Erste Niederlage in der Bundesliga: ALBA verliert in Ulm
(6.11.) Am Samstag Abend in Ulm haben die Albatrosse mit 73:77 ihre erste Bundesliga-Niederlage der Saison erlitten. In einem eng umkämpften Spiel, das kurz vor Schluss noch ausgeglichen war, waren die Gastgeber ALBA immer einen kleinen Schritt voraus.
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An der Nervenstärke der Berliner an der Freiwurflinie lag es nicht, dass sie am Ende knapp den Kürzeren in Ulm zogen. Denn dort hatten sie am Ende 92% (23/35) ihrer Versuche im Ziel versenkt. Eher probematisch für das Team von Luka Pavicevic blieb, dass es, obwohl es an Intensität und Einsatz nicht fehlte, vorne wie hinten zu viele einfache Fehler passierten - zumeist in genau den entscheidenden Situationen, wenn das Spiel hätte kippen können. Angeführt von ihrem Point Guard Per Günther, der überall auf dem Court seine Hände im Spiel hatte und 15 Punkte, 4 Assists und 3 Steals markierte, hatten die starken Ulmer stets eine Antwort auf ALBAs Bemühungen parat. Als sie kurz vor Schluss an der Freiwurflinie schwächelten, gelang es ALBA trotzdem nicht, daraus Kapital zu schlagen.
Bei den Albatrosssen überzeugten vor allem die Innenspieler: Die drei besten Scorer hießen Derrick Allen (24), Tadija Dragicevic (10) und Patrick Femerling (9). Der Berliner Backcourt um Julius Jenkins (7 Punkte, 4 Ballverluste) bleib hingegen unter seinen Möglichkeiten. Nur drei Tage später stehen die Hauptstädter bei ihrem Nachholspiel gegen Trier in der o2 World nun vor der Herausforderung, die Niederlage schnell aus den Köpfen zu bekommen. Gleichzeitig bietet es natürlich auch die Chance, zurück in die Erfolgsspur zu finden. Tickets >>
Spielverlauf: Gegen die Ulmer, die mit Sonderleiter (2,09) und Bryant (2,11) ihre beiden größten Innenspieler gleich gemeinsam aufboten, stand erstmals ALBA-Kapitän Femerling in der ersten Fünf. Er setzte mit einem Dreipunktespiel zum Auftakt ein Ausrufezeichen, doch einen Initialzündung bewirkte das bei seinem Team nicht. ALBA tat sich schwer ins Spiel zu kommen und schoss aus der Distanz erst einmal die Lichter in der Kuhberghalle aus. Gleiches galt auch für Ulm, das aber mehr Kapital aus seinen Gelegenheiten unter dem Korb schlug und sich schnell auf 8:5 absetzte. Beide Teams leisteten sich viele Ballverluste – das Spiel blieb zerfahren. Dragicevic tankte sich für ALBA durch und verkürzte auf 9:10, doch Ulm schaffte es, dank eines Buzzerbeater-Dreiers von Power Forward Collins bis zur Viertelpause wieder auf 17:11 davon zu ziehen.
Zu Beginn des zweiten Abschnitts schlug Collins direkt wieder zu, doch Derrick Allen zuerst mit einem Dreipunktspiel und danach mit zwei Freiwürfen hielt seine Albatrosse im Spiel. Als die Gastgeber jedoch in der 13. Minute nach Punkten von Wenzel und erneut Collins 25:16 führten, wurde es Luka Pavicevic zu bunt und er rief zu einer frühen Auszeit. Anscheinend hatte er sein Team kurzzeitig wachgerüttelt, denn nach einem 7:0-Lauf waren die Berliner nur noch 23:25 in Rückstand - Lucca Staiger hatte in seiner Heimatstadt endlich den ersten Dreier für ALBA versenkt. Immanuel McElroy tat es ihm kurz darauf gleich und die Albatrosse lagen wieder mit einem Punkt vorn. Aber Ulm konterte angefeuerte von der proppevollen „Kuhberghölle“ bravourös: Auch Derrick Allens Korbleger verhindert nicht, dass sie nach Brettpunkten von Benzing und Sonderleiter wieder 34:30 vorn lagen. Auch eine weitere ALBA-Auszeit nützte nichts: Ballverluste von Jenkins und Allen führten zu einem 38:32-Rückstand zum Ende der Halbzeit. Zu viele Fehler unterliefen den Berliner - allein von sechs Fastbreaks wurde nur einer erfolgreich abgeschlossen.
