Albatrosse landen deutlichen Auswärtssieg in Frankfurt
ALBA hat am Samstag Abend mit 83:57 einen deutlichen Erfolg bei den Fraport Skyliners Frankfurt eingefahren. An alter Wirkungsstätte avancierte Dashaun Wood mit 21 Punkten, 4 Rebounds und 3 Assists zum Topscorer einer einseitigen Partie.
Bericht - Statistik - Highlights - Interview Schaffartzik
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Auch ohne Bryce Taylor, der pausierte, um eine Schulterverletzung endgültig auszukurieren, gaben die Albatrosse in Frankfurt von Beginn an den Ton an. Gordon Herbert, letzte Saison noch Trainer am Main, sah wie ein weiterer Ex-Frankfurter, Dashaun Wood, gleich das Heft in die Hand nahm und mit seinem Team schon im zweiten Viertel das erste Mal mit 20 Punkten in Führung ging. Mit einer guten Mischung aus Teamplay und Einzelaktionen ließ ALBA gegen indisponierte Gastgeber bis zum Ende nichts mehr anbrennen.
Wood wurde Topscorer der Partie, er erzielte 21 Punkte, 4 Rebounds und 3 Assists. Ebenso auffällig agierte sein Point Guard-Kollege Heiko Schaffartzik mit 18 Zählern, 4 Assists und 3 Rebounds. Auch Derrick Allen und Sven Schultze punkteten zweistellig (je 10). Während die Albatrosse Frankfurt zu 18 Ballverlusten zwangen, begingen sie selbst nur 7 und gewannen auch das Reboundduell knapp 33:31.
Spielverlauf: Dashaun Wood brachte sein Team in der Anfangsphase schnell in die Gänge. Er machte viel Druck zum Korb und erzielte sechs der ersten acht Berliner Punkte zum 8:2. ALBA war wach in der Verteidigung und baute die Führung über Ballgewinne zügig auf 14:4 aus. Nach einer frühen Auszeit fanden die Gastgeber besser in die Partie. Die Albatrosse leisteten sich einige vergebene Korbleger und Fehlpässe und schon waren die Skyliners wieder auf 13:16 dran. Doch das Team von Gordon Herbert fing sich wieder, verteidigte wieder besser und begann nun auch aus der Distanz zu punkten. Ein 10:0-Lauf bis zur ersten Pause mit Dreiern von Schultze und Staiger erhöhte auf 26:13
ALBA blieb auch im zweiten Spielabschnitt vor allem offensiv gut im Fluss. Heiko Schaffartzik markierte Punkt um Punkt und der Vorsprung wuchs weiter. Zwar waren die Berliner hinten teils etwas nachlässig, aber das machte wenig den vorne spielten sie wie aus einem Guss. Sie hatten defensiv auch zumindest den Rebound unter Kontrolle, so dass Derrick Allen in der 16. Minute erstmals die 20-Punkte-Marke durchstieß: 42:21. Muli Katzurin versuchte es nun mit einer Zonenverteidigung, aber auch die zeigte wenig Wirkung. Bis zur Halbzeit bauten die Albatrosse die Führung auf 23 Zähler aus (49:26).
Nach dem Seitenwechsel bekamen die Zuschauer in der Ballsporthalle einen schwachen Start ins dritte Viertel zu sehen. Minutenlange brachten beide Teams kaum etwas Zählbares zustande, aber aus ALBA-Sicht kam es zumindest nicht zu einer Aufholjagd der Hausherren. Ab Mitte des Viertels fielen auch wieder mehr Punkte für die Berliner. Erneut tat sich dabei Heiko Schaffartzik mit kaltschnäuzigen Distanzwürfen hervor. Als Kyle Weaver in der 28. Minute mit einem Korbleger die 30-Punkte-Marke durchbrach, war die Partie endgültig gelaufen – eigentlich was sie das schon lange vorher. Das Viertel endete 63:36.
Im Schlussviertel konnten beide Coaches noch ein wenig experimentieren. Gordon Herbert versuchte vor allem, seinen Spieler Rhythmus zu geben, brachte aber natürlich auch Nachwuchsspieler Joey Ney zum Einsatz. Die Albatrosse lieferten noch einige schöne Passstaffeten ab, trafen aber nicht mehr so hochprozentig wie zuvor. Die letzten Minuten plätscherten schnell dahin. An dem großen Vorsprung änderte sich kaum noch etwas, auch weil Dashaun Wood noch den ein oder anderen verrückten Wurf versenkte.
Stimmen zum Spiel
Muli Katzurin (Frankfurt):
Gratulation an Berlin. Viele Dinge hätten geschehen müssen, damit wir heute gegen Berlin hätten gewinnen können. Dies ist nicht geschehen. Das Spiel war im Grunde nach dem ersten Viertel entschieden. Berlin hat einige verrückte Würfe getroffen und dadurch Selbstvertrauen getankt. Es gibt nichts Neues: Berlin gewinnt in Frankfurt. Wir hatten zwei sehr gute Trainingswochen, haben aber viele einfache Fehler gemacht und den Ball zu oft verloren. Unser Ziel muss es sein, uns Stück für Stück zu verbessern und Jermareo Davidson weiter zu integrieren. Es ist jetzt meine Aufgabe neue Ideen zu entwickeln, damit wir uns weiter verbessern.
Gordon Herbert (ALBA):
Mir hat die Intensität meiner Mannschaft sehr gefallen. Wir kamen durch unsere Verteidigung zu vielen einfachen Punkten. Das hat uns Selbstvertrauen und das Momentum gebracht. In der zweiten Halbzeit waren wir ein wenig unkonzentrierter, aber die erste Halbzeit war gut. Die Niederlage gegen Hagen war ein Weckruf für uns. Aber wir haben noch viel zu tun.


