91:47 - ALBA feiert Schützenfest in der o2 World
(12.11.) Mit einem 91:47-Kantersieg hat ALBA BERLIN am Freitag Abend die Giants Düsseldorf bezwungen. In einem von Beginn an einseitigen Spiel nutzten die Albatrosse den schwachen Auftritt der Rheinländer, um die Zuschauer in der o2 World mit spektakulären Aktionen zu begeistern.
Highlights ALBA - Düsseldorf
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Von der ersten Minute an dominierte ALBA die Partie gegen einen Gast, der vor allem in der Defense wenig Gegenwehr leistete. Auch wenn die Partie schnell entschieden war, ließ die Intensität der Berliner in der Verteidigung bis zum Schluss kaum nach. Mit berauschenden Wurfquoten markierten die Albatrosse schon zur Halbzeit 55 Punkte, verpassten es am Ende aber doch knapp, den ersten „Hunderter“ seit dem Umzug in die o2 World zu erreichen. Topscorer vor 8.878 Zuschauern wurde Julius Jenkins mit 16 Punkten. Neben ihm scorten auch Dragicevic (15 + 7 Rebounds), Price (11) sowie Allen, McElroy und Idbihi (je 10) zweistellig. McElroy glänzte dazu mit 7 Assists. Für die Giants erzielten Vierneisel und Tatum die meisten Punkte (je 10).
Während die Düsseldorfer immer noch auf ihren ersten Saisonsieg warten müssen, ist ALBA damit in dieser Saison zuhause immer noch ungeschlagen (4x Beko BBL, 3x Euroleague-Quali). Am kommenden Dienstag beim Auftakt der Eurocup-Gruppenphase beim polnischen Vizemeister Anwil Wloclawek wartet unter Garantie ein ganz anderer Gegner auf die Albatrosse. Die um 19 Uhr beginnende Partie wird live auf Eurosport 2 übertragen.
Spielverlauf: Auch wenn Patrick Femerling nach noch nicht einmal einer Minute nach einem Schlag in den Solarplexus vom Feld musste, starteten seine Albatrosse furios. Fast jeder Angriff wurde in den ersten Minuten erfolgreich abgeschlossen. Allen und Dragicevic sorgten für Furore unter dem Korb, während McElroy und Jenkins im Fastbreak schnell nach vorne durchstarteten. Als Dragicevic auch noch von der Dreierlinie traf, lag ALBA nach vier Minuten schon mit 13:2 vorn und Giants-Coach Murat Didin brauchte eine schnelle Auszeit. Doch auch danach bot sich ein unverändertes Bild: Düsseldorf war alles andere als bissig und die Albatrosse nutzten dies mit blitzschnellem Passspiel und konsequenten Abschlüssen in vollen Zügen aus. Ein regelrechtes Dreipunkte-Feuerwerk brannten sie dabei ab: Zum Ende des Viertels hatten drei Dreier von Jenkins und zwei von Dragicevic viel dazu beigetragen, dass die Berliner mit sage und schreibe 33:14 in Führung lagen.
Auch im zweiten Viertel änderte sich nichts am Kräfteverhältnis: ALBA dominierte die Partie und spielte sich immer wieder sehenswerte Körbe heraus. Vor allem Marko Marinovic begeisterte das Publikum mit seinen spektakulären No-Look-Pässen quer über das Spielfeld. Auch Schultze und Staiger schossen nun von der Dreierlinie ein - ALBA hatte zur Halbzeit schon neun Treffer von „Downtown“ markiert. Auch dass Tadija Dragicevic seinen nächsten Distanztreffer per Brett nicht vorher angesagt hatte, störte eigentlich keinen mehr. Nach einem Mini-Lauf der Giants und einer kurzen Phase der Unkonzentriertheit in der ALBA-Defense wollte Luka Pavicevic sogar eine Auszeit, um wieder mehr Intensität ins Spiel der Albatrosse zu bekommen. Sein Team hörte auf ihn, schaltete daraufhin wieder einen Gang hoch und zog bis zur Pause noch auf 55:26 davon.
Auch nach der Halbzeit dachten die Albatrosse nicht daran, in der Verteidigung nachzulassen. Über drei Minuten gestatteten sie den Gästen keinen Korb und erhöhten derweil mit einem 7:0-Lauf auf 62:26. Immer wieder konnten die Berliner ihre Fastbreaks laufen, bei denen Julius Jenkins das Publikum in der 23. Minuten mit einem spektakulären Alley-Oop nach Anspiel von Immanuel McElroy von den Sitzen riss. Danach ließ die Konzentration jedoch etwas nach, so dass teilweise auch einfache Korbleger vergeben wurden. An der Deutlichkeit des Vorsprungs änderte das trotzdem nichts, Düsseldorf leistete schon lange keine Gegenwehr mehr. Nach Dreiern von Price und Jenkins sowie einem Fastbreak von McElroy ging ALBA mit einem 73:32 in Schlussviertel.
Bei 40 Punkten Vorsprung war zumindest nicht mehr viel Spannung im Spiel beim Anbruch der letzten 10 Minuten. ALBA hatte nun einen Gang zurück geschaltet, verteidigte aber immer noch intensiv. Spannend blieb die Frage, ob die Albatrosse zum ersten Mal in der o2 World die 100-Punkte-Marke knacken würden. Doch es zeichnete sich nach einigen Fehlwürfen ab, dass es dazu nicht mehr kommen sollte. Dafür konnten sich die Zuschauer aber noch über den ersten Bundesliga-Punkt der Saison von Nachwuchscenter Andreas Seiferth freuen, den dieser von der Freiwurflinie markierte.
Stimmen zum Spiel
Murat Didin (Düsseldorf):
Ich muss mich bei meiner Mannschaft und den vielen tausend Zuschauern für den Auftritt entschuldigen. Wir hätten mehr Widerstand und Intensität an den Tag legen müssen. Wir haben Qualität im Team, aber es fehlt uns Einsatz und Begeisterung. Vielen meiner Spieler fehlt auch die Erfahrung in der deutschen Liga. Wir machen zu viele Fehler, wie auch heute von Anfang an. Wir müssen neue finanzielle Ressourcen erschließen, um uns noch verstärken zu können.
Luka Pavicevic (ALBA):
Ich gratuliere meinem Team für die Art und Weise wie es dieses Spiel gewonnen hat. Wir waren als bessere Mannschaft in der Verantwortung zu siegen. Wir waren die Favoriten und Düsseldorf stand noch ohne Sieg da. Mein Team ist dieser Situation entsprechend aufgetreten und hat mit viel Einsatz und Intelligenz gespielt. Auch als die Partie längst entschieden war, haben sie nicht nachgelassen. Wir müssen nun die gute Stimmung für unseren schweren Eurocup-Auswärtstrip nach Wloclawek in Polen nutzen.


