ALBA stürmt mit 99:68 in Spiel 5 gegen Oldenburg ins Halbfinale
(15.5.) Dank eines dominanten Auftritts im alles entscheidenden fünften Spiel gegen Oldenburg haben die Albatrosse das Playoff-Halbfinale erreicht. Mit 99:68 wurden die Niedersachsen am Sonntag vor über 13.500 Zuschauern in der o2 World auf die Heimreise geschickt.
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Nach einem ausgeglichenen und umkämpften ersten Viertel in diesem Alles-oder-Nichts-Spiel drehten die Albatrosse im zweiten Abschnitt mächtig auf. Mit vielen Ballgewinnen aus ihrer druckvollen Verteidigung über das ganze Feld und vorne angeführt von Julius Jenkins (15 Punkte zur Pause) sorgte ALBA mit dem 50:32 zur Halbzeit schon fast für die Vorentscheidung. Das Team von Muli Katzurin bleib auch in Hälfte zwei konzentriert und zeigte weiterhin den deutlich größeren Willen zum Sieg, so dass die 13.525 Zuschauer in der o2 World schon früh mit La-Ola-Wellen den 3:2-Seriensieg und Halbfinal-Einzug feiern konnten. Nach der Partie ließ es sich Berlins regierender Bürgermeister Klaus Wowereit, der die Albatrosse das ganz Spiel über begeistert angefeuert hatte, nicht nehmen, dem Team persönlich in der Kabine zu gratulieren.
Im Halbfinale treffen die Hauptstädter nun auf die Skyliners Frankfurt, die in ihrer Viertelfinalserie Göttingen 3:0 ausschalteten. Los geht es schon am Mittwoch mit dem ersten Halbfinale in der Frankfurter Ballsporthalle, zu dem der Fanclub ALBA-TROSS wie gewohnt eine Busfahrt anbietet. Das erste Heimspiel der Serie (Halbfinale 2) findet am Samstag, den 21.5. um 17 Uhr in der o2 World statt.
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Zum fünften Mal in Folge war Julius Jenkins mit 19 Zählern Berliner Topscorer. Kurz darauf folgte ein glänzend aufgelegter Bryce Taylor mit 17 Punkten und 4 Rebounds. Ebenfalls zweistellig scorten Miroslav Raduljica (12 + 7 Rebounds) sowie Taylor Rochestie (11) und Derrick Allen, die beide rechtzeitig ihre Formkrise überwunden hatten. Vor dem Spiel hatte Assistenztrainer Konstantin Lwowsky auf dem Video-Cube den Rebound zum Schlüssel zum Sieg erklärt und sein Team hatte anscheinend gut zugehört: Mit 38:29 wurden die Bretter beherscht. In einem ausgelaugt wirkenden Oldenburger Team punkteten einzig Gill (15) und Paulding (13) zweistellig.
Spielverlauf: Von Beginn an sahen die Zuschauer ein intensives Spiel. Oldenburg führte erst knapp, aber denn setzte sich ALBA mit Fastbreak-Basketball und Ballgewinnen aus Ganzfeld-Druck 8:5 ab. Während zwei Minuten lang nur Baynes mit zwei Freiwürfen für Oldenburg erfolgreich war, zog ALBA über Julius Jenkins und Derrick Allen, der um jeden Ball kämpfte, auf 15:9 davon. Bryce Taylor musste mit zwei Fouls früh auf die Bank und prompt glich sein Gegenspieler Paulding mit einem Dreipunktspiel sowie von der Dreierlinie wieder zum 15:15 aus. Raduljica und Jenkins schossen ALBA kurz vor der Viertelpause wieder mit vier in Front, doch erneut war es Paulding, der per Dreier den Anschluss herstellte. Den spektakulären Schlusspunkt der ersten 10 Minuten setzte jedoch Miroslav Raduljica, der nach Offensivrebound einen Buzzer-Hakenwurf zum 22:19 verwandelte.
In den ersten Minuten des zweiten Abschnitts legten die Albatrosse noch eine Schippe drauf in der Defense. Mit viel Druck eroberten sie Ball um Ball und hatten vorne in Raduljica einen kaum zu stoppenden Finisher. Sechs Zähler in Folge von ihm und ein Dreier von Schaffartzik bedeuteten das 31:21 nach 13 Minuten. Stevic traf einen Freiwurf, aber Dragicevic mit einem Dunk ins Gesicht von Stevic und McElroy mit zwei Freiwürfen bauten die Serie auf 13:1 und den Vorsprung auf 35:22 aus. Langsam fingen sich die Oldenburger wieder und verkürzten mit Dreiern von Lukauskis und Gill wieder auf sieben Zähler. Doch denn lief Julius Jenkins (15 Punkten in den ersten 20 Minuten) heiß und brachte ALBA mit acht Zählern in Folge wieder 42:30 in Front. Die Berliner hatten endlich ihr Händchen von der Dreierlinie gefunden und setzten sich aus immer noch bärenstarker Verteidigung mit viel umjubelten Distanztreffern von Dragicevic und Taylor bis zur Halbzeit auf 50:32 ab.
Zurück auf dem Parkett hatten die Albatrosse etwas von ihrem Biss in der Verteidigung verloren. Oldenburg kam gleich in Fahrt und war nach Dreiern von Lukauskis und Bogdanovic auf 14 Punkte (41:56) dran. Offensiv lief es aber weiter gut bei den Berliner, bei denen nun Bryce Taylor richtig aufdrehte und mit zahlreichen erfolgreichen Freiwürfen das Polster wieder ausbaute. Bei den Baskets wuchsen die Foulprobleme: Sowohl Baynes also auch Gill kassierten ihre vierte Verwarnung - Lukauskis war mit drei Fouls unterwegs. ALBA behielt die Kontrolle und hatte den Vorsprung zum Viertelende mit 74:52 sogar noch um vier Zähler erhöht.
Mit Anbruch der letzten zehn Minuten war die Partie längst entschieden. Die Oldenburger hatten aufgegeben und auch die Albatrosse waren sich ihrer Sache nun sicher. So konnten beide Coaches viel durchwechseln und alle Spieler einsetzen. Die Fans feierten derweil schon mit La-Ola das Halbfinale und ihr Team. Den Schlusspunkt setzte schließlich Taylor Rochestie mit dem „Beinahe-Hunderter“ zum 99:68.
Stimmen zum Spiel
Predrag Krunic (Oldenburg)
ALBA war heute besser und hat verdient gewonnen. Sie haben besser gereboundet, während wir nicht so aggressiv in der Verteidigung waren, wie man sein muss, um gegen diese starke Mannschaft zu gewinnen. Trotzdem hat mein Team alles gegeben und gekämpft. Ich wünsche ALBA viel Glück im Halbfinale.
Muli Katzurin (ALBA)
Ich habe vor diesem Spiel mit meinen Spieler viel über die Defense gesprochen und sie haben die entsprechende Reaktion gezeigt. Wir haben Oldenburg heute einfach gestoppt. Unsere Verteidigung hat uns offene Würfe und Fastbreaks und damit auch Selbstvertrauen gegeben. Ich muss aber auch noch einmal Oldenburg Respekt zollen: Sie haben 0:2 zurückgelegen und uns wieder in die Ecke gedrängt. Das war eine exzellente Viertelfinalserie. Vielen Dank an unsere Fans die uns hier zuhause und auch in Oldenburg großartig unterstützt haben.


