielt die Baskets wieder einige Minuten punktlos. Vorne fiel nun ein Dreier nach dem anderen und ALBA zog wieder weit davon. In der 15. Minute durchbrach Heiko Schaffartzik erstmals die 20-Punkte-Marke (42:21). Bei Oldenburg lief nichts zusammen und ALBA ließ nicht nach. Zwischenzeitlich betrug die Führung sogar schon 25 Zähler. Mit einem kurzen Run kam Oldenburg wieder auf 16 Punkte ran, aber Torin Francis sicherte ALBA in den letzten Minuten einen 55:35-Halbzeit-Vorsprung.
Oldenburg eröffnete die Halbzeit mit Punkten von Burrell und Chubb, aber ALBA erstickte die Aufholjagd im Keim. Weaver, Allen und Francis schossen ihr Team wieder 61:39 in Front. Die Albatrosse hörten nicht auf, Gas zu geben und eroberten den Ball nun mehrfach noch in des Gegners Hälfte. Vorne lief es weiter rund, jeder ALBA-Spieler fügte sich nahtlos ein. Zwischenzeitlich ließen die Baskets immer mal ihre Klasse aufblitzen, aber gegen die gut eingestellte Berliner Defense war das zu wenig. ALBA beendete das Viertel mit 77:51.
Das Schlussviertel war für alle Beteiligten nur noch Schaulaufen. Baskets-Coach Krunic ließ jetzt vor allem den Nachwuchs ran und auch Gordon Herbert rotierte viel durch. Oldenburg unterliefen noch reichlich Fouls an den Berlinern, so dass sich der Abschnitt lange hinzog. Herbert nutzte die Zeit noch, um neue Defensivvarianten zu testen – an der Höhe des Sieges änderte das aber auch nichts mehr. Den krönenden Schlusspunkt setzte Youngster Joey Ney, der die letzten Punkte per Dunking markierte.
Stimmen zum Spiel
Predrag Krunic (Oldenburg):
Gratulation an ALBA zu einem hochverdienten Sieg. Wir haben das Spiel im ersten und zweiten Viertel bereits verloren. Unsere Ballverluste, die ALBA zu Fastbreaks genutzt hat, waren der Knackpunkt. Immer wenn wir drauf und dran waren, ins Spiel zurückzukommen, sind uns wieder Ballverluste unterlaufen.
Gordon Herbert (ALBA):
Ich bin zufrieden mit unserer Intensität heute. Wir haben gut gekämpft und haben es zusammen getan. Dashaun Wood und Kyle Weaver waren beide bis gestern krank und wir wussten nicht, ob sie überhaupt spielen können. Daher ist es umso bemerkenswerter, mit wie viel Herz sie ihr Team angeführt haben. Wir haben heute eine sehr gute Mannschaft geschlagen, aber das war nur ein Spiel und wir müssen uns weiter verbessern.




