Albatrosse erobern mit Gala-Sieg im Artland den dritten Platz
(7.4.) Mit einem eindrucksvollen 95:78 hat ALBA am Donnerstag das Spiel um den 3. Platz nach der Hauptrunde bei den Artland Dragons für sich entschieden. Auch ohne den verletzten McElroy überholten die Albatrosse Quakenbrück und qualifizierten sich dabei für die Playoffs.
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Die Vorzeichen vor dem Spiel waren andere. In den bisherigen beiden Saisonbegegnungen im Pokal und im Hinspiel in der o2 World hatten die Albatrosse jeweils mit vier Zählern verloren. Außerdem gingen die Dragons mit fünf Liga-Siegen in Serie in die Partie. Um so beeindruckender war es, mit welcher Deutlichkeit sich die Berliner in Quakenbrück im Duell der vorher in der Tabelle punktgleichen Kontrahenten durchsetzten. Mit einem Sieg Vorsprung und dem direkten Vergleich in der Tasche ist ALBA nun an den Niedersachsen vorbei auf Platz drei gezogen und hat gute Aussichten, diese Position in den verbleibenden vier Partien bis zu den Playoffs zu verteidigen. Für diese Endrunde ist das Team von Muli Katzurin mit dem Sieg nun auch endgültig qualifiziert.
Von Beginn an zeigten die Albatrosse großen Willen zum Tempospiel und große Lust am Spiel (26 Assists in einem Auswärtsspiel verbildlichen das). Im Angriff wurde schnell und effektiv attackiert, während das Tempo der Hausherren durch Ganzfeld-Druck in der Defense erfolgreich kontrolliert wurde. Mit einem wichtigen 14:2-Lauf im zweiten Viertel setzen sich die Hauptstädter erstmals ab und gingen mit 49:39 in die Halbzeitpause. Nach dem Seitenwechsel versuchten die Dragons viel, aber ALBA fand immer ein Antwort und verteidigte seinen Vorsprung. Als auch das Umstellen auf Zonenverteidigung von Artland-Coach Stefan Koch nichts bewirkte, wurden die Gastgeber immer frustrierter – die Ideen gingen aus. Den Sieg im letzten Viertel unter Dach und Fach zu bringen, wobei die Berliner sogar bis zu 26 Punkte in Führung gingen, war dann fast nur noch Formsache.
Der Ausfall von Leistungsträger Immanuel McElroy (Rückenprobleme) wurde gut kompensiert. Lucca Staiger machte dabei einen guten Job. Offensiv trat er nicht groß in Erscheinung, stand aber sicher und engagiert in der Verteidigung. Nicht stoppen konnten die Quakenbrück Miroslav Raduljica, der 20 Punkte und 5 Rebounds markierte. Ebenfalls auf 20 Zähler kam Bryce Taylor, der dazu 5 Assists und 4 Rebounds erzielte. Julius Jenkins steuerte 19 Punkte bei, während Taylor Rochestie, der als Denker und Lenker seines Teams zahlreiche Akzente setzte, 12 Punkte, 4 Rebounds und bärenstarke 12 Korbvorlagen auflegte. Das Reboundduell gewann ALBA knapp 33:29 und leistete sich weniger Ballverluste als die Gastgeber (11:15). Bei den Dragons überzeugte vor allem Nathan Peavy mit 19 Punkten. Tyrese Rice markierte zwar 17 Zähler und 6 Assists, vermochte gegen ALBAs Ganzfeld-Druck aber nicht ausreichend, seine Mitspieler in Szene zu setzen und das Spiel zu kontrollieren.
Spielverlauf: Über Miroslav Raduljica kam ALBA unter dem Brett gut ins Spiel. Er war von den Dragons nicht zu halten und erzielte sechs Punkte der Berliner 8:3-Führung nach zwei Minuten. In Folge versuchten es die Albatrosse zunächst ohne Erfolg aus der Dreipunktedistanz, wodurch die Quakenbrücker mit Zählern von Rice, Kurz und Bailey ihrerseits 11:8 in Front gingen. Von außen wollte nichts fallen, aber der eingewechselte Yassin Idbihi hielt sein Team mit viel Einsatz am Brett im Spiel. Beim Stand von 16:13 für die Gastgeber fand endlich der erste ALBA-Dreier durch Julius Jenkins sein Ziel, der im Folgeangriff gleich den nächsten Treffer „von Downtown“ nachlegte – 19:16. Strasser und Peavy schlossen für ihr Team immer wieder auf, doch der nun aufdrehende Jenkins und Yassin Idbihi sorgten dafür, dass die Distanz beim 25:22 zum Viertelende weiter Bestand hatte.
