Albatrosse verlieren Liga-Premiere in Bremerhaven
(9.10.) ALBA BERLIN hat sein erstes Spiel in der Beko BBL 2011/2012 am Sonntag bei den Eisbären Bremerhaven haarscharf 69:71 verloren. Ein verheerender 18:3-Lauf der Gastgeber im vierten Viertel kippte das Spiel.
Statistik >>
NDR Sportclub >>
Nach einer zerfahrenen ersten Halbzeit, in der die Albatrosse vor allem im Rebound große Konsequenz vermissen ließen (11 Offensivrebounds für Bremerhaven) und auch zahlreiche Ballverluste begingen, war das Team von Gordon Herbert mit dem 30:33-Pausenstand noch gut bedient. Im dritten Viertel steigerten sich die Berliner maßgeblich, arbeiteten gut im Rebound und gewannen den Abschnitt 24:10. Doch im Schlussviertel glitt die Partie den Albatrossen die Partie nach Bremerhavens Umstellung auf Zonenverteidigung wieder komplett aus den Händen. Nach einer 3:18-Serie kämpften sich die Hauptstädter zwar noch mal bis auf zwei Zähler heran, doch ein Dreier zum Sieg in letzter Sekunde von Heiko Schaffartzik fand sein Ziel nicht mehr.
ALBAs Topscorer war Dashaun Wood mit 16 Punkten, 5 Assists und 3 Rebounds. Torin Francis erzielte 13 Zähler (+ 3 Blocks) und Kyle Weaver kam auf 7 Punkte, 6 Rebounds sowie 5 Assists.
Mit einer Niederlage im Gepäck muss ALBA nun in Braunschweig am Mittwoch schon das nächste Auswärtsspiel bestreiten und tritt am folgenden Sonntag in Hagen noch mal auf fremden Parkett an.
Spielverlauf: Erstmals brachte Gordon Herbert Heiko Schaffartzik als Shooting Guard in der Startformation, der zusammen mit Wood, Weaver, Allen und Francis jedoch einen holprigen Start erlebte. Beide Kontrahenten setzten zunächst einige Distanzwürfe daneben, bis die ersten Punkte fielen. Wood schoss ALBA 8:7 in Führung, aber die Gastgeber angelten sich zu viele Offensivrebounds. Die Hausherren gingen ihrerseits in Front und setzten sich Stück für Stück ab. Dreier von Taylor und Simonovic hielten die Albatrosse im Spiel, doch weitere Offensivrebounds und Punkte in Brettnähe von den Eisbären bedeuteten einen 16:19-Rückstand am Ende des ersten Viertels.
In den ersten Minuten des zweiten Abschnitts brachten beide Teams nicht viel Zählbares zustande. Ballverluste und Fehlwürfe häuften sich. Nachdem Dashaun Wood aufs Feld zurück kehrte, kam ALBA offensiv wieder besser in Schwung, aber auch die Bremerhavener wurden nun vorne wieder effektiver. Fast alle engen Situationen entschieden die Norddeutschen mit mehr Einsatz für sich und legten schon auf 19:25 vor. Die Berliner hatten weiter große Probleme, die Eisbären beim Offensivrebound zu stoppen. Ganz elf Abpraller fischten die Niedersachsen in Halbzeit eins am ALBA-Brett weg. Trotzdem kämpften sich die Hauptstädter über Wood und Allen bis zur Pause noch auf 30:33 heran.
In der Halbzeit forderte Gordon Herbert, dass sein Team den Kampf und die Härte endlich annehmen solle. Und das taten die Albatrosse. Aus sehr druckvoller Verteidigung starteten sie mit einem 10:2-Run in Hälfte zwei. Auch bei den Rebounds bot sich nun das umgekehrte Bild: ALBA pflückte einen Offensivabpraller nach dem nächsten. In der 27. Minute hatte Kyle Weaver die Serie auf 16:4 und die Führung auf 46:37 aufgebaut. Die Berliner gaben jetzt das Tempo vor, trafen innen und außen und Dashaun Wood erhöhte sogar noch auf 51:39. Beim 54:43 zum Viertelende schienen die Albatrosse alles unter Kontrolle zu haben.
