Woche der Wahrheit Teil 2: ALBA siegt auch in Frankfurt
(20.3.) Nur zwei Tage nach dem klaren Sieg gegen Braunschweig hatten die Albatrosse auch am Sonntag auswärts in Frankfurt ein sehr starken Auftritt: Erneut ohne den verletzten Julius Jenkins gewann ALBA gegen die Skyliners mit 79:70.
Highlights Frankfurt - ALBA
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In ihrer „Woche der Wahrheit“ (Braunschweig zuhause, in Frankfurt, Bamberg zuhause in acht Tagen) haben die Albatrosse nach dem Heimerfolg gegen die Phantoms am Freitag nur zwei Tage später beim Tabellenzweiten Frankfurt den nächsten Prüfstein erfolgreich gemeistert. Für ALBA war es der sechste Bundesligasieg in Serie, für Frankfurt die erst zweite Heimniederlage der Saison. Nur gegen Tabellenführer Bamberg hatten sie bisher in der Ballsporthalle verloren. Passenderweise kommt genau dieser nun am kommenden Samstag zum großen Showdown in die o2 World (26.3., 20 Uhr).
Zur Halbzeit lagen die Berliner in Frankfurt noch mit 41:45 im Rückstand und waren auf den kleinen Positionen schon in Foulprobleme geraten. Taylor Rochestie hatte in nur sieben Minuten vier Verwarnungen kassiert – seine viertes als technisches Foul, da er sich über sein fragwürdiges drittes beschwert hatte. Für Rochestie war dies das erste „Technische“ seit der High School. Auch Bryce Taylor hatte schon drei Fouls auf dem Konto und zu allem Überfluss hatte sich Heiko Schaffartzik auch noch einen Finger ausgekugelt. Ohne den verletzten Jenkins (Ellenbogen) drohte es sehr eng auf den Positionen eins bis drei zu werden. Aber Rochestie gelang das Kunststück, fast die komplette zweite Hälfte ohne Foul durchzuspielen, während der angeschlagene Schaffartzik ihm mit getapetem Finger doch noch einige Entlastungsminuten in der Verteidigung geben konnte.
Im zweiten Durchgang ging Muli Katzurin das Risiko ein, fast nur noch in Zonenverteidigung zu agieren. Das hatte in dieser Saison noch keiner gegen die eigentlich sehr wurfstarken Hessen gewagt. Doch die Berliner raubten mit ihrer engagierten Defense den Skyliners so den Rhythmus, dass es sich hinterher als womöglich der entscheidende Faktor zum Sieg herausstellte. Die Frankfurter trafen ohne Spielkontrolle nur vier ihrer 21 Dreipunktwürfe und verloren das dritte Viertel 11:23. In einem hart umkämpften Schlussabschnitt kamen sie noch einmal bis auf fünf Zähler heran, die Albatrosse brachten ihren Vorsprung aber souverän ins Ziel. Auch dass Immanuel McElroy die Kreise des Frankfurt Topstars DeShaun Wood stark eingrenzte, der seinem Team trotz 18 Punkten und 7 Rebounds so in den entscheidenden Momenten nicht helfen konnte, war einer der Schlüssel zum Erfolg.
Gegen seinen Ex-Verein traf Derrick Allen für ALBA am häufigsten. Er legte 17 Punkte und 9 Rebounds auf. Außerdem zweistellig punkteten Immanuel McElroy (14 + 3 Rebounds), Yassin Idbihi (11 + 6 Rebounds) sowie Bryce Taylor (10). Wie schon am Freitag scorten wieder alle zehn ALBA-Spieler und auch der zuletzt etwas abgetauchte Tadija Dragicevic zeigte wieder aufsteigende Form (9 Punkte, 5 Rebounds). Das Reboundduell verloren die Berliner knapp mit 37:36, zwangen die Skyliners mit ihrer aggressiven Defense aber zu 17 Ballverlusten. Auf Seiten der Frankfurter traf einmal mehr DeShaun Wood am besten (18 Punkte, 7 Rebounds, 7 Assists), neben dem ansonsten vor allem Quantez Robertson mit 15 Punkten und 6 Rebounds auffiel.
Stimmen zum Spiel
Gordon Herbert (Frankfurt):
Gratulation an Berlin. Sie haben heute sehr gut gespielt. Gerade ihre Bank hat viel zum Berliner Sieg beigetragen. Wir hatten Probleme mit ihrer Verteidigung. Einige schlechte Angriffe haben auch unsere Verteidigung beeinflusst. Wir haben zu viele einfache Punkte hergegeben.
Muli Katzurin (ALBA):
Ich kam für ein Liga-Spiel, aber es war ein hartes Play-off Spiel. Frankfurt hat uns einen harten Kampf geliefert. Daher bin ich froh für meine Jungs, die diesen Sieg heute unbedingt wollten. Trainer sind keine Magier, die Lorbeeren haben sich die Spieler verdient! Yassin Idbihi hat in der zweiten Halbzeit sehr gut gespielt.


