Klare Heimniederlage gegen Bonn vor Saisonrekordkulisse
(6.2.) ALBA hat sein Heimspiel gegen Bonn mit 64:76 verloren. Nach einer katastrophalen ersten Halbzeit (26:48) gelang es den Albatrossen in der zweiten nicht mehr, das Ruder herumzureißen. In der ausverkauften o2 World ging so ziemlich alles schief, was schief gehen konnte.
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Am vierten Spieltag hatte ALBA den Bonnern mit 82:62 die höchste Heimniederlage der Saison beigebracht - dieses Mal machten es die Rheinländer genau umgekehrt mit den Hauptstädtern. Nachdem ALBA in den ersten drei Minuten noch gut ausgesehen hatte, nahm das Unheil schnell seinen Lauf. Während die Albatrosse mit einer großen Abschlussschwäche zu kämpfen hatten, die sich durch die ganze Partie zog, lief es bei den Bonnern wie am Schnürchen. Auch eine bis zum Schluss herausragende Unterstützung von den Rängen der ausverkauften o2 World half dem Team von Muli Katzurin nicht aus dem tiefen Loch, in das es sich gegraben hatte.
Vor allem der überragende Nice Wise (19 Punkte, 5 Assists) riss immer wieder Lücken in ALBAs Defense und fand seine Mitspieler oder vollstreckte selbst sicher. Die Berliner agierten geradezu fahrlässig im Rebound (26:43) und ließen selbst einfache Korbleger aus (Trefferquote aus dem Feld 36%, Bonn 50%). Der Vorsprung der Bonner wuchs drei Viertel lang immer weiter und damit auch die Verunsicherung der Hauptstädter. Eine Aufholjagd nach der Halbzeit erstickte Nic Wise im Keim, so dass weit vor Schluss schon kein Zweifel mehr am Bonner Sieg bestand. Nach zwischenzeitlich 30 Punkten Rückstand gelang es den Berliner bis zum Ende noch, den direkten Vergleich für sich zu entscheiden und das Ergebnis etwas erträglicher zu gestalten. Unter dem Strich blieb trotzdem eine bittere Niederlage und damit der verpasste Sprung auf den zweiten Tabellenplatz. Bei ALBA punkteten Derrick Allen (15), Immanuel McElroy (15) und Marko Marinovic zweistellig (14). Beste Scorer in Reihen der Bonner waren neben Nic Wise Jeremy Hunt (16), Tim Ohlbrecht (14) und Patrick Flomo (10).
Spielverlauf: Nach einem zuerst guten Start der Albatrosse, die McElroy und Jenkins 4:0 in Führung gebracht hatten, gewannen schnell die Bonner die Oberhand. Jenkins erzielte noch einen sehenswerten Alley-Oop-Korbleger zum 6:4, doch dann lief bei seinem Team nicht mehr viel zusammen. Wurf um Wurf verfehlte sein Ziel. Die Bonner machten es besser und gingen über Hunt, Ensminger und Wise 13:6 in Führung. Muli Katzurin ließ von Beginn an viel Zonenverteidigung spielen, doch die Probleme seines Teams lagen vor allem in der Offensive. Wise hatte bis auf 15:6 erhöht (11:0-Lauf), bis Bryce Taylor vorne endlich wieder erfolgreich für ALBA abschloss. Aber nach wie vor bleiben die Berliner mit wenig Wurfglück gesegnet. Vier Punkte von Jaacks und Fehlwürfe auf der Gegenseite brachten das Team von Muli Katzurin zum Ende des Abschnitts mit 10:19 in Rückstand.
Zu Beginn des zweiten Viertels kam es noch dicker. ALBA vergab weiter vorne teils einfache Korbleger und kassierte dafür hinten gleich drei Dreier in Folge (2x Hunt, 1x Ohlbrecht). Als Ohlbrecht kurz darauf im Fastbreak beim Dunk gefoult wurde, trotzdem verwandelte und Sven Schultzes Foul auch noch als unsportlich gewertet wurde, lagen die Berliner schon 10:30 hinten. Der Bonusfreiwurf und ein Tipin nach dem Einwurf von Tyndale machten daraus sogar ein 10:33. Derrick Allen stemmte sich endlich dagegen und ging aggressiv zum Brett. Dort verpasste er es allerdings zwei mal an der Freiwurflinie, aus seinem erfolgreichen Korbleger ein Dreipunktespiel zu machen. Nach einem unsportlichen Foul von Ohlbrecht an McElroy verwandelte dieser beider Freiwürfe und traf kurz darauf auch endlich wieder einen Dreier für ALBA. Trotzdem stand es immer noch 19:40. So langsam schienen die Albatrosse offensiv endlich ins Spiel zu finden, doch die Bonner kamen immer noch zu zu einfachen Punkten – auch weil viel zu nachlässig beim Rebound agiert wurde (8:25 in Hälfte eins). Nach einem 7:0-Run kam wieder mehr Hoffnung auf, doch Bonn konterte kurz vor der Pause noch mit vier schnellen Punkten und ging dadurch mit einem satten 48:26-Vorsprung in die Kabine.
