ALBA nach 59:53-Auswärtssieg in Frankfurt an der Tabellenspitze
(21.11.) Mit einem 59:53-Arbeitssieg in Frankfurt hat ALBA BERLIN seine Siegesserie am Samstag Abend auf fünf ausgebaut und die Tabellenspitze der Beko BBL erobert. In einer punktearmen Partie wurden es nach einem dominaten Anfangsviertel der Berliner am Ende doch noch einmal ganz eng. Immanuel McElroy sicherte ALBA mit einem seiner zahlreichen Offensivrebounds und zwei Freiwürfen in der Schlussminute den Sieg.
Steffen Hamann brachte die nötige Energie für sein Team aufs Parkett
ALBA war lange optisch deutlich überlegen, schaffte es aber nicht schon in der ersten Halbzeit vorentscheidend davonzuziehen. So kam Frankfurt in Hälfte zwei stark zurück und mehrfach nah heran. Doch in diesen Phasen waren Immanuel McElroy (10 Punkte, 13 Rebounds, 3 Assists) und Steffen Hamann (10 Punkte, 2 Steals) zur Stelle, um ihr Team auf Kurs zu halten. Topscorer Julius Jenkins (15 Punkte) traf nur 3 seiner 10 Dreierversuche und hatte damit in seinem Team, das insgesamt nur 5 von 27 Würfen von hinter der Dreierlinie traf, noch die beste Quote. Die Frankfurter hatten ALBA mit ihren wechselnden Verteidigungsvarianten beinahe komplett die einfach Brettpunkte aus dem Pick 'n Roll genommen, wodurch die Albatrosse oft Notwürfe von draußen nehmen mussten.
ALBA kam in Frankfurt im ersten Viertel gut ins Spiel und ging nach Punkten von Sekulic und Dojcin schnell 6:0 in Führung. Die Frankfurter, die auf Pascal Roller und Greg Jenkins verzichten mussten (beide Grippe), bissen sich an der Berliner Verteidigung die Zähne aus. Volle sechs Minuten dauerte es, bis Reese den ersten Punkt der Hausherren per Freiwurf erzielte. Die Albatrosse hatten sich über Jenkins und Bajramovic vorher bereits auf 11:0 abgesetzt. Vor allem am offensiven Brett griff das Team von Luka Pavicevic zahlreiche Rebounds ab - teilweise drei in Folge. Der nächste Dreier von Jenkins und ein Korbleger von Hamann sowie auf der Gegenseite Zähler von Doliboa und Allen sorgten für den 21:7 Viertelendstand.
Im zweiten Abschnitt geriet der Fluss der Albatrosse, bei den Derrick Byars mit Magen-Darm-Problemen fehlte, ins Stocken. Einige Fehlwürfe und Missverständnisse erlaubten den Skyliners besser ins Spiel zu kommen und auf 15:24 zu verkürzen. Auch eine Auszeit von Luka Pavicevic nützte zunächst nichts - Frankfurt kam über ein Dreipunktespiel von McKinney weiter heran. Schließlich fanden die Berliner über die Defensive zurück ins Spiel. McElroy, Chubb und Hamann vergrößerten jeweils mit Korblegern wieder das Polster. Bei den Frankfurtern, die mittlerweile sehr druckvoll über das ganze Feld verteidigten, setzte sich Topscorer Allen noch einmal am Berliner Korb durch, doch ein Halbdistanztreffer von Julius Jenkins bedeutete den 34:22 Pausenvorsprung für ALBA.
Immanuel McElroy war Garant für den Erfolg in Frankfurt
Zwei Minuten lang wurden im Schlussabschnitt auf beiden Seiten fleißig Dreier vergeben, bis schließlich Frankfurts Reese seine Feinjustierung fand und zwei mal in Folge aus der Distanz einnetzte. Steffen Hamann hielt mit zwei Dunkings nach Steal dagegen und sein Team damit 51:44 in Front. Dreieinhalb Minuten vor Schluss war es erneut Hamann, der mit viel Herz das Brett attackierte, und kurz darauf Rashad Wright im Fastbreak, die die Führung wieder in den zweistelligen Bereich brachten (55:45). ALBA sah schon wie der sichere Sieger aus, doch die Hausherren kamen noch mal zurück: Ein Dreier von Doliboa, ein Korbleger von Allen und ein Korbleger durch Reese nach Ballverlust von Jenkins brachten die Skyliners 70 Sekunden vor Schluss bis auf 52:55 heran. ALBA war im Angriff und mussten treffen, doch Wright verfehlte aus der Mitteldistanz. Aber Immanuel McElroy war mit seinem vierten und wichtigsten Offensivrebound zur Stelle, so dass die Berliner nochmals 20 Sekunden von der Uhr nehmen konnte. Wieder verfehlten sie im Abschluss, aber erneute sicherte sich ein Berliner - dieses Mal Dragan Dojcin - den Abpraller. Da nur noch zwanzig Sekunden zu spielen waren, mussten die Skyliners nun schnell foulen und taten dies an Immanuel McElroy. Der verwandelte beide Freiwürfe sicher und sorgte damit für die Entscheidung. Ein Freiwurf von Reese und zwei von Jenkins besorgten in den Schlusssekunden schließlich den 59:53 Endstand.