Doch mit Beginn des Schlussabschnitts war die Konzentration plötzlich wie weggeblasen. Bremerhaven stellte die Berliner mit einer aggressiven Zonenverteidigung vor große Probleme und die Spieler von Gordon Herbert erlaubten sich wieder zu viele Ballverluste, die Bremerhaven immer weiter ins Spiel zurück brachten. Die Eisbären spielten sich in einen Rausch und trafen nun voller Selbstvertrauen auch extrem schwierige Würfe am Mann oder mit Ablauf der Shotclock. Nach sechs Minuten hatten sie die Partie mit einem 18:3-Lauf gedreht. ALBA kämpfte sich in den verbleibenden Minuten noch mal zurück und hatte dank Dreiern von Lucca Staiger am Schluss sogar noch die Chance zum Sieg. Drei Sekunden Restzeit standen auf der Uhr, als Heiko Schaffartzik frei an der Dreierlinie herausgespielt wurde. Doch der Wurf verfehlte sein Ziel knapp, ALBA unterlag 69:71.
Douglas Spradley (Bremerhaven):
Ich bin sehr zufrieden, das war ein großer Sieg für die Eisbären! Im 3. Viertel hatten wir einige Probleme, waren zu zaghaft. Wir mussten uns etwas einfallen lassen, um zurück ins Spiel zu finden. Mit der aggressiven Zonen- und Halbfeldpresse ist uns das eindrucksvoll gelungen. Besonders die Bankspieler haben heute einen sehr guten Job gemacht. Terrell Everett und Zach Peacock haben wichtige Impulse gegeben und die Mannschaft im 4. Viertel aufgeweckt. Entscheidend für diesen Sieg war, dass wir mit viel Herz gespielt haben und als Mannschaft aufgetreten sind. Das war am Freitag in Trier nicht der Fall.
Gordon Herbert (ALBA):
Glückwunsch an Bremerhaven und Douglas Spradley, die vor einer sehr guten Heimkulisse gewonnen haben. Im dritten Viertel haben wir denke ich sehr gut agiert. Im Schlussabschnitt allerdings haben uns die Eisbären den Schneid abgekauft. Bremerhaven war in dieser Phase aggressiver und hat die zahlreichen Ballgewinne eiskalt in leichte Punkte umgemünzt. Wir hingegen haben nur noch zugeschaut.
NDR Sportclub >>
Nach einer zerfahrenen ersten Halbzeit, in der die Albatrosse vor allem im Rebound große Konsequenz vermissen ließen (11 Offensivrebounds für Bremerhaven) und auch zahlreiche Ballverluste begingen, war das Team von Gordon Herbert mit dem 30:33-Pausenstand noch gut bedient. Im dritten Viertel steigerten sich die Berliner maßgeblich, arbeiteten gut im Rebound und gewannen den Abschnitt 24:10. Doch im Schlussviertel glitt die Partie den Albatrossen die Partie nach Bremerhavens Umstellung auf Zonenverteidigung wieder komplett aus den Händen. Nach einer 3:18-Serie kämpften sich die Hauptstädter zwar noch mal bis auf zwei Zähler heran, doch ein Dreier zum Sieg in letzter Sekunde von Heiko Schaffartzik fand sein Ziel nicht mehr.
ALBAs Topscorer war Dashaun Wood mit 16 Punkten, 5 Assists und 3 Rebounds. Torin Francis erzielte 13 Zähler (+ 3 Blocks) und Kyle Weaver kam auf 7 Punkte, 6 Rebounds sowie 5 Assists.
Mit einer Niederlage im Gepäck muss ALBA nun in Braunschweig am Mittwoch schon das nächste Auswärtsspiel bestreiten und tritt am folgenden Sonntag in Hagen noch mal auf fremden Parkett an.
Spielverlauf: Erstmals brachte Gordon Herbert Heiko Schaffartzik als Shooting Guard in der Startformation, der zusammen mit Wood, Weaver, Allen und Francis jedoch einen holprigen Start erlebte. Beide Kontrahenten setzten zunächst einige Distanzwürfe daneben, bis die ersten Punkte fielen. Wood schoss ALBA 8:7 in Führung, aber die Gastgeber angelten sich zu viele Offensivrebounds. Die Hausherren gingen ihrerseits in Front und setzten sich Stück für Stück ab. Dreier von Taylor und Simonovic hielten die Albatrosse im Spiel, doch weitere Offensivrebounds und Punkte in Brettnähe von den Eisbären bedeuteten einen 16:19-Rückstand am Ende des ersten Viertels.