Einer schnellen Aufholjagd nach dem Seitenwechsel schob ein Mann gleich einen Riegel vor: Der Bonner Nic Wise. Er erzielte die ersten elf Punkte der Gäste in Serie ohne Fehlwurf und hatte die Baskets-Führung damit in der 25. Minute weiter auf 57:28 ausgebaut. Weiterhin traf ALBA von außen so gut wie gar nichts, meistens gelang es ihnen nur über Freiwürfe, Punkte aufs Scoreboard zu bringen. Und Bonn spielte immer noch wie entfesselt. Tim Ohlbrecht traf erst für Drei und kurz darauf ein spektakuläres Dreipunktespiel – es schien, als könnte den Baskets heute alles gelingen. So war der Rückstand für ALBA nach 30 Minuten nicht geringer, sondern noch größer geworden: 44:70.
Auch wenn Bonn nun im letzten Abschnitt lange überhaupt kein Korb mehr gelang, war die Entscheidung in dieser Partie schon gefallen. Die Albatrosse kämpften sich ein Stück weit heran, doch die teils immer noch haarsträubenden Abstimmungsfehler verhinderten einen größeren Lauf. Immanuel McElroy brachte den Rückstand drei Minuten vor dem Ende noch mal unter die 20 Punkte-Marke – so dass ALBA immerhin im direkten Vergleich wieder vorne lag. Das Team von Muli Katzurin gab bis zum Ende nicht auf und konnte das Ergebnis mit 64:76 schlussendlich noch etwas erträglicher gestalten.
Michael Koch (Bonn)
Wir haben heute eine ganze andere Mannschaft als in unserem letzten Heimspiel gegen Tübingen gesehen. Mein Team wird oft als Truppe von Egozockern verschrien. Heute haben wir aber drei Viertel lang exzellenten Teambasketball gezeigt. Wir haben den Ball gut bewegt und unsere Angriffe gut ausgespielt. Das gibt uns Selbstvertrauen für das wichtige Pokalspiel am Mittwoch. Auf diese Leistung können wir aufbauen.
Muli Katzurin (ALBA)
Glückwunsch an Coach Koch und sein Team, sie haben verdient gewonnen. Ich muss mich entschuldigen bei all den vielen Fans, die uns heute unterstützt haben, und jetzt sicher genauso enttäuscht sind wie wir. Es ist schwer, etwas über das Spiel zu sagen, da wir quasi gar nicht gespielt haben. Wir haben nicht eine Sache richtig gemacht. Ich weiß noch nicht warum, aber es fehlte an allem, Energie, Selbstvertrauen, Offense, Defense.
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Am vierten Spieltag hatte ALBA den Bonnern mit 82:62 die höchste Heimniederlage der Saison beigebracht - dieses Mal machten es die Rheinländer genau umgekehrt mit den Hauptstädtern. Nachdem ALBA in den ersten drei Minuten noch gut ausgesehen hatte, nahm das Unheil schnell seinen Lauf. Während die Albatrosse mit einer großen Abschlussschwäche zu kämpfen hatten, die sich durch die ganze Partie zog, lief es bei den Bonnern wie am Schnürchen. Auch eine bis zum Schluss herausragende Unterstützung von den Rängen der ausverkauften o2 World half dem Team von Muli Katzurin nicht aus dem tiefen Loch, in das es sich gegraben hatte.
Vor allem der überragende Nice Wise (19 Punkte, 5 Assists) riss immer wieder Lücken in ALBAs Defense und fand seine Mitspieler oder vollstreckte selbst sicher. Die Berliner agierten geradezu fahrlässig im Rebound (26:43) und ließen selbst einfache Korbleger aus (Trefferquote aus dem Feld 36%, Bonn 50%). Der Vorsprung der Bonner wuchs drei Viertel lang immer weiter und damit auch die Verunsicherung der Hauptstädter. Eine Aufholjagd nach der Halbzeit erstickte Nic Wise im Keim, so dass weit vor Schluss schon kein Zweifel mehr am Bonner Sieg bestand. Nach zwischenzeitlich 30 Punkten Rückstand gelang es den Berliner bis zum Ende noch, den direkten Vergleich für sich zu entscheiden und das Ergebnis etwas erträglicher zu gestalten. Unter dem Strich blieb trotzdem eine bittere Niederlage und damit der verpasste Sprung auf den zweiten Tabellenplatz. Bei ALBA punkteten Derrick Allen (15), Immanuel McElroy (15) und Marko Marinovic zweistellig (14). Beste Scorer in Reihen der Bonner waren neben Nic Wise Jeremy Hunt (16), Tim Ohlbrecht (14) und Patrick Flomo (10).
