Fehlstart ins neue Jahr: ALBA unterliegt "ohne drei" in Tübingen
(2.1.) Nach zuletzt zwei überzeugenden Heimsiegen zum Jahresabschluss haben die Albatrosse im ersten Bundesligaspiel 2011 am Sonntag in Tübingen eine 70:74-Niederlage hinnehmen müssen. ALBA fehlten die drei Stammkräfte Dragicevic, Idbihi und Price.
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Ohne Tadija Dragicevic (Kapselzerrung), Yassin Idbihi (grippaler Infekt) und Hollis Price (Muskelfaserriss) standen die verbleibenden ALBA-Spieler inklusive Doppellizenzler Joshik Saibou in Tübingen von Beginn an vor einer schweren Aufgabe. Dennoch erspielten sie sich nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit Mitte des dritten Viertels einen 11 Punkte Vorsprung. Aber das schienen den Albatrosse nicht gut zu bekommen, denn anstatt geduldig weiterzuarbeiten, wurde nun viel zu hastig abgeschlossen und zu oft der Ball verloren. So gelang es den Tübinger Tigers, die Partie in der Schlussphase mit einer aggressiveren Marschroute in der Verteidigung (Switchen aller Blöcke, aggressives Doppeln unter dem Korb) wieder auszugleichen. Dort zeigten sie das bessere Nervenkostüm, während Marinovic und Jenkins beide jeweils zwei Freiwürfe vergaben.
Marko Marinovic hatte sein Team dennoch mit einer überzeugenden Vorstellung mit 19 Punkten, 4 Rebounds und 4 Assists angeführt. Neben ihm punktete nur noch Immanuel McElroy zweistellig (10 Pkt., 4 Ass., 3 Reb.). Lucca Staiger kam auf 9 Zähler (3/3 Dreier), während die beiden sonst zuverlässigsten ALBA-Scorer Jenkins und Allen je nur 8 Punkte markierten. Zwar trafen die Albatrosse sehr starke 48% ihrer Dreipunktewürfe (14/29), sie standen aber insgesamt nur 12 mal an der Freiwurflinie (6 Treffer) und auch das Reboundduell ging knapp mit 32:35 verloren. ALBA unterliefen 17 Ballverluste, Tübingen nur 10. Überragender Mann der Gastgeber war Branislav Ratkovica mit 16 Punkten, 8 Assists und 5 Rebounds.
Spielverlauf: Nach einem guten Start (Dreier Marinovic, Layup Jenkins) und einer 5:0-Führung verlor das Team von Luka Pavicevic schnell wieder den Faden. Die Gastgeber erzielten angeheizt von der gut gefüllten Paul Horn-Arena Punkt um Punkt hinderten die dezimierten Albatrosse beinahe sieben Minuten davon ab, auch nur einen Punkt zu erzielen. Mit den Hauptdarstellern Kashirov und Ratkovica hatten die Tigers in der Zeit einen 13:0-Run zum 13:5 aufs Parkett gelegt. Der eingewechselte Bryce Taylor brach aus der Mitteldistanz endlich den Bann, woraufhin ALBA besser zurück ins Spiel fand. Bis zur Viertelpause verkürzten die Berliner noch auf 12:16.
Marko Marinovic eröffnete die nächsten 10 Minuten gleich wieder per Dreier, doch der gut aufgelegte Ratkovica verhinderte im Angriff mehrfach, dass ALBA die Führung zurück eroberte. Ausgerechnet die eh schon stark dezimierte lange Garde der Berliner geriet in frühe Foulprobleme: Patrick Femerling saß mit zwei Fouls auf der Bank, genau wie ab der 13. Minute Sven Schultze, der sogar bereits drei Verwarnungen erhalten hatte. Marko Marinovic versenkte Dreier um Dreier, doch es gelang den Albatrosse nicht, in Führung zu gehen. So stellte Luka Pavicevic um und schickte mit Marinovic, Jenkins, Staiger, McElroy und Allen eine so kleine Aufstellung aufs Feld, wie man sie wohl lange nicht bei ALBA gesehen hat. Auf 38:30 zogen die Tiger bis kurz vor der Pause wieder davon, aber Jenkins mit dem Drive und der auch schon mit drei Fouls belastete Lucca Staiger per Dreier in letzter Sekunde verkürzten zur Halbzeit noch auf 35:38.
