Auswärtssieg in Trier zum Ligadebüt von Katzurin
(30.1.) ALBA hat die erste Partie unter Muli Katzurin in der Bundesliga bei der TBB Trier mit 75:69 (43:37) gewonnen. Gegen einen nie aufgebenden Gegner blieb die Begegnung des 20. Spieltags bis zum Schluss eng, die Albatrosse gaben ihre Führung aber nie aus der Hand.
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Aufgrund der Niederlage der Artland Dragons in Oldenburg hat sich ALBA in der Beko BBL nun wieder auf den dritten Tabellenplatz vorgeschoben. Doch es war ein weiter Weg zu diesem wichtigen Auswärtserfolg. Auch wenn ALBA ab Mitte des zweiten Viertels nie mehr seine Führung abgab, kämpften die von Henrik Rödl gecoachten Trierer vor einer tollen Kulisse bis zur letzten Sekunde gegen die Niederlage an. Mit vielen wechselnden Verteidigungen legten die Berliner – wie schon gegen Panellinios – in den ersten fünf Minuten den Schlussviertels den Grundstein zum Sieg. Während sie in der ersten Halbzeit mit vielen Ballgewinnen aus ihrer Ganzfeldpresse erfolgreich waren, zogen sie in Hälfte zwei den Gastgebern mit wechselnder Zonen- und Mannverteidigung den Zahn. Trotzdem verpassten sie einige Gelegenheiten, die Begegnung vielleicht schon früher zu entscheiden. Das Team reist nun nach einer Übernachtung in Bonn direkt weiter nach Spanien, wo am Dienstag die dritte Partie des Eurocup-TOP16s gegen Sevilla ansteht.
Überragender Albatros in Trier war Julius Jenkins (28 Punkte, 6 Rebounds, 5 Dreier), der viel von den schnellen Ballgewinnen seines Teams profitierte. Neben ihm punkteten auch Derrick Allen (18 + 3 Rebounds) und Tadija Dragicevic (11 + 7 Rebounds und 4 Assists) zweistellig. Die Albatrosse trafen hochprozentig an der Dreier- (47,8%) sowie Freiwurflinie (87,5%) und kontrollierten den Rebound (Verhältnis 30:25). Aufgrund der immer noch längst nicht abgeschlossenen Umstellung auf ihr neues Spielsystem unterliefen ihnen jedoch auch viele Ballverluste (21). Bei den Hausherren überzeugten vor allem Ex-Albatros Philip Zwiener (15 Punkte, 6 Rebounds), John Bynum (13) und Dru Joyce (11).
Spielverlauf: Julius Jenkins eröffnete die Partie gleich mit zwei Dreiern, zu denen Derrick Allen und Heiko Schaffartzik bis zur vierten Minute vier Zähler beisteuerten – ALBA führte 10:6. Von Beginn an attackierten die Berliner mit einer Ganzfeldpresse, die in der ersten Halbzeit zu zahlreichen Ballgewinnen führte. Doch Trier hielt dagegen in der kampfbetonten Partie und fand zumeist über Spiel ans Brett zum Erfolg. Muli Kutzarin rotierte schnell viel durch bei seinem Team. Nach sieben Minuten war die komplette erste Fünf schon auf der Bank. Marko Marinovic erhöhte noch mal auf 14:10 für die Albatrosse, doch eine Minute vor der ersten Pause war Joyce und Evans der Ausgleich und kurz darauf sogar die erste Trierer Führung geglückt. Abstimmungsprobleme und Ballverluste prägten in dieser Phase das Bild der Berliner. Ein Dreier mit Ablauf der Viertelzeit von Hollis Price bescherte ALBA aber noch einen knappen 17:16-Vorsprung nach 10 Minuten.
Fünf Punkte von Tadija Dragicevic brachten ALBA nach anderthalb Minuten im zweiten Abschnitt 22:18 in Front. Bei Trier drehte nun Ex-Albatros Philip Zwiener auf. Er markierte fünf Zähler in Folge, doch die Albatrosse konnte die Gastgeber durch weitere Punkte vom glänzend aufgelegten Julius Jenkins immer ein kleines Stück auf die Distanz halten. Das zog sich durchs ganze Viertel. Trier kam immer wieder bis zwei oder drei Punkte heran, doch ALBA hatte stets eine Antwort. Bis auf 40:31 schoss Jenkins sein Team kurz vor der Pause sogar in Führung. In den letzten anderthalb Minuten gelang es den Moselstädtern jedoch, das Halbzeitergebnis mit (43:37 aus Berliner Sicht) noch etwas knapper zu gestalten.
