Playoff-Generalprobe erfolgreich / Viertelfinal-Gegner Oldenburg
(23.4.) In einem für beide Teams im Ergebnis unwichtigen Spiel besiegte ALBA BERLIN die Walter Tigers Tübingen am letzten Spieltag der Punktrunde mit 88:76. Im Playoff-Viertelfinale, das am kommenden Samstag beginnt, trifft das Team von Muli Katzurin nun auf die EWE Baskets.
Highlights ALBA - Tübingen
Zur Statistik >>
Die Tigers zeigten gleich, dass sie trotz bedeutungslosen Ausgangs (ALBA sicher auf Platz 3, Tübingen weder mit Playoffs oder Abstieg beschäftigt) nichts zu verschenken hatten in der o2 World. Sie spielten hart und stellten ALBA mit ihrer Zonenverteidigung lange vor Probleme. Erst ab dem dritten Viertel, als die Albatrosse immer mehr Spielfreude entwickelten, kippte die Partie.
Nun bleibt Muli Katzurin eine Woche Zeit, um sein Team auf den harten Brocken Oldenburg im Viertelfinale (Tickets >>) vorzubereiten. Die Playoff-Serie beginnt am Samstag (alle Termine: www.albaberlin.de/spielplan). Die weiteren Viertelfinal-Paarungen lauten: Bamberg – Bremerhaven, Frankfurt – Göttingen und Quakenbrück – Braunschweig. Der MBC und Düsseldorf sind derweil abgestiegen.
ALBAs Topscorer war Miroslav Raduljica mit 23 Punkten und 8 Rebounds. Im folgten in der Scorerliste eine ausgeglichenen Teams Derrick Allen (14) und Julius Jenkins (10). Tadija Dragicevic und Yassin Idbihi kamen auf je 9 Zähler. Tübingen wurde fast alleinig von einem Trio getragen: Kashirov (20 Punkte, 7 Rebounds), Watts (17 und 8) und Ratkovica (14 und 9 Assists) waren die mit Abstand auffälligsten Gäste.
Spielverlauf: Tübingen startete sehr motiviert und erarbeitete sich schnell einen kleinen Vorsprung. Für ALBA lief es offensiv über Raduljica und Allen zunächst noch ganz gut, aber die Innenspieler der Tigers waren noch deutlich effektiver und brachten die Gäste nach fünf Minuten mit 16:9 in Führung. ALBA machte es ihnen in er Defense auch oft sehr leicht. Nach einer Auszeit von Muli Katzurin änderte sich die Intensität. Mit einer 9:0-Serie sorgten die beiden eingewechselten Idbihi und Dragicevic wieder für einen 18:16-Vorsprung. In den letzten beiden Minuten des Viertels passierte leider nicht mehr viel Produktives, so dass es mit einem 18:18 in die erste Pause ging.
Ratkovica schoss Tübingen im zweiten Viertel per Dreier gleich wieder in Front, doch Staiger konterte umgehend aus der selben Distanz. ALBA tat sich gegen die knochenharte Zonenverteidigung der Tigers weiterhin schwer, hatte aber dafür selbst defensiv ordentlich zugelegt. Minutenlang hielt das Bollwerk ohne einen einzigen Tübinger Gegenpunkt, so dass sich die Albatrosse langsam, aber Stück für Stück, absetzten. Die Hauptstädter ließen den Ball gegen die Zonendefense lange und geduldig zirkulieren, trafen aber nicht allzu hochprozentig die resultierenden freien Würfe. In der 27. Minute schossen Raduljica und Schaffartzik die Berliner trotzdem mit 32:26 in Führung. Die Tigers waren über die üblichen Verdächtigen Kashirov, Ratkovica und Watts schließlich auch wieder vorne erfolgreich, konnten aber nicht verhindern, dass ALBA nach Freiwürfen von Jenkins mit einem 40:33 in die Kabine ging.
Die Berliner kamen gut aus der Kabine und machten da weiter wo sie aufgehört hatten. Zwar hielten Watts und Kashirov mit Einzelaktionen noch dagegen, aber bei ALBA lief es offensiv immer besser. Mit vielen Fastbreaks zogen sie auf 53:39 davon. Als in der 26. Minute schließlich Bryce Taylor auf Anspiel von Julius Jenkins einen irrsinnig hohen Alley-Oop einstopfte, riss es erstmalig auch alle Zuschauer von den Sitzen. Die Albatrosse entwickelten immer mehr Spielspaß und behaupteten bis zum Viertelende eine 66:50-Führung.
Auch wenn der Vorsprung nicht allzu groß war, bestanden zu Beginn der Schlussabschnitts kaum noch Zweifel am ALBA-Sieg. Beide Teams spielten hart weiter, es sollte aufgrund vieler Freiwürfe noch lange dauern, bis die Partie zu Ende ging. Weiter als bis auf 12 Punkte kamen die Tigers einfach nicht mehr heran, auch wenn Watts und Kashirov ihren Berliner Gegenspielern weiter Rätsel aufgaben.
Stimmen zum Spiel
Igor Perovic (Tübingen)
Glückwunsch an Muli und sein Team, sie haben verdient gewonnen. ALBA ist die bessere Mannschaft und zuhause sind sie natürlich besonders schwer zu schlagen. Ich möchte meinen Spielern vor allem für eine gute Saison danken. Ich habe einen Mannschaft mit viel Charakter beisammen und es war mir eine große Freude, mit allen zusammenzuarbeiten. ALBA wünsche ich viel Erfolg für den Rest der Saison.
Muli Katzurin (ALBA)
Zunächst muss ich Tübingen meinen Respekt aussprechen. Schon länger geht es für sie um nichts mehr, aber sie haben jedes Spiel weiterhin hart gespielt. Wir waren heute nicht konzentriert genug. Wir hatten auch viele gute Momente, aber es fehlte zu oft der Fokus, so dass wir zu viele einfach Körbe hinnehmen mussten. Ich habe versucht, allen Spielern Minuten zu geben und am Ende ist für uns wichtig, dass wir gewonnen haben.