Die Albatrosse hatten sich in der Kabine wohl noch einmal richtig eingeschworen und kamen sehr motiviert zurück aufs Parkett. In der Verteidigung hinderten sie die Gäste vier Minuten am Punkten – Distanzfehlwürfe und Ballverluste prägten das Tübinger Bild in dieser Phase. Zuerst war es Immanuel McElroy, der sein Team von der Dreierlinie nach langer Zeit endlich wieder mit einem Zähler in Führung brachte und später Bryce Taylor, der den Vorsprung, obwohl Watts nun auch die Tigers-Durststrecke beendet hatte, auf 51:40 ausbaute. Doch im zweiten Teil des Viertels hatten die Gastgeber wieder Oberwasser: Ballverluste und zu hastige Abschlüsse auf ALBA-Seite nutzte Ex-Albatros Johannes Herber, um aus der Mitteldistanz auf 50:53 zu verkürzen. Der nun schon mit vier Fouls agierende Sven Schultze traf nochmals von der Dreierlinie, aber mit 58:54 bleib der Vorsprung zum Ende des Viertels knapp.
Die Albatrosse hatten ihren Rhythmus verloren und taten sich zu Beginn der letzten zehn Minuten besonders schwer. Es dauerte lange, bis Sven Schultze endlich wieder Punkte für sein Team markierte – Ratkovica hatte Tübingen davor schon wieder mit einem Zähler in Führung gebracht. Auch Staiger traf noch mal für Drei (64:60), aber nun gelang den Berliner gar nichts mehr. In den letzten Minuten des Viertels intensivierten die Hausherren nochmals ihr Verteidigungskonzept, switchten jeden Block und doppelten aggressiv unter dem Korb, sobald ein Ball dorthin gespielt wurde. So brachte Dane Watts sein Team mit vier Punkten Vorsprung ins Schlussviertel. Hätten Jenkins und Marinovic in dieser Phase nicht beide jeweils vier Freiwürfe verworfen, hätte die Partie vielleicht noch einmal kippen können. Aber da Tübingens Chris Oliver es besser machte und alle seine vier Versuche von der Linie verwandelte, war die Niederlage besiegelt. Nun bleibt den Hauptstädtern nicht viel Zeit, um die Wunden zu lecken, denn schon am Mittwoch wartet als nächster Gegner – in einem Nachholspiel der MBC dann aber in der heimischen o2 World.
Ohne Tadija Dragicevic (Kapselzerrung), Yassin Idbihi (grippaler Infekt) und Hollis Price (Muskelfaserriss) standen die verbleibenden ALBA-Spieler inklusive Doppellizenzler Joshik Saibou in Tübingen von Beginn an vor einer schweren Aufgabe. Dennoch erspielten sie sich nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit Mitte des dritten Viertels einen 11 Punkte Vorsprung. Aber das schienen den Albatrosse nicht gut zu bekommen, denn anstatt geduldig weiterzuarbeiten, wurde nun viel zu hastig abgeschlossen und zu oft der Ball verloren. So gelang es den Tübinger Tigers, die Partie in der Schlussphase mit einer aggressiveren Marschroute in der Verteidigung (Switchen aller Blöcke, aggressives Doppeln unter dem Korb) wieder auszugleichen. Dort zeigten sie das bessere Nervenkostüm, während Marinovic und Jenkins beide jeweils zwei Freiwürfe vergaben.
Marko Marinovic hatte sein Team dennoch mit einer überzeugenden Vorstellung mit 19 Punkten, 4 Rebounds und 4 Assists angeführt. Neben ihm punktete nur noch Immanuel McElroy zweistellig (10 Pkt., 4 Ass., 3 Reb.). Lucca Staiger kam auf 9 Zähler (3/3 Dreier), während die beiden sonst zuverlässigsten ALBA-Scorer Jenkins und Allen je nur 8 Punkte markierten. Zwar trafen die Albatrosse sehr starke 48% ihrer Dreipunktewürfe (14/29), sie standen aber insgesamt nur 12 mal an der Freiwurflinie (6 Treffer) und auch das Reboundduell ging knapp mit 32:35 verloren. ALBA unterliefen 17 Ballverluste, Tübingen nur 10. Überragender Mann der Gastgeber war Branislav Ratkovica mit 16 Punkten, 8 Assists und 5 Rebounds.