Dragan Dojcin versenkte zum Auftakt der zweiten Hälfte gleich einen Dreipunktwurf für Trier, doch Immanuel McElroy beruhigte das jubelnde Publikum gleich wieder und antwortete ebenso „from Downtown“. Als Derrick Allen kurz drauf auf 49:40 erhöhte, wirkte es, als könnten die Albatrosse Kontrolle über die Partie gewinnen. Aber zu viele Berliner Ballverluste gegen die aggressiv bleibenden Gastgeber ließen Trier wieder ins Spiel kommen. Da ALBA jedoch gut und weiterhin mit viel Druck verteidigte, blieb die Führung bestehen. In der 17. Minute hatte Zwiener zwar schon das 51:53 erzielt, doch Julius Jenkins verschaffte ALBA mit einem wichtigen Dreier (sein vierter) erneut Luft. Drei Minuten später wiederholte sich dieser Ablauf: Zwiener und Joyce hatten die TBB bis auf einen Zähler herangebracht, aber Tadija Dragicevic netzte im letzten Angriff des Viertels noch einen Dreier zum 59:55 ein.
Wie schon im vorherigen Spiel gegen Panellinios begannen die Albatrosse das Schlussviertel mit sehr aggressiver Zonenverteidigung. Auch dieses Mal schafften sie es dadurch, den Gegner über fünf Minuten an jeglichem Punkten zu hindern. Als Julius Jenkins sechs Minuten vor Schluss seinen fünften Dreier zum 66:55 einschoss, schien sein Team schon auf der Siegerstraße zu sein. Doch so leicht gab sich die TBB nicht geschlagen. Zwischen der 37. und 38. Minuten brachten sie ALBA, nachdem sie vorher nur Mann-gegen-Mann verteidigt hatten, nun selbst mit einer Zonenpresse aus dem Konzept und machten die Partie mit einem 5:0-Run zum 62:69 noch mal eng. Aber dann fingen sich die Albatrosse wieder und fokussierten sich noch mal für die Crunchtime. Die Trierer versuchten es nun viel mit Dreipunktewürfen, die allesamt ihr Ziel verfehlten. ALBA kontrollierte in der Schlussphase den Rebound und machte in Person von Jenkins und McElroy an der Freiwurflinie den Auswärtssieg perfekt.
TBB-Headcoach Henrik Rödl:
Wir haben ein sehr spannendes Spiel gesehen, in dem wir Chancen hatten, gegen eine Spitzenmannschaft der Liga zu gewinnen. An dieser Stelle ein Kompliment an Muli Katzurin und seine Mannschaft, die hier sehr konzentriert aufgetreten ist und in den entscheidenden Phasen immer wieder eine Antwort hatte. Ich hatte den Eindruck, dass wir Berlin gegen Ende des dritten Viertels am Schwimmen hatten, aber in dieser Phase haben wir die entscheidenden Würfe nicht getroffen. Berlin ist hier souveräner aufgetreten, als man das nach dem Trainerwechsel erwarten konnte, so wurde es ein schweres Spiel für uns. Aber meiner Mannschaft hat man angemerkt, dass wir gewinnen wollen. Es hat nicht gereicht, weil ALBA BERLIN eine Spitzenmannschaft ist.
Muli Katzurin (ALBA):
Glückwunsch an Henrik Rödl, der sein Team exzellent auf uns eingestellt hat. Ich bin nicht ganz zufrieden mit dem, was ich gesehen habe - das einzig Gute heute Abend war, dass wir gewonnen haben. Aber das ist kein Vorwurf an meine Mannschaft, die hat mit der richtigen Einstellung gespielt. Es liegt vielmehr an der Kürze der Zeit seit meiner Ankunft. Wenn wir etwas Zeit haben, um meine Systeme einzuüben, wird sich vieles bessern. Und nach Siegen kann man viel besser an Fehlern arbeiten als an Niederlagen. Generell möchte ich mehr Druck auf den Gegner ausüben, was heute phasenweise mit der Ganzfeldpresse funktioniert hat.
