Albatrosse feiern klaren Erfolg gegen Fünften Braunschweig
(18.3.) ALBA hat seine erste Aufgabe in der "Woche der Wahrheit" (Braunschweig, Frankfurt, Bamberg in acht Tagen) mit Bravour gemeistert. Auch ohne den verletzten Julius Jenkins fegten die Albatrosse die New Yorker Phantoms am Freitag Abend mit 94:70 aus der o2 World.
Highlights ALBA - Braunschweig
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Gleich von Beginn an zeigten die Berliner vor 10.284 Zuschauern in der o2 World, wer Herr im Hause ist. Mit intensiver Verteidigung und flinken Händen nahmen sie den Phantoms die Bälle teilweise schon in der eigenen Hälfte ab und spielten sich bis zur Halbzeit eine 48:24-Führung heraus. Bis auf 33 Punkte zogen die Berliner im Schlussviertel schon weg, bis die chancenlosen Gäste am Ende doch noch etwas Ergebnisverbesserung betrieben. ALBA dominierte im fünften Bundesliga-Sieg in Serie im Rebound (41:21) und legte aus allen Lagen starke Quoten auf (2er 66%, 3er 57%, Freiwürfe 71%).
Den Ausfall von Julius Jenkins (Entzündung am Ellenbogengelenk) steckte das Team gut weg – alle zehn Spieler trugen sich in die Punktestatistik ein. Am besten scorten dabei ein großartig aufgelegter Bryce Taylor (18 + 7 Rebounds, 5 Assists und 3 Steals), Yassin Idbihi (13 + 7 Rebounds), Immanuel McElroy (13 + 6 Rebounds und 4 Assists), Derrick Allen (13 + 6 Rebounds) und Taylor Rochestie (10 + 6 Rebounds und 4 Assists). Bei den Braunschweigern wehrten sich LaMarr Greer (17 Punkte), Jason Cain (16 + 6 Rebounds) und Uros Duvnjak (11) am stärksten gegen die Niederlage.
Spielverlauf: Nach einer Schweigeminute zum Gedenke der Katastrophenopfer in Japan startete ALBA gut in die Partie. Auch wenn es Raduljica in der Anfangsphase offensiv zu sehr zu erzwingen versuchte, standen die Berliner defensiv sehr gut und ging durch Derrick Allen nach vier Minuten 9:3 in Führung. Die beiden Riesen Visser und Raduljica lieferten sich ein intensives Duell unter dem Korb, was aber meist mit Fehlwürfen endete. Doch im Fastbreak lief es hervorragend für die Berliner: Angeführt von Bryce Taylor und Derrick Allen kam ALBA immer besser ins Laufen, eroberte die Bälle teilweise noch in der Häfte des Gegners hatte sich bis kurz vor der Viertelpause schon auf 23:10 abgesetzt. Braunschweigs Duvnjak stellte noch den 23:12-Viertelendstand her.
Nachdem ALBA mit einem Layup von Idbihi und einem Dreier von Schultze zum 28:12 loslegte, brauchte Phantoms-Coach und Ex-Albatros Sebastian Machowski am Anfang des zweiten Abschnitts schon seine zweite Auszeit. Doch es nützte nichts: Den Albatrossen gelang weiterhin fast alles, den Gästen hingegen fiel gegen die ALBA-Defense wenig ein. Fünf Minuten lang brachten die Phantoms gerade mal einen Punkt zustande, während sich die Berliner, bei denen Bryce Taylor (16 Punkte in Hälfte eins) richtig heiß lief, bis auf 37:13 davon zogen. Einziger Wermutstropfen blieb, dass Immanuel McElroy schon drei Fouls kassiert hatte. Mit Freiwürfen kamen die Niedersachsen nun etwas besser ins Spiel, und den Hauptstädtern unterliefen nach dem perfekten Auftakt mehr Fehler. Trotzdem ging das Team von Muli Katzurin mit 48:24 in die Kabine.
ALBA hielt die Intensität nach dem Seitenwechsel zunächst oben. Rochestie, Raduljica und Allen scorten, während für Braunschweig nur durch Goree erfolgreich war. Doch dann ließ die Konzentration nach bei den Albatrosse und als Jason Cain gleich sieben, teils zu einfache Punkte in Serie für die nun deutlich engagierter agierenden Phantoms markierte, rief Muli Katzurin sein Team zur Auszeit. Das nahm zurück auf dem Feld deutlich an Fahrt auf und schloss wieder mehr Fastbreaks erfolgreich ab. So fiel es nicht weiter ins Gewicht, dass sich die Gäste nun deutlich treffsicherer zeigten – ALBA führte nach dem dritten Viertel immer noch klar mit 72:45.
Auch im vierten Durchgang spielten die Albatrosse munter weiter. Lucca Staiger und Miroslav Raduljica ließen es je spektakulär per Dunking krachen und brachten ihr Team damit stolze 33 Punkte in Führung (80:47, 33. Minute). Danach schlich sich aber dann doch der Schlendrian bei den Berliner ein, die es nun mit etwas zu vielen Spielereien probierten. Das gefiel auch Muli Katzurin nicht, der noch mal zur Auszeit rief, denn die Niedersachsen hatten auf 20 Punkte verkürzt. In den letzten Minuten sorgten die Albatrosse mit mehr Konzentration für gleich viel sehenswertere Highlights. Unter dem Jubel der Zuschauer baut ALBA die Führung so bis zum Ende wieder etwas weiter auf 94:70 aus.
Stimmen zum Spiel
Sebastian Machowski (Braunschweig):
Glückwunsch und Kompliment an Muli Katzurin und sein Team. Bei uns wirkte es so, als hätte das kräftezehrende Spiel am Mittwoch in Göttingen noch nachgewirkt. Wir waren von Beginn an nicht auf dem nötigen mentalen Level. Das tut mir sehr leid für unsere Fans, die uns hier toll unterstützt haben und auch für mein Team. Wir hatten heute offensiv und defensiv kein Mittel gegen ALBA, was zu einem deutlichen und verdienten Sieg für sie geführt hat.
Muli Katzurin (ALBA):
Wir haben heute gut, mit viel Energie und Qualität, gespielt. Wir haben sehr stark begonnen und jeder Spieler hat eine gute Leistung abgeliefert. Wir haben uns hart auf diese Partie vorbereitet, weil wir wissen, dass uns viele sehr schwere Auswärtsspiele bevor stehen. Dafür wollten wir uns Selbstvertrauen holen, was heute sicherlich gelungen ist. Ich besonders froh, dass wir 41 Rebounds geholt und dieses Duell deutlich gewonnen haben. Das war selbst in unseren Siegen ein Problem bei uns.