Spielverlauf: Nach einem guten Start (Dreier Marinovic, Layup Jenkins) und einer 5:0-Führung verlor das Team von Luka Pavicevic schnell wieder den Faden. Die Gastgeber erzielten angeheizt von der gut gefüllten Paul Horn-Arena Punkt um Punkt hinderten die dezimierten Albatrosse beinahe sieben Minuten davon ab, auch nur einen Punkt zu erzielen. Mit den Hauptdarstellern Kashirov und Ratkovica hatten die Tigers in der Zeit einen 13:0-Run zum 13:5 aufs Parkett gelegt. Der eingewechselte Bryce Taylor brach aus der Mitteldistanz endlich den Bann, woraufhin ALBA besser zurück ins Spiel fand. Bis zur Viertelpause verkürzten die Berliner noch auf 12:16.
Marko Marinovic eröffnete die nächsten 10 Minuten gleich wieder per Dreier, doch der gut aufgelegte Ratkovica verhinderte im Angriff mehrfach, dass ALBA die Führung zurück eroberte. Ausgerechnet die eh schon stark dezimierte lange Garde der Berliner geriet in frühe Foulprobleme: Patrick Femerling saß mit zwei Fouls auf der Bank, genau wie ab der 13. Minute Sven Schultze, der sogar bereits drei Verwarnungen erhalten hatte. Marko Marinovic versenkte Dreier um Dreier, doch es gelang den Albatrosse nicht, in Führung zu gehen. So stellte Luka Pavicevic um und schickte mit Marinovic, Jenkins, Staiger, McElroy und Allen eine so kleine Aufstellung aufs Feld, wie man sie wohl lange nicht bei ALBA gesehen hat. Auf 38:30 zogen die Tiger bis kurz vor der Pause wieder davon, aber Jenkins mit dem Drive und der auch schon mit drei Fouls belastete Lucca Staiger per Dreier in letzter Sekunde verkürzten zur Halbzeit noch auf 35:38.
Die Albatrosse hatten sich in der Kabine wohl noch einmal richtig eingeschworen und kamen sehr motiviert zurück aufs Parkett. In der Verteidigung hinderten sie die Gäste vier Minuten am Punkten – Distanzfehlwürfe und Ballverluste prägten das Tübinger Bild in dieser Phase. Zuerst war es Immanuel McElroy, der sein Team von der Dreierlinie nach langer Zeit endlich wieder mit einem Zähler in Führung brachte und später Bryce Taylor, der den Vorsprung, obwohl Watts nun auch die Tigers-Durststrecke beendet hatte, auf 51:40 ausbaute. Doch im zweiten Teil des Viertels hatten die Gastgeber wieder Oberwasser: Ballverluste und zu hastige Abschlüsse auf ALBA-Seite nutzte Ex-Albatros Johannes Herber, um aus der Mitteldistanz auf 50:53 zu verkürzen. Der nun schon mit vier Fouls agierende Sven Schultze traf nochmals von der Dreierlinie, aber mit 58:54 bleib der Vorsprung zum Ende des Viertels knapp.
Die Albatrosse hatten ihren Rhythmus verloren und taten sich zu Beginn der letzten zehn Minuten besonders schwer. Es dauerte lange, bis Sven Schultze endlich wieder Punkte für sein Team markierte – Ratkovica hatte Tübingen davor schon wieder mit einem Zähler in Führung gebracht. Auch Staiger traf noch mal für Drei (64:60), aber nun gelang den Berliner gar nichts mehr. In den letzten Minuten des Viertels intensivierten die Hausherren nochmals ihr Verteidigungskonzept, switchten jeden Block und doppelten aggressiv unter dem Korb, sobald ein Ball dorthin gespielt wurde. So brachte Dane Watts sein Team mit vier Punkten Vorsprung ins Schlussviertel. Hätten Jenkins und Marinovic in dieser Phase nicht beide jeweils vier Freiwürfe verworfen, hätte die Partie vielleicht noch einmal kippen können. Aber da Tübingens Chris Oliver es besser machte und alle seine vier Versuche von der Linie verwandelte, war die Niederlage besiegelt. Nun bleibt den Hauptstädtern nicht viel Zeit, um die Wunden zu lecken, denn schon am Mittwoch wartet als nächster Gegner – in einem Nachholspiel der MBC dann aber in der heimischen o2 World.