Aufgrund der Niederlage der Artland Dragons in Oldenburg hat sich ALBA in der Beko BBL nun wieder auf den dritten Tabellenplatz vorgeschoben. Doch es war ein weiter Weg zu diesem wichtigen Auswärtserfolg. Auch wenn ALBA ab Mitte des zweiten Viertels nie mehr seine Führung abgab, kämpften die von Henrik Rödl gecoachten Trierer vor einer tollen Kulisse bis zur letzten Sekunde gegen die Niederlage an. Mit vielen wechselnden Verteidigungen legten die Berliner – wie schon gegen Panellinios – in den ersten fünf Minuten den Schlussviertels den Grundstein zum Sieg. Während sie in der ersten Halbzeit mit vielen Ballgewinnen aus ihrer Ganzfeldpresse erfolgreich waren, zogen sie in Hälfte zwei den Gastgebern mit wechselnder Zonen- und Mannverteidigung den Zahn. Trotzdem verpassten sie einige Gelegenheiten, die Begegnung vielleicht schon früher zu entscheiden. Das Team reist nun nach einer Übernachtung in Bonn direkt weiter nach Spanien, wo am Dienstag die dritte Partie des Eurocup-TOP16s gegen Sevilla ansteht.
Überragender Albatros in Trier war Julius Jenkins (28 Punkte, 6 Rebounds, 5 Dreier), der viel von den schnellen Ballgewinnen seines Teams profitierte. Neben ihm punkteten auch Derrick Allen (18 + 3 Rebounds) und Tadija Dragicevic (11 + 7 Rebounds und 4 Assists) zweistellig. Die Albatrosse trafen hochprozentig an der Dreier- (47,8%) sowie Freiwurflinie (87,5%) und kontrollierten den Rebound (Verhältnis 30:25). Aufgrund der immer noch längst nicht abgeschlossenen Umstellung auf ihr neues Spielsystem unterliefen ihnen jedoch auch viele Ballverluste (21). Bei den Hausherren überzeugten vor allem Ex-Albatros Philip Zwiener (15 Punkte, 6 Rebounds), John Bynum (13) und Dru Joyce (11).
Spielverlauf: Julius Jenkins eröffnete die Partie gleich mit zwei Dreiern, zu denen Derrick Allen und Heiko Schaffartzik bis zur vierten Minute vier Zähler beisteuerten – ALBA führte 10:6. Von Beginn an attackierten die Berliner mit einer Ganzfeldpresse, die in der ersten Halbzeit zu zahlreichen Ballgewinnen führte. Doch Trier hielt dagegen in der kampfbetonten Partie und fand zumeist über Spiel ans Brett zum Erfolg. Muli Kutzarin rotierte schnell viel durch bei seinem Team. Nach sieben Minuten war die komplette erste Fünf schon auf der Bank. Marko Marinovic erhöhte noch mal auf 14:10 für die Albatrosse, doch eine Minute vor der ersten Pause war Joyce und Evans der Ausgleich und kurz darauf sogar die erste Trierer Führung geglückt. Abstimmungsprobleme und Ballverluste prägten in dieser Phase das Bild der Berliner. Ein Dreier mit Ablauf der Viertelzeit von Hollis Price bescherte ALBA aber noch einen knappen 17:16-Vorsprung nach 10 Minuten.
Fünf Punkte von Tadija Dragicevic brachten ALBA nach anderthalb Minuten im zweiten Abschnitt 22:18 in Front. Bei Trier drehte nun Ex-Albatros Philip Zwiener auf. Er markierte fünf Zähler in Folge, doch die Albatrosse konnte die Gastgeber durch weitere Punkte vom glänzend aufgelegten Julius Jenkins immer ein kleines Stück auf die Distanz halten. Das zog sich durchs ganze Viertel. Trier kam immer wieder bis zwei oder drei Punkte heran, doch ALBA hatte stets eine Antwort. Bis auf 40:31 schoss Jenkins sein Team kurz vor der Pause sogar in Führung. In den letzten anderthalb Minuten gelang es den Moselstädtern jedoch, das Halbzeitergebnis mit (43:37 aus Berliner Sicht) noch etwas knapper zu gestalten.