In den ersten Minuten des zweiten Abschnitts brachten beide Teams nicht viel Zählbares zustande. Ballverluste und Fehlwürfe häuften sich. Nachdem Dashaun Wood aufs Feld zurück kehrte, kam ALBA offensiv wieder besser in Schwung, aber auch die Bremerhavener wurden nun vorne wieder effektiver. Fast alle engen Situationen entschieden die Norddeutschen mit mehr Einsatz für sich und legten schon auf 19:25 vor. Die Berliner hatten weiter große Probleme, die Eisbären beim Offensivrebound zu stoppen. Ganz elf Abpraller fischten die Niedersachsen in Halbzeit eins am ALBA-Brett weg. Trotzdem kämpften sich die Hauptstädter über Wood und Allen bis zur Pause noch auf 30:33 heran.
In der Halbzeit forderte Gordon Herbert, dass sein Team den Kampf und die Härte endlich annehmen solle. Und das taten die Albatrosse. Aus sehr druckvoller Verteidigung starteten sie mit einem 10:2-Run in Hälfte zwei. Auch bei den Rebounds bot sich nun das umgekehrte Bild: ALBA pflückte einen Offensivabpraller nach dem nächsten. In der 27. Minute hatte Kyle Weaver die Serie auf 16:4 und die Führung auf 46:37 aufgebaut. Die Berliner gaben jetzt das Tempo vor, trafen innen und außen und Dashaun Wood erhöhte sogar noch auf 51:39. Beim 54:43 zum Viertelende schienen die Albatrosse alles unter Kontrolle zu haben.
Doch mit Beginn des Schlussabschnitts war die Konzentration plötzlich wie weggeblasen. Bremerhaven stellte die Berliner mit einer aggressiven Zonenverteidigung vor große Probleme und die Spieler von Gordon Herbert erlaubten sich wieder zu viele Ballverluste, die Bremerhaven immer weiter ins Spiel zurück brachten. Die Eisbären spielten sich in einen Rausch und trafen nun voller Selbstvertrauen auch extrem schwierige Würfe am Mann oder mit Ablauf der Shotclock. Nach sechs Minuten hatten sie die Partie mit einem 18:3-Lauf gedreht. ALBA kämpfte sich in den verbleibenden Minuten noch mal zurück und hatte dank Dreiern von Lucca Staiger am Schluss sogar noch die Chance zum Sieg. Drei Sekunden Restzeit standen auf der Uhr, als Heiko Schaffartzik frei an der Dreierlinie herausgespielt wurde. Doch der Wurf verfehlte sein Ziel knapp, ALBA unterlag 69:71.
Stimmen zum Spiel
Douglas Spradley (Bremerhaven):
Ich bin sehr zufrieden, das war ein großer Sieg für die Eisbären! Im 3. Viertel hatten wir einige Probleme, waren zu zaghaft. Wir mussten uns etwas einfallen lassen, um zurück ins Spiel zu finden. Mit der aggressiven Zonen- und Halbfeldpresse ist uns das eindrucksvoll gelungen. Besonders die Bankspieler haben heute einen sehr guten Job gemacht. Terrell Everett und Zach Peacock haben wichtige Impulse gegeben und die Mannschaft im 4. Viertel aufgeweckt. Entscheidend für diesen Sieg war, dass wir mit viel Herz gespielt haben und als Mannschaft aufgetreten sind. Das war am Freitag in Trier nicht der Fall.
Gordon Herbert (ALBA):
Glückwunsch an Bremerhaven und Douglas Spradley, die vor einer sehr guten Heimkulisse gewonnen haben. Im dritten Viertel haben wir denke ich sehr gut agiert. Im Schlussabschnitt allerdings haben uns die Eisbären den Schneid abgekauft. Bremerhaven war in dieser Phase aggressiver und hat die zahlreichen Ballgewinne eiskalt in leichte Punkte umgemünzt. Wir hingegen haben nur noch zugeschaut.