Nach dem Seitenwechsel kam ALBA besser in Fahrt: Sechs Punkte in Folge von Patrick Femerling und ein Anspiel des ALBA-Kapitäns auf Julius Jenkins brachten ALBA nach drei Minuten wieder 40:42 auf hearn. Doch ein richtiges Momentum wollte bei den Berlinern nicht aufkommen. Immer wenn ALBA drauf und dran war, die Führung zu übernehmen, hatte Ulm eine Antwort parat. Zuerst in Person von Per Günther mit dem Dreier oder wenig später, nach dem Allen und Dragicevic ihr Team auf einen Zähler herangebracht hatten, durch Coleman Collins am Brett. Es ging nun hin und her, die Partie war offen. Ulm legte in den letzten Minuten des Viertels über Betz und Collins noch mal auf sechs Zähler vor, aber bis zur Pause kämpften sich die Albatrosse mit Freiwürfen von Allen und einem Dreier von Marinovic wieder auf 55:56 ran.
Der Start des Schlussabschnitts gehörte wieder den Hausherren, die über Travis und Betz erneut vorlegten. Marinovic war für ALBA erfolgreich, doch Julius Jenkins, der einen gebrauchten Tag erwischt hatte, verlor unglücklich den Ball, wodurch Travis Walton die Ulmer 64:57 in Führung brachte. Die Uhr begann gegen die Berliner zu ticken, die vier Minuten vor dem Schluss noch mit 59:66 im Hintertreffen waren. Aber mit viel Intensität in der Verteidigung holten sie noch einmal auf. Sieben von acht Freiwürfen versenkten sie in einem 7:0-Run, der die Partie exakt drei Minuten vor dem Ende wieder auf 66:66 ausglich. Es begann eine wahre Nervenschlacht. Zwar blieb Derrick Allen an der Linie mit zwei Treffern cooler als Benzing und Sonderleiter, die je nur einen Versuch versenkten, doch als ALBA bei 90 Sekunden Restzeit die Führung hätten übernehmen können, verlor Derrick Allen den Ball, was Per Günther auf der Gegenseite prompt mit einem erfolgreichen Dreipunktespiel quittierte. Nach einem Fehlwurf traf Trice bei 35 Sekunden auf der Uhr zum 73:68 und die Partie schien gelaufen, doch ein schneller Dreipunktewurf von Julius Jenkins macht es doch noch mal spannend. Trice konterte erneut per Layup, aber zwei Freiwürfe von Hollis Price bedeuteten das 73:75 bei 19 Sekunden Restzeit. Robin Benzing wurde nun an die Linie geschickt, traf nur einen Freiwurf und gab ALBA damit die Chance, doch noch auszugleichen und die Partie in die Verlängerung zu schicken. Doch der Dreierversuch von Hollis Price fand sein Ziel nicht und als Travis Walton neun Sekunden vor Schluss einen Freiwurf zum 77:73 traf, waren die Albatrosse endgültig geschlagen.
An der Nervenstärke der Berliner an der Freiwurflinie lag es nicht, dass sie am Ende knapp den Kürzeren in Ulm zogen. Denn dort hatten sie am Ende 92% (23/35) ihrer Versuche im Ziel versenkt. Eher probematisch für das Team von Luka Pavicevic blieb, dass es, obwohl es an Intensität und Einsatz nicht fehlte, vorne wie hinten zu viele einfache Fehler passierten - zumeist in genau den entscheidenden Situationen, wenn das Spiel hätte kippen können. Angeführt von ihrem Point Guard Per Günther, der überall auf dem Court seine Hände im Spiel hatte und 15 Punkte, 4 Assists und 3 Steals markierte, hatten die starken Ulmer stets eine Antwort auf ALBAs Bemühungen parat. Als sie kurz vor Schluss an der Freiwurflinie schwächelten, gelang es ALBA trotzdem nicht, daraus Kapital zu schlagen.
Bei den Albatrosssen überzeugten vor allem die Innenspieler: Die drei besten Scorer hießen Derrick Allen (24), Tadija Dragicevic (10) und Patrick Femerling (9). Der Berliner Backcourt um Julius Jenkins (7 Punkte, 4 Ballverluste) bleib hingegen unter seinen Möglichkeiten. Nur drei Tage später stehen die Hauptstädter bei ihrem Nachholspiel gegen Trier in der o2 World nun vor der Herausforderung, die Niederlage schnell aus den Köpfen zu bekommen. Gleichzeitig bietet es natürlich auch die Chance, zurück in die Erfolgsspur zu finden. Tickets >>
Spielverlauf: Gegen die Ulmer, die mit Sonderleiter (2,09) und Bryant (2,11) ihre beiden größten Innenspieler gleich gemeinsam aufboten, stand erstmals ALBA-Kapitän Femerling in der ersten Fünf. Er setzte mit einem Dreipunktespiel zum Auftakt ein Ausrufezeichen, doch einen Initialzündung bewirkte das bei seinem Team nicht. ALBA tat sich schwer ins Spiel zu kommen und schoss aus der Distanz erst einmal die Lichter in der Kuhberghalle aus. Gleiches galt auch für Ulm, das aber mehr Kapital aus seinen Gelegenheiten unter dem Korb schlug und sich schnell auf 8:5 absetzte. Beide Teams leisteten sich viele Ballverluste – das Spiel blieb zerfahren. Dragicevic tankte sich für ALBA durch und verkürzte auf 9:10, doch Ulm schaffte es, dank eines Buzzerbeater-Dreiers von Power Forward Collins bis zur Viertelpause wieder auf 17:11 davon zu ziehen.