Zu Beginn des zweiten Abschnitts brachte Sven Schultze sein Team noch mit einem Dreier 28:24 in Führung, doch danach wurden die Albatrosse nachlässig. Vier Ballverluste in Serie (Fehlpässe, Rückspiel, Offensivfoul) gaben den Dragons die Gelegenheit, über Fenn und Strasser auf 31:28 vorzulegen. Muli Katzurin rüttelte sein Team in einer Auszeit wieder wach, das in Person von Bryce Taylor per Dreier gleich wieder den Ausgleich herstellte. Nun provozierten die Berliner erfolgreich Ballverluste beim Gegner und gewannen immer mehr Kontrolle über das Geschehen. Bis zur 18. Minute hatten sie mit tollem Tempospiel einen 14:2-Lauf zum 42:33 aufs Parkett der Artland Arena gelegt. Mit guten Penetrationen zum Korb erspielten sie sich Freiwürfe oder fanden den freien Mitspieler unter dem Korb. Gute eine Minute vor der Halbzeit verkürzte Fenn zwar nochmals zum 39:44, doch Rochestie machte ALBAs Vorsprung mit einem Dreier sowie einem Jumpshot nach Steal von Derrick Allen in den letzten 60 Sekunden sogar erstmalig zweistellig (49:39).
Nach dem Seitenwechsel erhöhte Jenkins per Layup gleich auf 51:39, aber sein Team geriet nun in Foultrouble. Raduljica, Dragicevic und kurz darauf Idbihi holten sich je ihr drittes Foul ab. Die Quakenbrücker probierten alles und kamen immer wieder auf zehn Zähler heran. Doch jedes Mal antworteten die Berliner. Vor allem Nathan Peavy fand viele Wege, gegen ALBA zu punkten, aber als das ALBA-Polster aufgrund guter Offensivaktionen von Taylor und Jenkins immer noch nicht weiter schmolz, wurden die Hausherren langsam frustriert. Eine erstmalig Umstellung auf Zonenverteidigung, was ALBA im letzten Spiel gegen Bamberg noch aus dem Rhythmus gebracht hatte, brachte auch keine Veränderung. Jenkins netzte dagegen sofort für Drei und Derrick spielte die Zone mit cleveren Anspielen effektiv aus, so dass ihr Team mit einem 73:61 in die letzten zehn Minuten gehen konnte.
In den Schlussabschnitt starteten die Albatrosse, die sich durch ihre Foulprobleme nicht aus dem Konzept bringen ließen, noch mal furios, gegen einen Gegner, der aber immer mehr merkte, dass heute nichts mehr zu holen war. Während den Dragons zwei Minuten kein Korb erlaubt wurde schraubten Raduljica, Rochestie und Jenkins den Vorsprung blitzschnell auf 81:61. Peavy stemmte sich noch mal mit aller Kraft dagegen, aber die Albatrosse punkteten weiter nach Belieben und erhöhten ihren Vorsprung in der 26. Minute sogar bis auf 26 Punkte (90:64). In den letzten Minuten gelang es den Quakenbrückern noch, das Ergebnis etwas knapper zu gestallten – der ALBA-Sieg und auch der direkte Vergleich gerieten aber nie in Gefahr.
Stefan Koch (Artland):
Was wir heute in den Bereichen Intensität, Aufmerksamkeit und Kommunikation gezeigt haben, war der Bedeutung dieses Ereignisses nicht angemessen und deutlich zu wenig. Gegen ALBA kann man verlieren, aber nicht so wie wir heute. Wir waren hinsichtlich des Einsatzes und der Energie unterlegen. ALBA hat 57 Prozent aus dem Feld getroffen, was sicherlich auch an den vielen Punkten aus Schnellangriffen lag. Wir haben den Fast-Break nicht verteidigt und waren diese Saison zum ersten Mal gegen ALBA beim Rebound unterlegen. Wir waren einfach nicht gut genug und müssen am Sonntag gegen den MBC ganz anders auftreten.
Muli Katzurin (ALBA):
Das war ein guter Sieg für uns, die meisten meiner Spieler haben gut gespielt. Das ist bemerkenswert, denn Artland ist ein sehr gutes Team. Wir haben heute ohne McElroy gespielt, der ein sehr wichtiger Spieler in unserer Verteidigung ist. Aber andere Spieler sind für ihn in die Bresche gesprungen und haben seine Arbeit erledigt.
