Klarer Sieg gegen Tübingen zur Heimpremiere
(23.10.) ALBA hat sein erstes Bundesliga-Heimspiel der Saison am Sonntag Abend in der o2 World gegen die Walter Tigers Tübingen mit 76:56 gewonnen. Vor über 10.000 Zuschauern hatten die Gäste Vorsprünge der Albatrosse immer wieder aufgeholt.
Bericht - Statistik - Highlight-Video - Interviews o2 World TV
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Highlights ALBA - Tübingen
10.381 Zuschauer in der o2 World sahen ein Spiel, das von vielen Runs geprägt war. Beide Teams hatten immer wieder starke und schwache Phasen. Mehrfach setzten sie die Berliner auf über 12 Punkte ab, doch stets schlossen die Tübinger wieder auf. Im Schlussviertel machten die Albatrosse über harte Züge zum Korb und mit einer Serie von Dreipunktewürfe dem Hin und Her endgültig ein Ende und gewannen sogar noch fast zu deutlich. Die immer wieder auftretenden Schwächephasen im Angriff glich das Team von Gordon Herbert vor allem durch gute Reboundarbeit (17 Offensivrebounds. Reboundverhältnis 43:25) und viel Einsatz in der Defense wieder aus. Dabei begingen die Hauptstädter auch nur acht Ballverluste.
Von fünf Albatrossen im zweistelligen Punktebereich war Kyle Weaver mit 14 Zählern, 4 Rebounds und 3 Assists am erfolgreichsten. Bryce Taylor erzielte 13 Punkte, 6 Rebounds und 4 Assists. Auch Heiko Schaffartzik kam auf 13 Zähler (+ 5 Rebounds), während Derrick Allen 11 Punkte (+ 7 Rebounds) und Yassin Idbihi 10 Punkte (+ 8 Rebounds) beisteuerte. Bester Tübinger war Vaughn Duggins (18 Punkte), der mit seinen schnellen Distanzschüssen die ganze Zeit gefährlich blieb.
Spielverlauf: ALBA startete gut und ging nach Dreiern von Taylor und Weaver schnell 9:4 in Führung. Tübingen übte mit einer Ganzfeld-Zonenverteidigung viel Druck aus, konnte die Albatrosse damit aber offensiv selten aus dem Rhythmus bringen. Die Tigers fanden im Angriff ab Mitte des ersten Viertels besser in die Partie und verkürzten nach einigen Distanztreffern auf nur noch zwei Zähler Rückstand. ALBA arbeitete gut am offensiven Brett und setzte sich über viele Freiwürfe von Derrick Allen und einem Monsterdunk von Bryce Taylor wieder auf 18:10 ab. Doch in den letzten Minuten des Viertels musste das Team von Gordon Herbert einen 0:9-Lauf schlucken, der die Gäste sogar zum ersten Mal in Führung brachte. Mit der Sirene sorgte Dashaun Wood immerhin noch für einen knappen 20:19-Vorsprung zum Ende des Abschnitts.
Die Albatrosse starteten vor allem defensiv gut ins zweite Viertel. Fünf Minuten lang gelangen den Gästen nur zwei Punkte. ALBA traf vorne zwar auch nicht gerade hochprozentig, erkämpfte sich aber weiterhin über Offensivrebounds und Ballgewinne im Vorfeld zusätzlich Chancen. Als Tigers-Coach Perovic zur Auszeit rief, führten die Berliner 29:21. ALBA schien das Spiel zu kontrollieren, doch Tübignens Scharfschütze Duggins blieb immer gefährlich und verhinderter Schlimmeres für sein Team. Trotzdem brachte Bryce Taylor die Führung nach einem weiteren Offensivrebound erstmals in den zweistelligen Bereich. In den letzten beiden Minuten brachten die Albatrosse allerdings keine Punkte mehr zu Stande, so dass die Tigers bis zur Kabinenpause noch bis auf 30:37 aufschlossen.
Tübingens Bester, Vaughn Duggins, netzte gleich zu Beginn der Halbzeit den nächsten Wurf ein, doch anschließend standen die Hauptstädter wieder gut in der Defense. Innerhalb von vier Minuten legten sie einen 11:2-Run aufs Parkett, der für die bis dato höchste Führung von 48:34 sorgte. ALBA kontrollierte weiter den Rebound, ließ aber nun vorne zu viele mögliche Punkte liegen, so dass die Tübinger erneut aufschlossen. Die Albatrosse waren plötzlich völlig von der Rolle, ließen die Gäste zu einfachen Punkten kommen und fanden kein Mittel mehr gegen die Zonenverteidigung der Tigers. Anderthalb Minuten vor der letzten Viertelpause stand es nur noch 49:47, ALBA hatte einen 1:13-Lauf kassiert. Nach zwei Freiwürfen von Idbihi ging es mit 55:51 ins Schlussviertel.
Den Albatrossen fiel weiterhin zu wenig ein gegen die Zone der Gäste. Dreier um Dreier verfehlte sein Ziel. Nur über Freiwürfe und dank ihrer eigenen Verteidigung bewahrte sich das Team von Gordon Herbert seine knappe Führung. Ein unsportliches Foul von Radinovic, für den die Partie wenig später auch beendet war, schien jedoch in der 33. Minute der Knackpunkt zu sein, der das Spiel endlich zu Gunsten der Albatrosse kippen ließ. ALBA attackierte nun wieder besser das Brett und fand dadurch auch die Treffsicherheit aus der Distanz zurück. Großen Anteil dran, dass sich die Albatrosse bis vier Minuten vor Schluss wieder auf 67:54 absetzten, war Heiko Schaffartzik, der in dieser spielentscheidenden Phase drei Dreipunktewürfe versenkte. Der Widerstand der Gäste war nun endlich gebrochen, so dass die Berliner in den letzten Minuten den Vorsprung ungefährdet noch bis auf 20 Punkte ausbauten.
Stimmen zum Spiel
20 Punkte Vorsprung sprechen natürlich für sich. ALBA war heute besser, vor allem zu Beginn und am Ende. Trotzdem waren wir im Spiel. Aber ich glaube, meine Spieler haben die Chance nicht richtig realisiert. ALBA hat uns mit den Offensivrebounds sehr weh getan. Am Ende hatten sie fast 20 Rebounds mehr als wir. Wir waren außerdem nicht aggressiv genug, was nur sieben Freiwürfe belegen.
Gordon Herbert (ALBA):
Das Spiel war knapper, als das Ergebnis vermuten lässt. Wir haben mehrfach mit zwölf Punkten geführt, aber Tübingen hat sich immer wieder rangekämpft. Ich bin nicht zufrieden, mit der Art und Weise wie wir Basketball gespielt haben, aber ich bin sehr zufrieden mit unserem Einsatz. Wir haben noch viel Arbeit vor uns, doch die Fortschritte werden sich viel schneller einstellen, wenn der Einsatz so stimmt wie heute. Bedanken möchte ich mich bei unseren Fans, die uns heute in guten und in schlechten Phasen toll unterstützt haben.



