ALBA geht mit sechs Punkten Vorsprung ins Rückspiel
(28.9.) ALBA BERLIN hat sein Hinspiel in der zweiten Runde der Euroleague-Qualifikation gegen Hemofarm Vrsac am Dienstag Abend mit 73:67 gewonnen. Damit haben die Berliner eine aussichtsreiche Ausgangsposition für das am Freitag in Serbien stattfindende Rückspiel.
Highlights ALBA - Hemofarm
Zur Statistik >>
Vor dem Spiel hatte Luka Pavicevic erklärt, er gehe eh davon, dass man beide Spiele gegen Vrsac gewinnen müsse. Genau das triff nun zu, denn mit sechs Punkten Vorsprung müssen die Albatrosse am Freitag in Serbien natürlich auf Sieg spielen. Alle ALBA-Fans sind herzlich eingeladen, der entscheidenden Partie im Public Viewing im „Alberts“ beizuwohnen.
Die Albatrosse gingen gehandicapt in die Partie, denn Sven Schultze musste wegen seiner Verletzung aus dem letzten Spiel gegen Roanne (Kapsel- und Innenbandzerrung) pausieren. Bis zu Beginn des dritten Viertels hatten die Albatrosse sich dennoch mit einer starken Leistung auf 66:48 abgesetzt und den Gegner dabei in allen Belangen kontrolliert. Die sehr auf ihren Star Milan Macvan konzentrierten Gäste (Topscorer mit 16 Puntken) kamen im Schlussabschnitt aber noch mal stark zurück, während bei ALBA der Schlendrian Einzug hielt. Das letzte Viertel ging mit 19:9 an die Serben.
Topscorer für ALBA wurde Marko Marinovic mit 15 Punkten, 4 Rebounds und 3 Assists, neben dem vor allem Immanuel McElroy (12 Punkte, 3 Rebounds, 3 Assists) und Patrick Femerling (9 Punkte, 7 Rebounds) überzeugten. Bei Hemofarm punkteten Macvan (16 + 9 Rebounds) und Borisov (12) zweistellig. Beide Team trafen hochprozentig von der Dreier- (ALBA 40%, Vrsac 35%) und Freiwurfline (85 & 87%).
Spielverlauf: ALBA ging nach Punkten von Derrick Allen im Post-up zunächst in Führung, musste danach aber einen Lauf der Gäste zum 2:7 hinnehmen, an dem Hemofarms Star Macvan bereits mit vier Zählern beteiligt war. Die Albatrosse, die heute zuhause in ihren blauen Auswärtstrikots antreten mussten, da Vrsac nur weiße und orangene Trikotsätze hat, stabilisierten sich über harte Züge zum Brett, so dass es nach fünf Minuten ausgeglichen 9:9 stand. Über mehrere Fastbreaks und einen „Parkplatz-Dreier“ von Dragicevic setzten sich die Albatrosse schon auf 17:13 ab, doch eine Häufung von Ballverlusten führte noch zu einem 21:21-Unentschieden nach 10 Minuten.
Nach einem guten 5:0-Start ins zweite Viertel (Dreier Price, Hookshot Allen) verpassten es die Berliner, ihre optische Überlegenheit auszunutzen, so dass Hemofarm in der 14. Minute wieder ausglich. Bis zur 17. Minute blieb es bei wenigen Korberfolgen 30:30 ausgeglichen, bis die Albatrosse mit vier blitzschnell abgeschlossenen Angriffen aus Ballgewinnen wieder auf 38:30 davonzogen. Nach einer Hemofarm-Auszeit konterte Miljan Pavkovic noch mal per Dreier, aber weitere Punkte von Femerling, mit dem die Serben unter dem Korb nicht zurecht kamen, und ein Dreier von Marinovic bescherten ALBA einen 43:33-Vorsprung zur Halbzeit.
Die Albatrosse kamen gut aus der Kabine und knüpften zunächst nahtlos an die erste Hälfte an. Nach dem nächsten Fastbreak von McElroy, einem Dreier von Marinovic und zwei Punkten durch Dragicevic lagen sie 52:37 vorn und Hemofarm brauchte eine schnelle Auszeit. Danach waren die Gäste vornehmlich aus der Distanz erfolgreich, denn die ALBA-Defensive um Kapitän Femerling verstand es gut, die Räume unter dem Korb eng zu machen. Die Albatrosse hatten dank eines Julius Jenkins, der nun mehrfach unnachahmlich das Brett attackierte, trotz Dreiern von Savovic und Borisov, den Vorsprung bis zur letzten Viertelpause auf 64:48 anwachsen lassen. Milan Macvan, der immer noch keine Sekunde auf der Bank gesessen hatte, erzielte in diesem Abschnitt nur einen Korb.
Im letzten Viertel schlichen sich bei ALBA Unkonzentriertheiten ein. Vor allem im Abschluss wurden viele leichte Chancen ausgelassen, während die serbischen Gäste noch mal aggressiver wurden und eine Schippe drauflegten. Einen 11:1-Lauf legten sie zwischen der 31. und der 35. Minute aufs Parkett, der den Berliner Vorsprung auf 59:67 zusammen schmelzen ließ. Auch eine Auszeit von Luka Pavicevic half nicht, bei seinem Team lief einfach nicht mehr viel zusammen. Bis auf vier Zähler kam Hemofarm anderthalb Minuten vor dem Ende heran, bis Immanuel McElroy endlich wieder mit einem Fastbreak erfolgreich war. Macvan verkürzte in der Schlussminute erneut auf vier Punkte, aber der starke Immanuel McElroy war mit einem Offensivrebound und anschließendem Korbleger zur Stelle und sorgte für den 73:67-Endstand.