Die Vorzeichen vor dem Spiel waren andere. In den bisherigen beiden Saisonbegegnungen im Pokal und im Hinspiel in der o2 World hatten die Albatrosse jeweils mit vier Zählern verloren. Außerdem gingen die Dragons mit fünf Liga-Siegen in Serie in die Partie. Um so beeindruckender war es, mit welcher Deutlichkeit sich die Berliner in Quakenbrück im Duell der vorher in der Tabelle punktgleichen Kontrahenten durchsetzten. Mit einem Sieg Vorsprung und dem direkten Vergleich in der Tasche ist ALBA nun an den Niedersachsen vorbei auf Platz drei gezogen und hat gute Aussichten, diese Position in den verbleibenden vier Partien bis zu den Playoffs zu verteidigen. Für diese Endrunde ist das Team von Muli Katzurin mit dem Sieg nun auch endgültig qualifiziert.
Von Beginn an zeigten die Albatrosse großen Willen zum Tempospiel und große Lust am Spiel (26 Assists in einem Auswärtsspiel verbildlichen das). Im Angriff wurde schnell und effektiv attackiert, während das Tempo der Hausherren durch Ganzfeld-Druck in der Defense erfolgreich kontrolliert wurde. Mit einem wichtigen 14:2-Lauf im zweiten Viertel setzen sich die Hauptstädter erstmals ab und gingen mit 49:39 in die Halbzeitpause. Nach dem Seitenwechsel versuchten die Dragons viel, aber ALBA fand immer ein Antwort und verteidigte seinen Vorsprung. Als auch das Umstellen auf Zonenverteidigung von Artland-Coach Stefan Koch nichts bewirkte, wurden die Gastgeber immer frustrierter – die Ideen gingen aus. Den Sieg im letzten Viertel unter Dach und Fach zu bringen, wobei die Berliner sogar bis zu 26 Punkte in Führung gingen, war dann fast nur noch Formsache.
Der Ausfall von Leistungsträger Immanuel McElroy (Rückenprobleme) wurde gut kompensiert. Lucca Staiger machte dabei einen guten Job. Offensiv trat er nicht groß in Erscheinung, stand aber sicher und engagiert in der Verteidigung. Nicht stoppen konnten die Quakenbrück Miroslav Raduljica, der 20 Punkte und 5 Rebounds markierte. Ebenfalls auf 20 Zähler kam Bryce Taylor, der dazu 5 Assists und 4 Rebounds erzielte. Julius Jenkins steuerte 19 Punkte bei, während Taylor Rochestie, der als Denker und Lenker seines Teams zahlreiche Akzente setzte, 12 Punkte, 4 Rebounds und bärenstarke 12 Korbvorlagen auflegte. Das Reboundduell gewann ALBA knapp 33:29 und leistete sich weniger Ballverluste als die Gastgeber (11:15). Bei den Dragons überzeugte vor allem Nathan Peavy mit 19 Punkten. Tyrese Rice markierte zwar 17 Zähler und 6 Assists, vermochte gegen ALBAs Ganzfeld-Druck aber nicht ausreichend, seine Mitspieler in Szene zu setzen und das Spiel zu kontrollieren.
Spielverlauf: Über Miroslav Raduljica kam ALBA unter dem Brett gut ins Spiel. Er war von den Dragons nicht zu halten und erzielte sechs Punkte der Berliner 8:3-Führung nach zwei Minuten. In Folge versuchten es die Albatrosse zunächst ohne Erfolg aus der Dreipunktedistanz, wodurch die Quakenbrücker mit Zählern von Rice, Kurz und Bailey ihrerseits 11:8 in Front gingen. Von außen wollte nichts fallen, aber der eingewechselte Yassin Idbihi hielt sein Team mit viel Einsatz am Brett im Spiel. Beim Stand von 16:13 für die Gastgeber fand endlich der erste ALBA-Dreier durch Julius Jenkins sein Ziel, der im Folgeangriff gleich den nächsten Treffer „von Downtown“ nachlegte – 19:16. Strasser und Peavy schlossen für ihr Team immer wieder auf, doch der nun aufdrehende Jenkins und Yassin Idbihi sorgten dafür, dass die Distanz beim 25:22 zum Viertelende weiter Bestand hatte.