Zu Beginn des zweiten Abschnitts schlug Collins direkt wieder zu, doch Derrick Allen zuerst mit einem Dreipunktspiel und danach mit zwei Freiwürfen hielt seine Albatrosse im Spiel. Als die Gastgeber jedoch in der 13. Minute nach Punkten von Wenzel und erneut Collins 25:16 führten, wurde es Luka Pavicevic zu bunt und er rief zu einer frühen Auszeit. Anscheinend hatte er sein Team kurzzeitig wachgerüttelt, denn nach einem 7:0-Lauf waren die Berliner nur noch 23:25 in Rückstand - Lucca Staiger hatte in seiner Heimatstadt endlich den ersten Dreier für ALBA versenkt. Immanuel McElroy tat es ihm kurz darauf gleich und die Albatrosse lagen wieder mit einem Punkt vorn. Aber Ulm konterte angefeuerte von der proppevollen „Kuhberghölle“ bravourös: Auch Derrick Allens Korbleger verhindert nicht, dass sie nach Brettpunkten von Benzing und Sonderleiter wieder 34:30 vorn lagen. Auch eine weitere ALBA-Auszeit nützte nichts: Ballverluste von Jenkins und Allen führten zu einem 38:32-Rückstand zum Ende der Halbzeit. Zu viele Fehler unterliefen den Berliner - allein von sechs Fastbreaks wurde nur einer erfolgreich abgeschlossen.
Nach dem Seitenwechsel kam ALBA besser in Fahrt: Sechs Punkte in Folge von Patrick Femerling und ein Anspiel des ALBA-Kapitäns auf Julius Jenkins brachten ALBA nach drei Minuten wieder 40:42 auf hearn. Doch ein richtiges Momentum wollte bei den Berlinern nicht aufkommen. Immer wenn ALBA drauf und dran war, die Führung zu übernehmen, hatte Ulm eine Antwort parat. Zuerst in Person von Per Günther mit dem Dreier oder wenig später, nach dem Allen und Dragicevic ihr Team auf einen Zähler herangebracht hatten, durch Coleman Collins am Brett. Es ging nun hin und her, die Partie war offen. Ulm legte in den letzten Minuten des Viertels über Betz und Collins noch mal auf sechs Zähler vor, aber bis zur Pause kämpften sich die Albatrosse mit Freiwürfen von Allen und einem Dreier von Marinovic wieder auf 55:56 ran.
Der Start des Schlussabschnitts gehörte wieder den Hausherren, die über Travis und Betz erneut vorlegten. Marinovic war für ALBA erfolgreich, doch Julius Jenkins, der einen gebrauchten Tag erwischt hatte, verlor unglücklich den Ball, wodurch Travis Walton die Ulmer 64:57 in Führung brachte. Die Uhr begann gegen die Berliner zu ticken, die vier Minuten vor dem Schluss noch mit 59:66 im Hintertreffen waren. Aber mit viel Intensität in der Verteidigung holten sie noch einmal auf. Sieben von acht Freiwürfen versenkten sie in einem 7:0-Run, der die Partie exakt drei Minuten vor dem Ende wieder auf 66:66 ausglich. Es begann eine wahre Nervenschlacht. Zwar blieb Derrick Allen an der Linie mit zwei Treffern cooler als Benzing und Sonderleiter, die je nur einen Versuch versenkten, doch als ALBA bei 90 Sekunden Restzeit die Führung hätten übernehmen können, verlor Derrick Allen den Ball, was Per Günther auf der Gegenseite prompt mit einem erfolgreichen Dreipunktespiel quittierte. Nach einem Fehlwurf traf Trice bei 35 Sekunden auf der Uhr zum 73:68 und die Partie schien gelaufen, doch ein schneller Dreipunktewurf von Julius Jenkins macht es doch noch mal spannend. Trice konterte erneut per Layup, aber zwei Freiwürfe von Hollis Price bedeuteten das 73:75 bei 19 Sekunden Restzeit. Robin Benzing wurde nun an die Linie geschickt, traf nur einen Freiwurf und gab ALBA damit die Chance, doch noch auszugleichen und die Partie in die Verlängerung zu schicken. Doch der Dreierversuch von Hollis Price fand sein Ziel nicht und als Travis Walton neun Sekunden vor Schluss einen Freiwurf zum 77:73 traf, waren die Albatrosse endgültig geschlagen.


