ALBA erobert Führung in Frankfurt zurück
(25.5.) ALBA BERLIN hat glänzend auf die Niederlage am Samstag reagiert und die Skyliners Frankfurt im dritten Halbfinale in eigener Halle mit 68:52 bezwungen. Vor allem in der Defensive leistete das Team von Muli Katzurin ganze Arbeit und hat nun eine 2:1 Führung in der Serie inne.
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Nach der ärgerlichen Niederlage im zweiten Halbfinale in der o2 World am vergangenen Samstag, in der die Albatrosse im Schlussviertel nach einer 11-Punkte-Führung noch komplett eingebrochen waren, zeigten sie am Mittwoch in Frankfurt gleich, dass sie es nicht wieder so weit kommen lassen wollten. Von Anfang bis Ende hochkonzentriert in der Defense, ließen sie Frankfurt vor eigenem Publikum in keiner Minute ins Spiel kommen. Auch wenn es vorne phasenweise nicht so rund lief, wurde dies in der variablen und harten Verteidigung, mit der DaShaun Wood bei 10 Punkten gehalten wurde, wieder aufgefangen. Schon ab Mitte des dritten Viertels bestand kein Zweifel mehr am ALBA-Sieg. Alle drei Spiele der Serie sind somit bisher mit einen Auswärtssieg geendet – eine Statistik, die die Berliner am Sonntag gerne ändern möchten. Dann haben sie in der o2 World ab 18 Uhr nämlich die Chance, mit einem Sieg ins Finale um die deutsche Meisterschaft einzuziehen. Der Ticketvorverkauf für die Partie ist bereits im vollen Gange. Tickets >>
Die Albatrosse agierten in Frankfurt sehr ausgeglichen als Team und entsprechend verteilten sich auch die Punkte: Einzig Yassin Idbihi (14 Zähler, 5 Rebound, 3 Assists) und Tadjia Dragicevic (10 + 5 Rebounds) scorten zweistellig. Von der Bank kam viel Energie ins Spiel, zum Beispiel durch Heiko Schaffartzik (9 Punkte, 3 Rebounds, 3 Assists) oder Lucca Staiger (4 Punkte, 4 Rebounds), die auch defensiv überzeugten. Bryce Taylor fischte stolze 9 Rebounds vom Brett und erzielte dazu 5 Zähler. Bei den Skyliners kamen als beste Punktesammler nur Wood und Nolte auf je 10 Punkte, richtig offensiv zur Entfaltung kam aber eigentlich kein Frankfurter Spieler. Zwar holten beide Team gleich viele Rebounds (37), aber die unterirdischen Quoten der Gastgeber (11/34 2er, 3/21 3er) geben Aufschluss über die Deutlichkeit der Niederlage.
Spielverlauf: Die Albatrosse begannen defensiv sehr wachsam, konnten aber aus den zahlreichen Skyliners-Fehlwürfen vorne zunächst nur wenig Kapital schlagen. Nach fünf gespielten Minuten stand es gerade mal 6:4 für ALBA. Beide Teams bekleckerten sich im Abschluss nicht mit Ruhm, kaum ein Wurf fand sein Ziel. Die Berliner ließen zu viele Offensivrebounds zu, schafften es danach aber, einfache Körbe der Gastgeber zu verhindern. Nachdem Frankfurt mit Schwächen an der Freiwurflinie zum 6:6 ausgeglichen hatten, starteten die Albatrosse einen schnellen 9:0-Run zum 15:6. Großen Anteil dran hatte Heiko Schaffartzik mit einem Dreipunktspiel und einem Dreier aus der Ecke. ALBA hielt die Hessen defensiv weiter gut in Schach, die zwar dann doch einmal von außen durch Wood punkteten, aber mit einem 10:17-Rückstand in die Viertelpause gehen mussten.
Die Albatrosse machten vor allem in der Verteidigung dort weiter, wo sie aufgehört hatten. Mehrmals waren den Gastgebern nun schon die 24 Sekunden für ihre Angriffszeit abgelaufen und ALBA zog vorne immer weiter davon. Vor allem die eingewechselten Schaffartzik und Staiger sowie der gewohnt starke Idbihi setzten dabei die Akzente. Frankfurt kam minutenlang gar nicht mehr zu Punkten gegen die ständig zwischen Mann- und Zonenvarianten wechselnde ALBA-Defense. Auch DaShaun Wood trat kaum in Erscheinung, markierte aber trotzdem noch die letzten Punkte der Halbzeit zum 18:36. ALBA hatte den zweiten Abschnitt mit 19:8 gewonnen.
Die Berliner kamen hellwach aus der Kabine. Weiterhin mit starker Defense und vorne über die Langen Dragicevic und Idbihi setzten sie sich blitzschnell weiter auf 43:18 ab. Doch als Frankfurt mit fünf schnellen Punkten von Robertson und Wood wieder auf 20 Zähler heran kam, nahm Muli Katzurin sofort eine Auszeit. Bei ALBA lief es nun vorne nicht mehr so rund, teilweise wurde es zu sehr erzwungen. Doch hinten wurden die Fehler wieder ausgeglichen, so dass Frankfurt nicht nennenswert verkürzen konnte. In den letzten anderthalb Minuten baute das Team von Muli Katzurin den Vorsprung sogar noch 50:28 aus.
Mit vier Punkten durch McElroy und Allen zum Auftakt des Schlussviertels stellten die Albatrosse gleich klar, dass sie nicht daran dachten, noch einmal so einzubrechen wie im vorangegangenen Spiel. In der 33. Minute, nachdem Bryce Taylor mit einigen Offensivrebounds bis auf 58:31 erhöht hatte, war klar, dass diese Partie nicht mehr verloren gehen würde. Bis zum Siegesjubel mussten die Hauptstädter zwar noch lange warten, da erst einmal noch reichlich Freiwürfe geworfen wurden. Doch nach sieben zähen Minuten, die durch einen Monsterdunk von Taylor doch noch ansehnlicher wurden, war es endlich vollbracht und die 2:1-Führung unter Dach und Fach.
Stimmen zum Spiel
Gordon Herbert (Frankfurt):
Gratulation an Berlin. Sie waren sehr aggressiv und haben das Spiel diktiert. Ihr Wille und ihre Energie waren heute deutlich höher als bei uns. Sie haben das Spiel dominiert, dass muss man anerkennen.
Muli Katzurin (ALBA):
Wir haben sehr gut in der Verteidigung angefangen und dadurch viel Selbstvertrauen für das restliche Spiel gewonnen. Es ist nie leicht in Frankfurt zu gewinnen. Wir haben heute besser gespielt als beim letzten Spiel in Berlin. Es war eine gute Mannschaftsleistung, viele Spieler konnten Minuten sammeln. Das war wichtig für uns.