Zu Beginn des zweiten Abschnitts brachte Sven Schultze sein Team noch mit einem Dreier 28:24 in Führung, doch danach wurden die Albatrosse nachlässig. Vier Ballverluste in Serie (Fehlpässe, Rückspiel, Offensivfoul) gaben den Dragons die Gelegenheit, über Fenn und Strasser auf 31:28 vorzulegen. Muli Katzurin rüttelte sein Team in einer Auszeit wieder wach, das in Person von Bryce Taylor per Dreier gleich wieder den Ausgleich herstellte. Nun provozierten die Berliner erfolgreich Ballverluste beim Gegner und gewannen immer mehr Kontrolle über das Geschehen. Bis zur 18. Minute hatten sie mit tollem Tempospiel einen 14:2-Lauf zum 42:33 aufs Parkett der Artland Arena gelegt. Mit guten Penetrationen zum Korb erspielten sie sich Freiwürfe oder fanden den freien Mitspieler unter dem Korb. Gute eine Minute vor der Halbzeit verkürzte Fenn zwar nochmals zum 39:44, doch Rochestie machte ALBAs Vorsprung mit einem Dreier sowie einem Jumpshot nach Steal von Derrick Allen in den letzten 60 Sekunden sogar erstmalig zweistellig (49:39).
Nach dem Seitenwechsel erhöhte Jenkins per Layup gleich auf 51:39, aber sein Team geriet nun in Foultrouble. Raduljica, Dragicevic und kurz darauf Idbihi holten sich je ihr drittes Foul ab. Die Quakenbrücker probierten alles und kamen immer wieder auf zehn Zähler heran. Doch jedes Mal antworteten die Berliner. Vor allem Nathan Peavy fand viele Wege, gegen ALBA zu punkten, aber als das ALBA-Polster aufgrund guter Offensivaktionen von Taylor und Jenkins immer noch nicht weiter schmolz, wurden die Hausherren langsam frustriert. Eine erstmalig Umstellung auf Zonenverteidigung, was ALBA im letzten Spiel gegen Bamberg noch aus dem Rhythmus gebracht hatte, brachte auch keine Veränderung. Jenkins netzte dagegen sofort für Drei und Derrick spielte die Zone mit cleveren Anspielen effektiv aus, so dass ihr Team mit einem 73:61 in die letzten zehn Minuten gehen konnte.
In den Schlussabschnitt starteten die Albatrosse, die sich durch ihre Foulprobleme nicht aus dem Konzept bringen ließen, noch mal furios, gegen einen Gegner, der aber immer mehr merkte, dass heute nichts mehr zu holen war. Während den Dragons zwei Minuten kein Korb erlaubt wurde schraubten Raduljica, Rochestie und Jenkins den Vorsprung blitzschnell auf 81:61. Peavy stemmte sich noch mal mit aller Kraft dagegen, aber die Albatrosse punkteten weiter nach Belieben und erhöhten ihren Vorsprung in der 26. Minute sogar bis auf 26 Punkte (90:64). In den letzten Minuten gelang es den Quakenbrückern noch, das Ergebnis etwas knapper zu gestallten – der ALBA-Sieg und auch der direkte Vergleich gerieten aber nie in Gefahr.
Stimmen zum Spiel
Stefan Koch (Artland):
Was wir heute in den Bereichen Intensität, Aufmerksamkeit und Kommunikation gezeigt haben, war der Bedeutung dieses Ereignisses nicht angemessen und deutlich zu wenig. Gegen ALBA kann man verlieren, aber nicht so wie wir heute. Wir waren hinsichtlich des Einsatzes und der Energie unterlegen. ALBA hat 57 Prozent aus dem Feld getroffen, was sicherlich auch an den vielen Punkten aus Schnellangriffen lag. Wir haben den Fast-Break nicht verteidigt und waren diese Saison zum ersten Mal gegen ALBA beim Rebound unterlegen. Wir waren einfach nicht gut genug und müssen am Sonntag gegen den MBC ganz anders auftreten.
Muli Katzurin (ALBA):
Das war ein guter Sieg für uns, die meisten meiner Spieler haben gut gespielt. Das ist bemerkenswert, denn Artland ist ein sehr gutes Team. Wir haben heute ohne McElroy gespielt, der ein sehr wichtiger Spieler in unserer Verteidigung ist. Aber andere Spieler sind für ihn in die Bresche gesprungen und haben seine Arbeit erledigt.


