Nach 80:55-Heimsieg gegen Gießen weiter an der Tabellenspitze
(17.1) ALBA BERLIN hat am Sonntag Abend sein Heimspiel des 20. Spieltags der Beko BBL gegen die LTi Gießen 46ers klar mit 80:55 gewonnen. Gegen die gegenüber dem Hinspiel personell stark veränderten Hessen tat sich ALBA offensiv lange sehr schwer, vergab einfache Chancen. Mit einem konzentrierten Schlussspurt sicherte sich das Team von Luka Pavicevic vor 9.588 Zuschauern in der o2 World schließlich doch noch den erhofften deutlichen Heimsieg.
Derrick Byars lässt es krachen
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Lange war bei den Albatrossen offensiv komplett der Wurm drin. Leichte Korbleger und Freiwürfe wurden reihenweise vergeben. Defensiv gab es wenig auszusetzen, lediglich der frisch zum Giessener Team gestoßene Elvir Ovcina bereite mit 16 Punkten Schwierigkeiten. Er war mit Rashad Phillips, der noch nicht im Kader stand, vor wenigen Tagen als Ersatz für den langfristig ausfallenden David Teague präsentiert worden. Teague, immerhin Topscorer der Liga, hatte ALBA im Hinspiel, das die Berliner erst nach Verlängerung gewannen, mit 35 Punkten eingeschenkt. Der Ausfall schien Giessen aber nicht weiter zu schwächen, denn sie hielten die Partie lange offen. In den letzten Minuten platzte bei ALBA endlich der Knoten und angeführt von Topscorer Derrick Byars (21 Punkte, 5 Rebounds) wurde die optische Überlegenheit noch in ein deutliches Ergebnis umgewandelt. Nach ihm punkteten Julius Jenkins (13) und Steffen Hamann (12) am häufigsten. Immanuel McElroy sammelte 9 Zähler und verteilte 6 Korbvorlagen, während Chubb (5) und Golemac (4) jeweils 6 Rebounds abgriffen.
Ovicina stand auch gleich in der ersten Fünf der Gäste, konnte aber anfangs noch kein Akzente setzen. Das gelang allerdings beiden Teams zunächst nicht. Zweieinhalb Minuten dauerte es, bis Blagota Sekulic an der Freiwurflinie die ersten Punkte der Partie erzielte. Die Albatrosse standen defensiv gut gegen die Hessen, hatten aber offensiv ihre Probleme. Der Ball lief gut, doch im Abschluss haperte es. Nach Dreipunktewürfen von McElroy und Wright führte ALBA 9:5, aber nun wusste sich Gießens neuer Center Ovcina zwei mal durchzusetzen. Gepaart mit einem wilden Dreier von Johnson gingen nun die Gäste 12:10 in Führung. ALBA vergab freie Würfe gegen die Zonenverteidigung der 46ers und lag so auch zum Viertelende noch mit 12:14 hinten.
Gleich zum Auftakt des zweiten Abschnitts schalteten die Berliner einen Gang hoch. Mit mehr Konsequenz im Abschluss und weiterhin starker Defensive erhöhten sie nach einem 11:2 Lauf auf 23:16 und brachten Ex-Albatros Bogojevic an der Seitenlinie bei Gießen zur Auszeit. Die Hessen blieben über Willams dran, doch wenig später setzte Derrick Byars nach Zuspiel von Immanuel McElroy per Alley-Oop-Dunk ein dickes Ausrufezeichen. Aber die 46ers zeigten sich nicht beeindruckt und kamen über Kraftpaket Werner und den Topscorer der ersten Halbzeit Williams (11) wieder bis auf 25:28 heran. Ein schön herausgespielter Dreier von Wright verschaffte ALBA aber zur Halbzeitpause wieder einen leicht komfortableren Vorsprung von 31:25.
Julius Jenkins erzielte 13 Punkte
Byars der schon zum Ende des dritten Viertels für frischen Wind in der Offensive gesorgt hatte, legte in den letzten 10 Minuten mit einem Dreier gleich gut los. Doch danach setzte sich zunächst die „Korbleger-Seuche“ bei ALBA weiter fort. Zahlreiche vermeintlich leichte Nachdistanzwürfe wollten einfach nicht durch den Ring gehen – mit einer hochprozentige Verwertung dieser Chancen hätte ALBA schon längst deutlicher führen können. Seiner starken Defensive hatte es das Team von Luka Pavicevic zu verdanken, dass der Vorsprung in der 33. Minute mit 53:42 doch wieder zweistellig wurde. Bei Gießen keimte nach einem Dreipunktewurf von Jeffers nochmals Hoffnung auf, doch durch zwei Treffer von ALBA aus der gleichen Distanz durch Wright und Golemac zum 59:46 kippte des Spiel endgültig. Spätestens eine Minute später als Hamann und Jenkins je nach unsportlichem von Jeffers und technischem Foul gegen Vladi Bogojevic zwei Freiwürfe trafen und Chubb den nächsten Angriff per krachendem Dunk zum 67:46 abschloss, war die Messe gänzlich gelesen. Die Berliner fingen an zu zaubern und erhöhten weiter. Andreas Seiferth erzielte per Freiwurf noch seinen ersten ALBA-Punkt überhaupt und konnte sich mit seinen Teamkollegen freuen, durch den 80:55-Sieg wieder an die Spitze der Tabelle vorgerückt zu sein. ALBA-Cheftrainer feierte in seinem 150. Spiel an der Seitenlinie damit den 103. Erfolg.
Den Vorsprung an der Tabellenspitz können die Albatrosse am nächsten Mittwoch zuhause im Nachholspiel gegen den MBC weiter ausbauen. Tickets für die Partie gegen die Ex-Albatrosse Guido Grünheid und Sascha Leutloff gibt es hier.