Spielverlauf: Nach einem zuerst guten Start der Albatrosse, die McElroy und Jenkins 4:0 in Führung gebracht hatten, gewannen schnell die Bonner die Oberhand. Jenkins erzielte noch einen sehenswerten Alley-Oop-Korbleger zum 6:4, doch dann lief bei seinem Team nicht mehr viel zusammen. Wurf um Wurf verfehlte sein Ziel. Die Bonner machten es besser und gingen über Hunt, Ensminger und Wise 13:6 in Führung. Muli Katzurin ließ von Beginn an viel Zonenverteidigung spielen, doch die Probleme seines Teams lagen vor allem in der Offensive. Wise hatte bis auf 15:6 erhöht (11:0-Lauf), bis Bryce Taylor vorne endlich wieder erfolgreich für ALBA abschloss. Aber nach wie vor bleiben die Berliner mit wenig Wurfglück gesegnet. Vier Punkte von Jaacks und Fehlwürfe auf der Gegenseite brachten das Team von Muli Katzurin zum Ende des Abschnitts mit 10:19 in Rückstand.
Zu Beginn des zweiten Viertels kam es noch dicker. ALBA vergab weiter vorne teils einfache Korbleger und kassierte dafür hinten gleich drei Dreier in Folge (2x Hunt, 1x Ohlbrecht). Als Ohlbrecht kurz darauf im Fastbreak beim Dunk gefoult wurde, trotzdem verwandelte und Sven Schultzes Foul auch noch als unsportlich gewertet wurde, lagen die Berliner schon 10:30 hinten. Der Bonusfreiwurf und ein Tipin nach dem Einwurf von Tyndale machten daraus sogar ein 10:33. Derrick Allen stemmte sich endlich dagegen und ging aggressiv zum Brett. Dort verpasste er es allerdings zwei mal an der Freiwurflinie, aus seinem erfolgreichen Korbleger ein Dreipunktespiel zu machen. Nach einem unsportlichen Foul von Ohlbrecht an McElroy verwandelte dieser beider Freiwürfe und traf kurz darauf auch endlich wieder einen Dreier für ALBA. Trotzdem stand es immer noch 19:40. So langsam schienen die Albatrosse offensiv endlich ins Spiel zu finden, doch die Bonner kamen immer noch zu zu einfachen Punkten – auch weil viel zu nachlässig beim Rebound agiert wurde (8:25 in Hälfte eins). Nach einem 7:0-Run kam wieder mehr Hoffnung auf, doch Bonn konterte kurz vor der Pause noch mit vier schnellen Punkten und ging dadurch mit einem satten 48:26-Vorsprung in die Kabine.
Einer schnellen Aufholjagd nach dem Seitenwechsel schob ein Mann gleich einen Riegel vor: Der Bonner Nic Wise. Er erzielte die ersten elf Punkte der Gäste in Serie ohne Fehlwurf und hatte die Baskets-Führung damit in der 25. Minute weiter auf 57:28 ausgebaut. Weiterhin traf ALBA von außen so gut wie gar nichts, meistens gelang es ihnen nur über Freiwürfe, Punkte aufs Scoreboard zu bringen. Und Bonn spielte immer noch wie entfesselt. Tim Ohlbrecht traf erst für Drei und kurz darauf ein spektakuläres Dreipunktespiel – es schien, als könnte den Baskets heute alles gelingen. So war der Rückstand für ALBA nach 30 Minuten nicht geringer, sondern noch größer geworden: 44:70.
Auch wenn Bonn nun im letzten Abschnitt lange überhaupt kein Korb mehr gelang, war die Entscheidung in dieser Partie schon gefallen. Die Albatrosse kämpften sich ein Stück weit heran, doch die teils immer noch haarsträubenden Abstimmungsfehler verhinderten einen größeren Lauf. Immanuel McElroy brachte den Rückstand drei Minuten vor dem Ende noch mal unter die 20 Punkte-Marke – so dass ALBA immerhin im direkten Vergleich wieder vorne lag. Das Team von Muli Katzurin gab bis zum Ende nicht auf und konnte das Ergebnis mit 64:76 schlussendlich noch etwas erträglicher gestalten.
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Michael Koch (Bonn)
Wir haben heute eine ganze andere Mannschaft als in unserem letzten Heimspiel gegen Tübingen gesehen. Mein Team wird oft als Truppe von Egozockern verschrien. Heute haben wir aber drei Viertel lang exzellenten Teambasketball gezeigt. Wir haben den Ball gut bewegt und unsere Angriffe gut ausgespielt. Das gibt uns Selbstvertrauen für das wichtige Pokalspiel am Mittwoch. Auf diese Leistung können wir aufbauen.
Muli Katzurin (ALBA)
Glückwunsch an Coach Koch und sein Team, sie haben verdient gewonnen. Ich muss mich entschuldigen bei all den vielen Fans, die uns heute unterstützt haben, und jetzt sicher genauso enttäuscht sind wie wir. Es ist schwer, etwas über das Spiel zu sagen, da wir quasi gar nicht gespielt haben. Wir haben nicht eine Sache richtig gemacht. Ich weiß noch nicht warum, aber es fehlte an allem, Energie, Selbstvertrauen, Offense, Defense.