Dragan Dojcin versenkte zum Auftakt der zweiten Hälfte gleich einen Dreipunktwurf für Trier, doch Immanuel McElroy beruhigte das jubelnde Publikum gleich wieder und antwortete ebenso „from Downtown“. Als Derrick Allen kurz drauf auf 49:40 erhöhte, wirkte es, als könnten die Albatrosse Kontrolle über die Partie gewinnen. Aber zu viele Berliner Ballverluste gegen die aggressiv bleibenden Gastgeber ließen Trier wieder ins Spiel kommen. Da ALBA jedoch gut und weiterhin mit viel Druck verteidigte, blieb die Führung bestehen. In der 17. Minute hatte Zwiener zwar schon das 51:53 erzielt, doch Julius Jenkins verschaffte ALBA mit einem wichtigen Dreier (sein vierter) erneut Luft. Drei Minuten später wiederholte sich dieser Ablauf: Zwiener und Joyce hatten die TBB bis auf einen Zähler herangebracht, aber Tadija Dragicevic netzte im letzten Angriff des Viertels noch einen Dreier zum 59:55 ein.
Wie schon im vorherigen Spiel gegen Panellinios begannen die Albatrosse das Schlussviertel mit sehr aggressiver Zonenverteidigung. Auch dieses Mal schafften sie es dadurch, den Gegner über fünf Minuten an jeglichem Punkten zu hindern. Als Julius Jenkins sechs Minuten vor Schluss seinen fünften Dreier zum 66:55 einschoss, schien sein Team schon auf der Siegerstraße zu sein. Doch so leicht gab sich die TBB nicht geschlagen. Zwischen der 37. und 38. Minuten brachten sie ALBA, nachdem sie vorher nur Mann-gegen-Mann verteidigt hatten, nun selbst mit einer Zonenpresse aus dem Konzept und machten die Partie mit einem 5:0-Run zum 62:69 noch mal eng. Aber dann fingen sich die Albatrosse wieder und fokussierten sich noch mal für die Crunchtime. Die Trierer versuchten es nun viel mit Dreipunktewürfen, die allesamt ihr Ziel verfehlten. ALBA kontrollierte in der Schlussphase den Rebound und machte in Person von Jenkins und McElroy an der Freiwurflinie den Auswärtssieg perfekt.
Stimmen zum Spiel
TBB-Headcoach Henrik Rödl:
Wir haben ein sehr spannendes Spiel gesehen, in dem wir Chancen hatten, gegen eine Spitzenmannschaft der Liga zu gewinnen. An dieser Stelle ein Kompliment an Muli Katzurin und seine Mannschaft, die hier sehr konzentriert aufgetreten ist und in den entscheidenden Phasen immer wieder eine Antwort hatte. Ich hatte den Eindruck, dass wir Berlin gegen Ende des dritten Viertels am Schwimmen hatten, aber in dieser Phase haben wir die entscheidenden Würfe nicht getroffen. Berlin ist hier souveräner aufgetreten, als man das nach dem Trainerwechsel erwarten konnte, so wurde es ein schweres Spiel für uns. Aber meiner Mannschaft hat man angemerkt, dass wir gewinnen wollen. Es hat nicht gereicht, weil ALBA BERLIN eine Spitzenmannschaft ist.
Muli Katzurin (ALBA):
Glückwunsch an Henrik Rödl, der sein Team exzellent auf uns eingestellt hat. Ich bin nicht ganz zufrieden mit dem, was ich gesehen habe - das einzig Gute heute Abend war, dass wir gewonnen haben. Aber das ist kein Vorwurf an meine Mannschaft, die hat mit der richtigen Einstellung gespielt. Es liegt vielmehr an der Kürze der Zeit seit meiner Ankunft. Wenn wir etwas Zeit haben, um meine Systeme einzuüben, wird sich vieles bessern. Und nach Siegen kann man viel besser an Fehlern arbeiten als an Niederlagen. Generell möchte ich mehr Druck auf den Gegner ausüben, was heute phasenweise mit der Ganzfeldpresse funktioniert hat.


