79:62 gegen Caserta – ALBA in der Runde der Besten 16!
(7.12.) Mit einem 79:62-Heimsieg gegen Pepsi Caserta haben die Albatrosse am Dienstag Abend in der o2 World vorzeitig die nächste Runde im Eurocup erreicht. Nach dem vierten Sieg im vierten Spiel ist der Mannschaft von Luka Pavicevic der Einzug ins TOP16 nicht mehr zu nehmen.
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Nachdem die Albatrosse im ersten Viertel vor 8.854 Zuschauern überhaupt nicht einmal aus der Dreipunktedistanz abgedrückt hatten, sorgten sie zum Ende des zweiten Abschnitts mit einer ganzen Serie von Distanztreffern schon für die Entscheidung: Trotz einer Schwächephase nach dem Seitenwechsel ließen sich die Albatrosse ihren 50:28-Pausenvorsprung nicht mehr nehmen. Nach dem zuletzt durchwachsenen Auftritt in Braunschweig wusste ALBA auch wieder in der Defense zu überzeugen.
ALBAs Topscorern Jenkins (14 Punkte, 4 Assists, 3 Rebounds) und Marinovic (14 + 4 Assists) folgten Dragicevic (10 + 5 Rebounds) sowie Yassin Idbihi (10) mit zweistelligen Punktausbeuten. Ein Sonderlob verdiente sich einmal mehr Immanuel McElroy (4 Punkte, 5 Rebounds, 3 Assists) in der Defense, wo er seine jeweiligen Gegenspieler komplett aus dem Spiel nahm. Die meisten Punkte für die Italiener erzielten Fabio Di Bella (16) und Eric Williams (10).
Trotz der vorzeitigen Qualifikation für das TOP16 bleibt es spannend für ALBA in der Gruppe H: Im nächsten Heimspiel am Dienstag gegen Wloclawek geht es für die Hauptstädter darum, sich mit einem Sieg den ersten Platz der Gruppe zu sichern, was für die nächste Runde die bessere Ausgangsposition bedeuten würde. "Wir werden bis zum Ende darum kämpfen, uns den ersten Platz zu sichern!", machte Coach Luka Pavicevic gleich nach dem Spiel die Marschroute klar. Das vierte Team der Vierer-Gruppe, Samara, gewann parallel auswärts gegen Wloclawek, wodurch die Russen nun mit Caserta (2:2 Siege) in der Tabelle gleich gezogen haben.
Spielverlauf: Zwar startete ALBA mit einem Ballverlust und daher zwei leichten Punkten für Caserta in die Partie, aber danach etablierten die Albatrosse erfolgreich ihr Spiel. Caserta fand sich defensiv nicht gut gegen das Berliner Pick & Roll zurecht und konnte Patrick Femerling nur per Foul am Korberfolg hindern. Dieser musste nach vier erfolgreichen Freiwürfen zwar mit zwei schnellen Fouls auf die Bank, doch der für ihn eingewechselte Idbihi machte es genauso gut. Er erzielte sechs Zähler in Folge und hatte auch mit harter Arbeit in der Verteidigung gegen Casertas 140-Kilo-Koloss Eric Williams großen Anteil daran, dass ALBA nach fünf Minuten 12:6 führte. Die Albatrosse verteidigten weiter intensiv und bauten ihren Vorsprung über Freiwürfe vorne weiter aus. Derrick Allen erhöhte bis auf 18:8, doch dann kamen die Italiener nach ihrem erstem Dreier durch Koszarek auch langsam besser in Schwung. Bis zur ersten Pause schlossen sie wieder auf 14:20 auf.
Nach einer Reihe von korblosen Angriffen verkürzte Colussi aus der Halbdistanz noch weiter auf vier Punkte. Doch vorne waren es nach dieser Berliner Schwächephase Dragicevic mit einem seiner unwiderstehlichen Post-Up-Bewegungen und vor allem Marko Marinovic mit den beiden ersten ALBA-Dreiern der Partie in Folge, die ihr Team wieder auf neun Zähler absetzten. Aber die Gäste waren nicht abzuschütteln: Di Bella und Doornekamp hielten sie in Schlagdistanz. Eric Williams und Yassin Idbihi lieferten sich unter dem Korb ein besonders heißes Duell. Beide setzten ihre wuchtigen Körper kompromisslos gegeneinander ein, mussten allerdings beide auch nach ihrem jeweils dritten Foul auf der Bank Platz nehmen. In den letzten Minuten der Halbzeit spielten sich die Albatrosse schließlich in einen regelrechten Rausch. Aus Ballgewinnen in der Verteidigung kamen sie zuerst ins Laufen, um danach in Person von Dragicevic, Marinovic und Schultze einen Dreipunktewurf nach dem anderen zu versenken. Unter tobendem Applaus der Zuschauer zog ALBA bis zur Pause auf 50:28 davon.
Was vor der Halbzeit noch so rund lief, klappte nach dem Seitenwechsel überhaupt nicht mehr: ALBA fand keinen Weg mehr, den Ball im Korb unterzubringen – es war wie verhext. Aber gute Defense und auch eine gewisse Ratlosigkeit der Gäste sorgten dafür, dass geschlagene fünf Minuten kein einziger Punkt für beide Teams fiel. Fabio Di Bella beendete per Freiwurf schließlich die Durstrecke, während ALBA sich weiter vorne schwer tat. Mit einem schönen Dreipunktespiel von Bryce Taylor war auch endlich ein Albatros wieder erfolgreich, aber Caserta schob sich nun über Freiwürfe Stück für Stück heran. Nach einer Serie von Offensivrebounds der Italiener und schließlich einem Tip-in von Williams stand es in der 29. Minute nur noch 56:42. Zwei wichtige Körbe von Julius Jenkins sorgten jedoch dafür, dass ALBA mit 15 Punkten Vorsprung (60:45) aus dem Viertel ging.
Mit Beginn des Schlussabschnitts legten die Albatrosse wieder zu. Vor allem Julius Jenkins wollte es nun wissen und attackierte immer wieder hart das Brett. Da auch die ALBA-Verteidigung gut stand, war die Partie nach einem Floater von Jenkins zum 67:50 sechs Minuten vor dem Ende endgültig gelaufen. Die Italiener unternahmen keine ernsthaften Anstrengungen mehr, den Ausgang der Partie zu verändern. Nur Ex-NBA-Profi Jumaine Jones, der vorher sehr blass gelblieben war, lief nun zur Hochform auf. Am klaren Endresultat konnte aber auch er nichts mehr ändern.


